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Imst | Sport | 17. November 2020 | Albert Unterpirker

„Schon immer auf Sport fokussiert“

„Schon immer auf Sport fokussiert“
Mit dem Sieg bei der Junioren-Weltmeisterschaft im Cross Country feierte die 18-jährige Mona Mitterwallner jüngst den Höhepunkt ihrer noch jungen Mountainbike-Karriere. RS-Foto: Unterpirker
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Mona Mitterwallner – Junioren-Weltmeisterin im Cross Country fährt ihren Weg

Einen goldenen Herbst erlebte Mona Mitterwallner. Die Athletin vom Racing Team Haiming eroberte im Oktober in Saalfelden-Leogang den Junioren-Weltmeistertitel im Cross Country und rüstet sich bereits für die nächsten Aufgaben. Mittlerweile hat die 18-Jährige ein weiteres Ziel verwirklicht – sie ist nun Heeresleistungssportlerin.
Von Albert Unterpirker

Eigentlich hört sich die Geschichte von Mona Mitterwallner unglaublich an. Erst seit rund vier Jahren betreibt die Silzerin das Mountainbiken nachhaltig. Richtig klick hat es gemacht, als sie zusammen mit ihrem Vater im Forchet (Wald bei Haiming, Anm.) geradelt ist – mit einem ganz normalen Mountainbike. „Das hat mit dann so getaugt, ich wollte dann jeden Tag fahren“, erinnert sich Mona zurück. Bald darauf folgten die ersten Probetrainings beim Racing Team Haiming. Schon zu Beginn sei sie bergauf schon „recht flott“ mitgefahren, später trainierte sie mit dem Leiter ihrer Trainingsgruppe, Daniel Zangerle, drei bis vier Mal pro Woche. Obwohl: Von 2016 auf 2017 habe sie gar nicht so sehr drauf hingearbeitet, „als ob ich Rennen fahren will, eigentlich bin ich nur gefahren, weil es mit so gefallen hat“, erzählt Mona. Trotzdem reiste die Familie im März 2017 spontan zu einem Cross Country-Rennen nach Italien. Es war Monas erster richtiger Wettbewerb. Nach kurzzeitiger Führung im Rennen wurde sie schlussendlich Zweite. „Da fehlte mir noch die Erfahrung“, sagt sie. Aber schon damals waren alle total überrascht, welches Mountainbike-Talent in Mona Mitterwallner schlummert.

Energie. Schritt für Schritt arbeitete sich die Silzerin nach oben. In die Junioren-Rennen innerhalb der UCI Junior World Series stieg sie 2019 ein, wurde dann Junioren-Vize-Welt- und Vize-Europameisterin. Heuer also die Krönung mit der WM-Gold-Medaille. Ab dem nächsten Jahr fährt Mona bei Welt- und Europameisterschaften in der U23-Kategorie, aber wenn sie im Weltcup unter den Top fünf gerankt ist, kann sie dort in der Elite mitfahren. Neben Daniel Zangerle wird sie auch von (Personaltrainer) Christoph Rauch betreut – und wenn sie mal nicht weiter weiß, hilft ihr auch Gerhard Auf der Klamm, Obmann vom Racing Team Haiming. Überhaupt ist Mona eine Sport-Liebhaberin. In Silz spielte sie Eishockey, Fußball und Volleyball, auch eine Karriere als Tänzerin stand mal am Plan. „Ich war schon immer auf Sport fokussiert“, lächelt sie, „wollte immer Profi-Sportlerin werden.“ Nachsatz: „Wenn ich was mache, mache ich es ganz.“ Ein echtes Energiebündel ist sie. Wär’s wurscht gewesen, wenn’s bei der WM noch 20 Kilometer weiter gegangen wäre? „Die WM war zach, weil du so viel laufen hast müssen (schlechte Witterung), es war vom Kopf her einfach anstrengend. Aber oft, wenn ich durch das Ziel fahre, habe ich gar nicht so das Gefühl, dass ich extrem müde bin. Manchmal sagen zu mir: ‚He, bist du nicht grad ein Rennen gefahren?’ – richtige Müdigkeit verspüre ich sehr selten.“

Olympia. Die Strecke bei der WM sei cool gewesen, aber die teilweise (extrem) schlechten Wetterverhältnisse (starker Niederschlag) sorgten auf der Piste für eine Schlammschlacht. „Es ist nicht mehr fein, wenn du kaum mehr fahren kannst, weil alles wegen Dreck steht. Das Rad dreht sich wegen dem Dreck nicht mehr oder die Schaltung funktioniert nicht mehr – da hält sich der Spaß in Grenzen.“ Wie war es mit der psychischen Belastung? „Ich war Favoritin, es haben alle den Titel erwartet – ich habe schon einen Haufen Druck verspürt.“ Die Nächsten Ziele für Mona sind jetzt die Olympiade in Tokio (2021), aber eine Teilnahme ist da aus verschiedenen Gründen noch recht unsicher. Die nächste Olympiade wäre 2024 in Paris – das sollte sich dann auf jeden Fall ausgehen. Was sagt eigentlich Mama Angelika zum Werdegang ihrer Tochter? „Ich freu’ mich, dass sie glücklich ist, das ist das Wichtigste!“ Und Mona, gibt’s irgendwas, was Papa sagt, auf was du beim Radfahren achten musst? „Nein“, lacht die 18-Jährige. „Doch“, erwidert der Vater schmunzelnd: „Wenn es dämmert, nicht ohne Licht zu fahren!“
„Schon immer auf Sport fokussiert“
Mona – am Mountainbike gehört ihr die Welt. Foto: Sara Mitterwallner
„Schon immer auf Sport fokussiert“
Mona beim Gewichtheben in ihrem Trainingsraum in Keller. RS-Foto: Unterpirker
„Schon immer auf Sport fokussiert“
Freuen sich über den Weltmeistertitel: Vater Walter, Mona, Schwester Sara und Mutter Angelika. RS-Foto: Unterpirker
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