Rundschau - Oberländer Wochenzeitung
Imst | Kultur | 3. März 2020 | Friederike Bundschuh

Tiefenbrunn-Werkschau in der Hörmann-Galerie

Eröffnete das Ausstellungsjahr in der Imster Hörmann-Galerie: Gerhard Tiefenbrunn (M.) aus Landeck. Im Bild gemeinsam mit Galerieleiterin Andrea Schaller (l.) sowie Bürgermeister und
Kulturstadtrat Stefan Weirather (r.) RS-Foto: Bundschuh
Im Zentrum der gezeigten Werkschau des Landecker Künstlers Gerhard Tiefenbrunn steht die Vereinfachung, die Unschärfe. Im Bild das Werk „…versuch“. Aus dem Zyklus „Formenkanon“ (2016), 1 von 3, 130 x 69 Zentimeter. RS-Foto: Bundschuh
Ein Ensemble der Landesmusikschule Imst, bestehend aus LMS-Direktor Johannes Nagele am E-Piano, Sebastian Kluckner am Cajón und Markus Waldhart an der Posaune (v.l.), sorgte für die musikalische Gestaltung der Tiefenbrunn-Vernissage vergangenen Donnerstag in der Hörmann-Galerie. RS-Foto: Bundschuh
Laudator Viktor Tiefenbrunner war von Beginn an fasziniert von der Vielseitigkeit des Landeckers Gerhard Tiefenbrunn. In Bezug auf den Inhalt der gezeigten Werke, auf ihre Form, zitierte er den Künstler wörtlich: „Die Form bedarf keiner Assoziation, schon gar nicht eines Namens, um die Form als etwas komplett Neues schaffen zu können. Keine Frage nach dem Wie und schon gar nicht nach dem Was.“ RS-Foto: Bundschuh
„Full House“ zum Beginn des neuen Ausstellungsjahres in der Hörmann-Galerie: Die spannende Vernissage des Landecker Künstlers Gerhard Tiefenbrunn war ein Highlight der Imster Kulturszene. RS-Foto: Bunrschuh
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Feierliche Eröffnung des Ausstellungsjahres 2020



Vergangenen Donnerstag startete die Städtische Galerie Theodor von Hörmann in eine neue, spannende Ausstellungsperiode mit der Vernissage von Werken des Landecker Künstlers Gerhard Tiefenbrunn. Kulturreferent und Bürgermeister Stefan Weirather eröffnete die Ausstellung, musikalisch begleitete das Ensemble der Landesmusikschule mit Direktor Johannes Nagele den Abend.



Von Friederike Bundschuh



„Die erste Ausstellung eines Kulturjahres ist immer etwas Besonderes, es freut uns sehr, dass so viele unserer Einladung heute gefolgt sind. Begrüßen Sie mit mir Gerhard Tiefenbrunn“, eröffnete Stefan Weirather den Abend. Der Landecker Künstler Tiefenbrunn studierte von 1984 bis 1990 in Wien an der Hochschule für angewandte Kunst Grafik, Malerei und Fotografie und absolvierte die Meisterklasse von Oswald Oberhuber. Laudator Viktor Tiefenbrunner, der mit Tiefenbrunn am Gymnasium in Landeck tätig war, über das Schaffen des renommierten Künstlers: „Was mich beim Gerhard von Anfang an fasziniert hat, war seine Vielseitigkeit. Er hat Werken unterrichtet am Gymnasium, ist als Winzer tätig und beeindruckt als Künstler. Kunst kommt von Können, heißt es gemeinhin, aber Tiefenbrunns Lehrer Oberhuber meinte stets ‚Kunst ist das Nichtkönnen‘. Ich würde es eher als Nichtkennen interpretieren, denn es sind Interpretationen in Neuland, die wir heute sehen, auch in der Form. Ich zitiere Gerhard wörtlich: ‚Die Form bedarf keiner Assoziation, schon gar nicht eines Namens, um die Form als etwas komplett Neues schaffen zu können. Keine Frage nach dem Wie und schon gar nicht nach dem Was.‘“



Spannende Ansätze


Gerhard Tiefenbrunn arbeitet mit Plexiglas, Leinwand, Schaumstoff und Alu-Dibond. Er skizziert und fotografiert, bearbeitet das Entstandene später am Computer und lässt es dann auf die verschiedenen Materialien in einer Auflage von maximal drei Stück drucken (die RUNDSCHAU hat berichtet). Im Zentrum der gezeigten Arbeiten steht die Vereinfachung, die Unschärfe. Der Fokus liegt auf der Sichtbarmachung des Nicht-Darstellbaren hin zu einer zeitlosen, allgemein gütigen, zutiefst menschlichen Substanz von Kunst. Im Zentrum der gezeigten 30 Exponate stehen Arbeiten, die zwischen 2014 und 2020 entstanden sind. Tiefenbrunn hat sich teilweise erneut mit seinen Werken befasst und diese überarbeitet, dekonstruiert, interpretiert, zerlegt, sie aber nicht zerstört. Gezeigt werden Werke aus den Zyklen „Portraits“, „Reisebilder“, „Formenkanon 1 und 2“, „Inflationäre Kunst“, „In Auflösung“, „Vorschau Summer Fashion 2020“ und „Das Helle im Dunkel“. Ein Ensemble der Landesmusikschule Imst, bestehend aus LMS-Direktor Johannes Nagele am E-Piano, Sebastian Kluckner am Cajón und Markus Waldhart an der Posaune, sorgte für die musikalische Gestaltung des Abends. Ein rundum gelungener Auftakt in ein neues Kulturjahr in der Hörmann-Galerie.


Im Zentrum der gezeigten Werkschau des Landecker Künstlers Gerhard Tiefenbrunn steht die Vereinfachung, die Unschärfe. Im Bild das Werk „…versuch“. Aus dem Zyklus „Formenkanon“ (2016), 1 von 3, 130 x 69 Zentimeter. RS-Foto: Bundschuh
Ein Ensemble der Landesmusikschule Imst, bestehend aus LMS-Direktor Johannes Nagele am E-Piano, Sebastian Kluckner am Cajón und Markus Waldhart an der Posaune (v.l.), sorgte für die musikalische Gestaltung der Tiefenbrunn-Vernissage vergangenen Donnerstag in der Hörmann-Galerie. RS-Foto: Bundschuh
Laudator Viktor Tiefenbrunner war von Beginn an fasziniert von der Vielseitigkeit des Landeckers Gerhard Tiefenbrunn. In Bezug auf den Inhalt der gezeigten Werke, auf ihre Form, zitierte er den Künstler wörtlich: „Die Form bedarf keiner Assoziation, schon gar nicht eines Namens, um die Form als etwas komplett Neues schaffen zu können. Keine Frage nach dem Wie und schon gar nicht nach dem Was.“ RS-Foto: Bundschuh
„Full House“ zum Beginn des neuen Ausstellungsjahres in der Hörmann-Galerie: Die spannende Vernissage des Landecker Künstlers Gerhard Tiefenbrunn war ein Highlight der Imster Kulturszene. RS-Foto: Bunrschuh
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