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Imst | Politik | 11. Oktober 2022 | Mel Burger

Zukunftsstrategie

Zukunftsstrategie<br />
Das angedachte Gebiet für eine Naherholungszone inklusive Landschaftsteich liegt leider in der roten Zone für Muren und Lawinen und soll somit zuerst von Experten begutachtet werden. RS-Foto: Burger
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St. Leonhard im Pitztal Bedarfserfassung Gemeinderatssitzung
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Gemeinderat St. Leonhard sucht neue Wege zur Bedarfserfassung und Einbindung der Einheimischen

Raumordnungsänderungen und Umwidmungen machten eine Gemeinderatssitzung in St. Leonhard notwendig und so trafen sich alle Verantwortlichen, um diese zu beschließen und Infrastrukturpläne zu besprechen. Gab es nach dem Aus für den Zusammenschluss einen kurzen Schockmoment, wird nun nach einer Möglichkeit gesucht, die Einheimischen intensiver zu befragen.
Von Mel Burger

Auch wenn die Ermittlungen über einen angeblichen Wahlbetrug bei der Volksbefragung im Sommer zum Thema Gletscherehe noch immer am Laufen sind, traf sich das Team um Bürgermeister Elmar Haid, um dringende Beschlüsse zu fassen und einen Punkt über zukünftiges Vorgehen zu besprechen. Die Tagesordnung war gegenüber der üblichen Menge an Beschlüssen sehr übersichtlich, als vergangene Woche die erste Gemeinderatssitzung nach der Hiobsbotschaft des vermuteten Betruges abgehalten wurde. War es für Bürgermeister Elmar Haid die Entscheidung der Gemeinde gegen eine derartige Gebietserweiterung, war die Befragung für Vizebürgermeister Philipp Eiter zu übereilt. Nichts desto trotz sind sich alle einig, dass das Gespräch mit jedem in der Gemeinde gesucht werden muss, um Bedarfserhebungen, Wünsche und Anregungen der Einheimischen besser zu erkennen.

ÖFFENTLICH. Elmar Haid bat direkt zu Beginn der Tagesordnung um Ideen, Anregungen und Vorschläge von seinen gesamten Ratsmitgliedern, wie in Zukunft die Bevölkerung besser mit eingebunden werden kann. Sehr schnell waren sich alle einig, dass nach einem neutralen Mediator gesucht werden soll. Haid schlug vor, drei bis vier Gesprächsleiter einzuladen, um sie kennenzulernen und danach zu bestimmen, wer davon vermittelnde Gespräche und Befragungen durchführen soll. Daraus soll wie auch anderen Orts eine Zukunftsstrategie aufgestellt werden, um so alle Bedürfnisse der Einwohner gerecht zu behandeln. „Es geht um die Zukunft von St. Leonhard und deshalb sollten in der ersten Phase nur die Einwohner herangezogen werden, wobei in Weiterem auch der Tourismusverband  befragt werden soll“, empfahl Elmar Haid. Auch sollte seines Ermessens nach der Planungsverband miteinbezogen werden, betreffen Großprojekte nicht nur den Ort St. Leonhard, sondern das ganze Tal.

AUFLAGEN. Philipp Eiter hingegen möchte zuerst ohne die anderen Orte „die eigenen Hausaufgaben“ von St. Leonhard angehen, sieht aber in einem Mediator eine großartige Bereicherung, hat er doch auch genau diese Idee direkt nach der Volksbefragung angestrebt. Eiter war auch der Initiator zweier weiterer Punkte des Abends. Ein Projekt soll die Möglichkeit bieten, Lagerboxen zur Unterbringung für sperriges Gut im Gemeindegebiet zu errichten. Nachdem zuerst zögerlich auf dieses Projekt reagiert wurde, konnte ein Beschluss angeregt durch andere Mitglieder gefasst werden, in dem Vermietungsverträge vorzugsweise an Einheimische ergehen und diese immer nur jährlich abgeschlossen werden können. Eine weitere Idee von Eiter, ein Naherholungsgebiet mit einem Landschaftsteich im Einfahrtsbereich von Mandarfen einzurichten, sorgte für rege Diskussionen.

INFRASTRUKTUR. Das angedachte Grundstück liegt nicht nur in der roten Zone, sondern gehört auch zum Teil einer Privatperson. Alle gemeinsam kamen zum Entschluss, eine Abstimmung zu vertagen, wobei festgelegt wurde, dass Experten von der Wildbachverbauung und Geologen hinzugezogen werden sollen. Nach Beschlüssen über ein weiteres Jahr an Zuschüssen für das Nachttaxi durch die Gemeinde und den TVB, die Anschaffung einer LED Flutlichtanlage für den Fußballverein und den Kindergarten- sowie Krippenbeitrag trotz einer Indexanpassung von fast 10 Prozent nicht zu erhöhen, wurden noch Personalangelegenheiten besprochen. Manch ein Gemeinderat verließ direkt nach dem letzten Beschluss das Gemeindehaus und so kamen keine negativen Gespräche zu der in der Luft liegenden Wahlbetrugsbeschuldigung auf. 
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