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Imst | Politik | 13. Oktober 2020 | Manuel Matt

Mit einer Fülle an Inhalten

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Im Bild: SPÖ-Landesparteivorsitzender Georg Dornauer (M.) mit dem neuen Bezirksparteivorsitzenden Süleyman Kilic (l.), der Josef Perwög, Alexandra Zolitsch und Daniel Schmid zu seinen Stellvertretern zählen darf RS-Foto: Matt
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Imster Sozialdemokraten stellen sich im Bezirk neu auf

Ein sozialdemokratisches „Durchstarten“ wünscht sich der Tiroler SPÖ-Landesparteivorsitzende Georg Dornauer für den Bezirk Imst. Schaffen soll das ein neugewählter Bezirksvorstand, der sich vergangene Woche der Öffentlichkeit vorstellte – und dabei inhaltliche Positionen unterstrich.
Von Manuel Matt

Seit 2014 lenkte Karoline Graswander-Hainz als Bezirksparteivorsitzende die Geschicke der Sozialdemokraten in Imst, von 2015 bis 2019 zusätzlich zu ihrer Funktion als Abgeordnete zum Europäischen Parlament – und ihr gebühre „viel Respekt“, sagt der Landesparteivorsitzende der Tiroler Sozialdemokraten, Georg Dornauer: „Eine glühende Parlamentarierin sowie viele Jahre aktiv und großartig im Bezirk!“

WEIL MAN APPLAUS NICHT ESSEN KANN. Kein Unbekannter ist derweil auch ihr Nachfolger, Süleyman Kilic. Seit 2016 sitzt der 38-Jährige im Gemeinderat von Oetz, kämpfte als Oberländer Spitzenkandidat bei den Nationalratswahlen 2017 und 2019 um Stimmen – und ist nebenbei verheiratet und Vater dreier Kinder. Beruflich ist Süleyman als Angestellter im Lebensmittelhandel tätig und dort auch Betriebsrat. Dementsprechend legt er sein politisches Augenmerk in erster Linie auf Menschen wie ihn – auf essentielle Arbeitnehmer, „hochbeklatschte Systemerhalter“, denen in den ersten Tagen der Corona-Pandemie viel versprochen worden sei. „Außer freiwilligen Zusatzleistungen von einigen Betrieben ist aber nicht viel passiert“, bedauert Kilic und erneuert die SPÖ-Forderung nach dem „Corona-Tausender“ für jene, die trotz Ausnahmesituation weiter ihre Arbeit getan haben. „Weil es eben nicht die Hedgefond-Manager waren, die unser Land am Laufen gehalten haben“, begründet Kilic und bringt auch einen weiteren Vorschlag in Stellung: Die Verkürzung der typischen Vollzeit-Arbeitswoche auf 35 Stunden. Das würde unweigerlich mehr Arbeitsplätze schaffen, wirbt der Bezirksparteivorsitzende und warnt vor einer Verschlimmerung am Arbeitsmarkt in den kommenden Monaten. Schlimm genug sei die Situation ohnehin schon, speziell im Bezirk Imst. Jener weise „eine der höchsten Arbeitslosenraten“ im ganzen Land auf, so Kilic, der sich zudem auch den Kampf für leistbares Wohnen, gegen „Chalet-Wildwuchs“ auf die Fahnen heftet.

FRAUEN, VERKEHR und PENSIONISTEN. So viel zum Bezirksparteivorsitzenden – welche Anliegen aber schmücken die Fahnen seiner Stellvertreter? Bei Alexandra Zolitsch, SPÖ-Gemeinderätin aus Haiming, ist es jedenfalls Frauenpolitik. Sie erinnert an das Auseinanderklaffen der Gehaltsschere zwischen den Geschlechtern, aber auch daran, dass die Krise bei Frauen härter zuschlagen würde: Nicht nur bei Kinderbetreuung und Heimunterricht, sondern auch hinsichtlich drohender Arbeitslosigkeit, so Zolitsch, die ein entsprechendes Arbeitspaket fordert, um dieser Entwicklung entgegenzutreten. Alternativlos sei dies auch in Sachen Klimaschutz, führt Vorstandskollege Daniel Schmid fort. Momentan würde das aber trotz grüner Regierungsbeteiligung „stiefmütterlich“ behandelt werden. „Es fehlt an Geld und Ressourcen“, so der Lokführer bei den Österreichischen Bundesbahnen, der selbst an der Fernpass-Strecke lebt und die B189 „unattraktiver“ machen möchte. „Man sollte über eine Maut nachdenken“, bringt Schmid ins Spiel. Nachdenklich zeigt sich bereits Josef Perwög als Pensionistenverband-Bezirksobmann und komplettierendes  Mitglied im Bezirksparteivorstand – nachdenklich über die hohen Lebenshaltungskosten in Tirol, das beim durchschnittlichen Einkommen zugleich als Österreich-Vorletzter hinterherhinkt, was sich letztlich auch bei den Pensionen niederschlage. Dabei seien dieselben Waren und Dienstleistungen bereits in Bayern deutlich billiger als in Tirol, ärgert sich Perwög und sieht Pensionisten als besonders schwer davon betroffen: Rund die Hälfte rangiere mit ihrer Pension im untersten Segment der Einkommensskala.
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