Rundschau - Oberländer Wochenzeitung
Imst | Kultur | 28. Juni 2022 | Martin Grüneis

Was bleibt, ist die Erinnerung

Mit Gert Steinbäcker war jüngst ein bekanntes Gesicht des Austro-Pop zu Gast in Imst. Mit seiner hochkarätigen Band sorgte er für einen fantastischen Konzert-Abend, der mit Sicherheit unvergessen bleiben wird. RS-Foto: Grüneis
Bewiesen, dass auch Männer sanft und Frauen kraftvoll sein können: Philipp „Schnute“ Walser (l.), Matthias „Kohler“ Kadoff (r.) und Jacqueline Rankl (M.) RS-Fotos: Grüneis
„Gö, du bleibst heut Nacht bei mir“ dürften sich wohl so einige Zuhörer gedacht haben, nachdem sich Gert Steinbäcker (r.) fulminant verabschiedet hatte. Gemeinsam mit Ulli Bäer (l.) sorgte er für eine fantastische Zeit im Imster Glenthof. RS-Fotos: Grüneis
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Auf seiner Abschiedstournee machte Gert Steinbäcker vor Kurzem Halt in Imst

Ziemlich froh darüber, dass Gert Steinbäcker nach seinen Griechenland-Ausflügen nicht alles liegen und stehen gelassen hat, um dort zu bleiben, dürfte das Publikum im Glenthof gewesen sein. Während es draußen kalt und immer kälter wurde, nahm die Austropop-Legende auf der Bühne der Eventhalle Platz und erzählte ähnlich einem Großvater von alten Tagen, Erlebnissen mit Freunden sowie Schicksalsschlägen. Und auch wenn Steinbäcker äußerlich nicht mehr der Jüngste sein mag, so ließ seine Stimme dennoch erkennen, dass in ihm immer noch ein Feuer brennt, lichterloh ganz wie früher.
Von Martin Grüneis

Auf das, was morgen ist, konnte gepfiffen werden. Gert Steinbäcker lies nämlich gemeinsam mit „Kohler & Schnute“ die Hektometik-Welt für ein paar Stunden in Vergessenheit geraten. Getrost konnten die Augen geschlossen werden, während einem die Klänge des ersten S von S.T.S durchdrangen und für Gänsehaut sorgten. Mit viel Gefühl und dann wieder mit ordentlich Energie, wusste der „Großvater“ das Publikum mit altbekannten Hits zu verzaubern. Die Zuhörer guttierten es, in dem sie lachten, tanzten und sagen. Ein Übermensch ist Steinbäcker freilich nicht, doch womöglich kommt genau daher die Kraft. Tatkräftig unterstützt wurde er unter anderem von Ulli Bäer, welcher bereits mit zahlreichen Größen des Austropop auf der Bühne stand. Mit seinen Soli sorgte er für große Begeisterung. Und da sich heuer zum 15. Mal der Tod eines bekannten österreichischen Künstlers jährte (Georg Danzer, Anm.), stimmte Bäer „Lass mi amoi no d'Sunn aufgeh' segn“ an. Es fühlte sich an, als würde die Nacht kein Ende sehen. Doch wie es halt so ist, bleibt irgendwann halt doch nur die Erinnerung. Jedenfalls war es ein unglaubliches Erlebnis, Steinbäcker live auf der Bühne leben g‘sehen zu haben – zum Glück kam er nicht nur auf einen schnellen Kaffee nach Imst. Zwar besang Steinbäcker die Steiermark, doch nach Fürstenfeld wollte er an diesem Abend dann doch nicht zurückkehren.

PERFEKTER EINSTIEG IN DEN KONZERT-ABEND. Auch wenn sie vermeintlich nicht die Stars des Abends sein hätten sollen, so konnte die heimische Formation „Kohler & Schnute“ doch mit viel Herzblut die Herzen der Zuhörer für sich gewinnen. Mit ihren erfrischendem Sound samt Texten, die aus dem Leben gegriffen scheinen, stahlen sie den Austropop-Legenden fast die Show – selbst Bälle ließen sie mit ihrer Energie durch die Halle fliegen. Somit war bewiesen, dass es nicht nur in der Ferne, sondern auch ums Eck viel zu entdecken gibt.
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