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Imst | Politik | 9. November 2021 | Barbara Heiss

Frauenhaus im Oberland

Frauenhaus im Oberland
Landeshauptmann Günther Platter begutachtet die Pläne für das Frauenhaus im Tiroler Oberland. Foto: Land Tirol/Dorfmann
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Ausweitung des Schutzangebotes für Frauen

Das Tiroler Frauenhaus wurde im Jahr 1981 eröffnet. Seither ist die Angebotsstruktur stetig gewachsen – Ende 2019 wurde zudem das neue Schutzhaus bezogen. Auch im Tiroler Oberland ist nun eine solche Einrichtung geplant.
Von Barbara Heiss

Das 2019 neu bezogene Frauenhaus ist nicht nur doppelt so groß, sondern auch barrierefrei und schließt damit die Betreuung von Frauen mit Behinderung ein. „Das Frauenhaus Tirol erfüllt eine sehr wichtige Aufgabe und ich habe großen Respekt vor dem, was die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hier täglich leisten“, sagt Finanzreferent Landeshauptmann Günther Platter, der sich von Gabriele Plattner, Leiterin des Frauenhauses Tirol, die Pläne für die neue Einrichtung im Tiroler Oberland sowie das derzeitige Frauenhaus zeigen ließ. „Es ist wichtig, dass ein breit aufgestellter Gewaltschutz und Einrichtungen in Tirol wie das Frauenhaus dafür sorgen, dass Betroffene schnell und unbürokratisch Sicherheit, Hilfe und Unterstützung erfahren. Häusliche Gewalt ist leider vielfach Realität, die Gesellschaft darf hier nicht wegschauen. Ich setze mich daher für einen Ausbau der Betreuungseinrichtungen für Frauen ein, die zugleich auch die zentrale Funktion der Gewaltprävention erfüllen“, so der Landeshauptmann. Sozial- und Frauenlandesrätin Gabriele Fischer betont: „Opferschutzeinrichtungen müssen nahe an den Betroffenen sein, weshalb mir eine Regionalisierung des Frauenhauses sehr wichtig ist.“ Im Jahr 2020 fanden rund 80 Frauen und 50 Kinder Schutz im Frauenhaus – insgesamt 9000 Nächtigungen. In den Übergangswohnungen wurden 6000 Nächtigungen verzeichnet.

BEZIRKS- UND LÄNDERÜBERGREIFENDE ZUSAMMENARBEIT. Seit der Eröffnung des neuen Schutzhaues sei kein Zimmer frei geblieben, erzählen Frauenhaus-Leiterin Gabriele Plattner und Hannah Ringhofer, Fachbereich Frauen: „Abgewiesen wird bei uns niemand.“ Bei einer Vollauslastung des Frauenhauses kümmert sich das Frauenhaus Tirol um eine Weitervermittlung an andere Einrichtungen, auch bundesländerübergreifend. Die Anzahl der Frauen, die aus Platzgründen nicht aufgenommen werden konnten, hat mit dem Neubau des Frauenhauses jedoch abgenommen. Das in Planung befindliche Schutzhaus im Tiroler Oberland wird stark mit dem bestehenden Frauenhaus vernetzt sein: Neben einer gemeinsamen Notrufnummer soll auch eine gegenseitige Vermittlung möglich sein. „Die 24-Stunden-Erreichbarkeit ermöglicht Betroffenen, sich rund um die Uhr bei uns zu melden“, betont Gabriele Plattner. Als Opferschutz- und Kriseneinrichtung kümmert sich das Frauenhaus Tirol um Frauen und Kinder, die von körperlicher, psychischer und/oder sexualisierter Gewalt bedroht oder betroffen sind. Zugleich ist es ein Zufluchtsort für Frauen in Zwangsheirat, Zwangsprostitution und Frauenhandel. Das derzeitige Schutzhaus bietet Platz für 16 Frauen sowie 16 Kinder und Jugendliche und umfasst 15 Tops sowie eine Notaufnahme. Zwei zusätzliche Wohneinheiten sind für Frauen mit Behinderung vorgesehen.
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