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Imst | Sport | 25. Oktober 2022 | Friederike Bundschuh

Voller Einsatz für die Weltcup-Piste in Sölden

Voller Einsatz für die Weltcup-Piste in Sölden<br />
Sonntag, 5.45 Uhr: Die Pistenpräparierung ist seit Stunden in vollem Gang. Der „Kraftakt“, die ursprünglich rennfertige Piste innerhalb von kurzer Zeit wiederherzustellen, scheint zu gelingen. Foto: Neurauter
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Weltcup-Opening Sölden Herren-Riesentorlauf
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Trotz samstäglicher Wetterkapriolen faszinierender Herren-Riesentorlauf

Vergangenes Wochenende stand ganz im Zeichen des 25. Weltcup-Openings in Sölden. Seit Wochen wird die Rennstrecke vorbereitet, die Schneekontrolle mit Bravour bestanden, laut Weltskiverband herrschen perfekte Pistenbedingungen. Das Weltcup-Opening kann beginnen – diese Rechnung wurde allerdings ohne den Wirt namens „Wetter“ gemacht, das kräftig dazwischenfunkte.
Von Friederike Bundschuh

Samstag, knapp vor 8 Uhr, Sölden: Es ist früh, frostig und noch ruhig im Tal, die Computer in den Kontrollstellen sind in Betrieb, das geschäftige Treiben fängt langsam an, die Shuttlebusse rollen Richtung Gletscher, gemächlich schlendern VIP-Besucher „dick wetterfest eingepackt“ zur Freizeit Arena. Am Rettenbachferner bietet sich jedoch ein etwas anderes Bild, das Team rund um Pistenchef Isidor Grüner ist seit Stunden im Einsatz. Nach einer Startverschiebung von 10 auf 11 Uhr dann letztendlich die Nachricht: Der Weltcup-Riesentorlauf der Damen muss abgesagt werden, die Piste ist durch den Regen der vergangenen Nacht und den schweren Neuschnee aufgeweicht, die Verhältnisse insgesamt mit dichtem Schneefall und Nebel zu gefährlich. Andre Arnold, Vizepräsident des Organisationskomitees zur RUNDSCHAU: „Es ist Traumwetter hier oben am Gletscher, dichter Schneefall, einfach toll für die Besucherinnen und Besucher der Party, fantastisches Winterwetter. Für die Starterinnen allerdings viel zu gefährlich, schlechte Sicht und die Rennpiste aufgeweicht – das ist nicht zu verantworten.“ Ähnlich auch die Kommentare vom Technikdirektor der FIS Markus Mayr und Frauen-Rennsportleiter Thomas Trinker: „Zu viel Schnee, die Sicht ist schlecht. An rennmäßiges Skifahren ist nicht zu denken.“ Ein herber Rückschlag für die in den Startlöchern stehenden elf ÖSV-Starterinnen rund um Lokalmatadorin Franziska Gritsch.

WIE GINGS WEITER... Enorme Anstrengungen waren notwendig, um eine renngerechte Piste in weniger als 24 Stunden hinzubekommen. Rainer Gstrein, Rennleiter des Weltcup-Wochenendes, am Samstag vormittag zu Medien: „Es wird ein enormer Kraftakt werden. Wir werden jetzt unsere Schneekanonen befüllen, damit wir bei jeder Kanone Wasserschläuche ansetzen können, um im Notfall für morgen mit Wasser und Salz eine rennfertige Piste zu präparieren. Hoffentlich klart es am Nachmittag auf, wie vorhergesagt.“ Die Spannung stieg, das Wetter hatte schließlich ein Einsehen, der starke Schneefall am Gletscher klang ab, im Tal konnten die letzten Vorbereitungen für die Fanparade und die anschließende Startnummernverteilung für den Riesentorlauf der Herren am Sonntag beginnen.

WELTCUPAUFTAKT RIESENTORLAUF DER HERREN. Sonntag, 5.45 Uhr: Marco Neurauter, Bezirkskampfrichter, erreicht den Rettenbachferner. Isi Grüner ist mit seinem Team seit vielen Stunden im Einsatz, die Piste scheint tatsächlich rechtzeitig rennfertig zu werden. Die Sonne geht auf und tatsächlich: Pünktlich um 10 Uhr beginnt der erste Durchgang, zunächst „wackelt“ die Durchführung des zweiten Durchganges, der schlussendlich stattfindet. Hans Knauß kommentiert launig das Welt-Sportereignis, von „eingepackten Hundertsteln“, „schräger Rückenlage“ und vielem mehr ist die Rede. Fazit seines ORF-Kommentator-Kollegen: „Der Knauß kennt sich aus!“ Ein geglücktes Rennen, ORF-Experte Benjamin Raich freute sich über „in Summe großes Skifahren und perfekte Stimmung, die Lust auf ‚mehr‘ macht!“ Der Sieg ging an den Schweizer Skirennläufer Marco Odermatt, der begeistert resümierte: „Die Bedingungen waren super. Toll, was die Pistenarbeiter über Nacht geleistet haben!“ Platz zwei Zan Kranjec (SLO) und Platz drei Henrik Kristoffersen (NOR). Bester Österreicher wurde Marco Schwarz mit Platz 13.

 
Voller Einsatz für die Weltcup-Piste in Sölden<br />
Ende gut, alles Gut: Dank des unermüdlichen Einsatzes von Pistenchef Isi Grüner mit seinem Team und allen, die den „Kraftakt“ laut Rennleiter Rainer Gstrein in Angriff nahmen, konnte der Weltcup-Riesentorlauf der Herren als Saisonauftakt über „die Piste“ gehen. Vizepräsident des Organisationskomitees (OK) Andre Arnold mit OK-Präsident Jack Falkner (v.l.). Fotos: Archiv Bundschuh
Voller Einsatz für die Weltcup-Piste in Sölden<br />
Die Gletscherarena platzte am Sonntag beim Riesentorlauf der Herren in Sölden aus „allen Nähten“. Es herrschte ausgelassene Stimmung, insgesamt ein toller Rahmen für die Athleten, die ins Ziel kommen. Foto: Studenik
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