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Imst | Politik | 7. Juni 2021 | Martin Grüneis

Bürgermeister spricht bereits von Abriss

Bürgermeister spricht bereits von Abriss
Nach den Lockerungen der Coronamaßnahmen wird die Gemeinderatssitzung in Sautens gerne wieder von einheimischen Zuhörern besucht. RS-Foto: Burger
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Vom Abbruch des Sautner Schwimmbades profitieren neue Projekte

Wie aktuell das Golf-Projekt im Ötztal voranschreitet, lässt der Sautner Bürgermeister Manfred Köll immer wieder in den Gemeinderatssitzungen durchblicken, wenngleich Beschlüsse dieses Unterfangen auch meist nur streifen. So auch in der Sitzung in diesem Monat, wobei der Abriss des Schwimmbades in Sautens für das Dorfoberhaupt bereits feststeht – und dementsprechend auch in anstehenden Beschlüssen mit berücksichtigt werden darf.
Von Mel Burger

Bürgermeister Manfred Köll bat bereits kurz nach seinen Begrüßungsworten zur jüngsten Gemeinderatssitzung um Ergänzung von zwei weiteren Tagesordnungspunkten. Zusatzpunkt eins handelte dabei von einer Widmung einer Sonderfläche für eine Raftingstation, der zweite diente der Abklärung zur Situation im Bereich Rammelsteinweg: Hier soll ein privates Grundstück verkauft werden, der Außenbereich dürfe vom neuen Besitzer aber nicht durch Zäune oder ähnliches umrandet werden, da es dort zahlreiche Engstellen gibt. Bevor die Mitglieder des Gemeinderats aber ans Tagwerk gingen, startete Bürgermeister Köll mit seinem Bericht und einem Rückblick. Zuerst setzte er alle Anwesenden in Kenntnis, dass ab 1. September der neue Pfarrer Andreas Agreiter den Seelsorgeraum Oetz-Sautens übernehmen und somit Pfarrer Krzysztof Kaminski Ende August ablösen wird. Weiter erklärte Köll, dass am Tag nach der Gemeinderatssitzung das Sautener Schwimmbad wieder eröffnen wird und alle bekannten Arbeitsposten wie gehabt vergeben wurden. 

FORTSCHRITT. Weiter berichtete er, dass hinsichtlich der Sanierung der Sautner Brücke eine bessere Lösung gefunden wurde, da bei den ersten Versuchen, die Bordsteinkanten zu ersetzten, weitere Mängel zu Tage traten. Nach Gesprächen mit dem Land steht nun der Entschluss, dass eine neue Brücke kommen wird. Köll habe sich beim Land dafür eingesetzt, dass es aufgrund der größeren Mängel und der nicht mehr zeitgemäßen Bauweise der Brücke sinnvoller wäre, von einer Sanierung abzusehen und unter wahrscheinlich gleichem Kostenaufwand eine neue Brücke zu bauen. Als erster offizieller Punkt der Tagesordnung wurde anschließend der Kassaabschluss 2020 beschlossen sowie Bürgermeister Köll, trotz einiger kleineren Überschreitungen, von seinen Ratsmitgliedern mit einem negativen Saldo von 443.848,05 Euro einstimmig entlastet. Zum derzeitigen Stand ist die einhellige Meinung, dass das Budget 2021 eingehalten werden wird. 

NEUER BESCHLUSS. Der vierte Tagesordnungspunkt behandelte erneut die immer schwieriger werdende Situation bezüglich einer Änderung eines Bebauungsplans, der bereits beschlossen, aber vom Land abgelehnt wurde. Die Situation entstand aus dem früheren Umstand, dass das betroffene Grundstück zwei Schwestern zugefallen und bei einer Trennung etwas später noch mündliche Absprachen getroffen worden sind. Jetzt will der Sohn einer der Schwestern das Grundstück verkaufen, die Trennung lässt sich aber nicht korrekt umsetzen. Mit einer Änderung des Bebauungsplans versucht die Gemeinde nun, diesen Knoten zur Zufriedenheit aller Parteien zu lösen: Das Land lehnte den diesbezüglichen Beschluss vom 23. April ab, hat der Gemeinde allerdings ebenso eine Vorformulierung unterbreitet. Jene sei per E-Mail an alle Mitglieder des Gemeinderats ergangen, womit er auf lange Erklärungen verzichten könne, so Köll. Auf Nachfragen von Gemeinderätin Patricia Spormann-Wipple, ob das Land diesem neuen Beschluss dann endlich zustimmen würde, bestätigte Köll dies und der Beschluss wurde einstimmig angenommen. Im Anschluss kam es zu einer Grenzbereinigung für einen Grundstücksverkauf und der neuerlichen Zustimmung für die „Singletrail“-Mountainbikeroute.

VERTAGUNG. Unter dem ergänzten Tagesordnungspunkt bat schließlich ein Sautner Ehepaar die Gemeinde um eine Sonderflächenwidmung für eines ihrer Grundstücke, um den Verkauf an einen Rafting-Unternehmer zu ermöglichen, der auf der Suche nach einem neuen Standort ist – besonders angesichts der momentanen Situierung in den Räumlichkeiten des Sautner Schwimmbades, dem die Abrisskugel droht. Köll rät jedoch von einem Grundsatzbeschluss zur Widmung ab, da nicht nur die Raumordnungsauflagen angeblich nicht richtig erfüllt wären, sondern Raumplaner Hugo Schöpf „deswegen wahrscheinlich vom Land einen auf den Deckel bekommen würde“. Hinsichtlich des Verkaufs sieht sich die Frau allerdings im Zugzwang, woraufhin Bürgermeister Köll den Grundstücksverkauf positiv bewertet und zusichert: „Das Schwimmbad wird heuer mit Sicherheit abgerissen und Herr Rettenbacher muss sich einen neuen Ort sowie einen Lageraum suchen, da er dort raus muss.“ Nachdem keine Einigung gefunden wurde, bot Köll an, einen neuen Beschluss bis zur nächsten Sitzung aufzusetzen. 
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