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Imst | Sport | 11. Jänner 2022 | Martin Grüneis

Österreich mit starker Teamleistung

Strahlten nach dem Weltcupauftakt im Rennrodeln auf Naturbahnen auf dem Podest um die Wette: Alex Gruber, Thomas Kammerlander und Michael Scheikl (v.l.) RS-Foto: Grüneis
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Kammerlander verhindert den perfekten Weltcupstart für die italienischen Naturbahnrodler, die drei der vier Bewerbe gewinnen

Mehr Spannung konnte man sich zum Start in die neue Weltcupsaison im Rennrodeln auf Naturbahnen nicht wünschen: Die Grantaubahn in Umhausen bot den internationalen Top-Athleten eine mehr als würdige Bühne, auf der sich unglaubliche Hundertstel-Krimis abspielten. Die Naturbahnrodler in rot-weiß-rot waren stark, dominiert wurde der Weltcupauftakt im Ötztal allerdings von den Azzurri.
Von Martin Grüneis

In Umhausen war am vergangenen Wochenende alles angerichtet für ein einmaliges Sportfest. Die 955 Meter lange, technisch anspruchsvolle Strecke präsentierte sich in einem hervorragenden Zustand. Somit hätten sich nicht nur die Athletinnen und Athleten, sondern auch die Organisatoren tosenden Applaus verdient – allerdings fehlten (wie bereits bei der Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr) auch heuer wieder die Zuschauer. Eröffnet wurde die Saison 2022 im Rennrodeln auf Naturbahnen von Valeriia Selkova aus Kasachstan im Damen Einsitzer. Die erste Österreicherin, die sich mit ihrem Rennschlitten das Eis in Umhausen hinunter wagte, war Vanessa Markt aus Sautens. Sie kennt die Grantaubahn natürlich bestens und überzeugte mit zwei soliden Fahrten, die am Ende des Tages für Rang zehn reichten. Weniger erfreulich verlief das erste Weltcupwochenende für Riccarda Ruetz aus Sellrain. Das Nachwuchstalent wollte freilich ihr großes Können unter Beweis stellen, ging dabei aber zu viel Risiko ein und lag schlussendlich auf Position elf. Michelle Diepold (Aflenz Kurort) auf Platz vier und Tina Unterberger (Bad Goisern) als Fünfte komplettierten das gute österreichische Mannschaftsergebnis. Nicht zu schlagen war an diesem Tag Evelin Lanthaler aus Südtirol. Die amtierende Weltmeisterin fuhr in beiden Läufen Bestzeit. Für eine kleine Sensation sorgte unterdessen die amtierende Juniorenweltmeisterin Lisa Walch. Die Tirolerin (Ried im Oberinntal) im deutschen Renndress sicherte sich ihren ersten Podestplatz und verwies Greta Pinggera (ITA), die nach dem ersten Lauf noch auf Platz zwei lag, im Finale auf Rang drei. Im Doppelsitzer-Bewerb siegten ebenfalls die Italiener: Die Weltmeister Patrick Pigneter/Florian Clara feierten mit Bestzeit in beiden Läufen einen souveränen Sieg. Mit einem Rückstand von 0,97 Sekunden folgen die Russen Pavel Porshnev/Ivan Lazarev. Die Tiroler Fabian Achenrainer/Simon Achenrainer (Ried im Oberinntal) lagen nach dem ersten Lauf noch auf Platz zwei, nach einem Patzer in der vorletzten Kehre fehlte den Cousins auf den letzten Metern jedoch die notwendige Geschwindigkeit. Dennoch sicherten die beiden Achenrainer mit dem dritten Rang den ersten Podestplatz für Österreich am ersten Tag des Weltcup-Auftakts im Rennrodeln auf Naturbahnen.

KAMMERLANDER SIEGT AUF SEINER HEIMBAHN. Naturbahnrodler aus Brasilien, Neuseeland, den USA und sogar Japan waren beim Weltcupstart in Umhausen vertreten. Um das Podium im Herren Einsitzer ritterten aber wenig überraschend die österreichischen und italienischen Naturbahnrodler. Die Grantaubahn in Umhausen sollte aber nicht nur für die jungen, sondern auch für die erfahrenen Athleten eine Herausforderung darstellen. So richtig zufrieden wirkten die Favoriten Florian Clara (ITA), Alex Gruber (ITA), Michael Scheikl (AUT), Thomas Kammerlander (AUT) und insbesondere Patrick Pigneter (ITA) jedenfalls nicht nach ihren Läufen. Auch deswegen entwickelte sich wohl ein Herzschlagfinale, in dem Thomas Kammerlander auf seiner Heimbahn den zwischenzeitlich in Führung liegenden Alex Gruber auf Rang zwei verwies. Das Podium wurde durch den amtierenden Gesamtweltcupsieger Michael Scheikl komplettiert. „Es war ein Kampf auf Biegen und Brechen. Ich hab’ mich diesmal vom ersten Training an schwer getan, das richtige Material zu finden. Meine Hausbahn ist derzeit mein ärgster Gegner. Ich hätte mit dem Sieg nicht mehr gerechnet, da der Mittelteil im zweiten Lauf von mir schlecht gefahren war. Ich hatte heute das Glück auf meiner Seite, wäre nach der durchwachsenen Fahrt auch mit Rang zwei zufrieden gewesen. Bis zum nächsten Wochenende werde ich mich aber steigern müssen, denn sonst wird es gegen Alex Gruber und Co. ganz schwer“, so Kammerlander, der diesen Sieg seinem Onkel Johann Kammerlander widmete. Der langjährige Rodelfunktionär des SV Umhausen war im vergangenen Jahr verstorben. Stark präsentierten sich beim Weltcupauftakt in Umhausen auch Florian Markt (Sautens) und Fabian Achenrainer – beide schafften es unter die besten zehn Fahrer (Achenrainer mit Platz fünf und Markt mit Platz neun). Im Anschluss an den Herren Einsitzer folgte der Teambewerb. Dort konnte Thomas Kammerlander abermals mit einer grandiosen Leistung überzeugen und gemeinsam mit seiner Teamkollegin Michelle Diepold Rang zwei für Österreich einfahren. Der Sieg ging an Italien (Evelin Lanthaler/Alex Gruber) und der dritte Platz an das russische Team (Ekaterina Lavrenteva/Aleksandr Egorov). Am Wochenende (15./16. Jänner 2022) geht es mit dem zweiten FIL Weltcup im Rennrodeln auf Naturbahn in Umhausen weiter.
Österreich mit starker Teamleistung
Die Rodelbahn Grantau in Umhausen forderte von den Athletinnen und Athleten höchste Konzentration – sie gehört mit zu den schwersten Bahnen im Weltcup. RS-Foto: Grüneis
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