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Imst | Wirtschaft | 21. Jänner 2020 | Barbara Heiss

Ein neues Jahrzehnt

Ein neues Jahrzehnt
Im Vorfeld des Neujahrsempfangs luden Ulf Schmid, Michael Pfeifer, Elena Bremberger und Josef Huber (v.l.) zum Pressegespräch. RS-Foto: Heiss
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Neujahrsempfang in der Wirtschaftskammer Imst


Den Wirtschaftsstandort Tirol für das neue Jahrzehnt zukunftssicher machen – so lautet der Leitsatz für Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Walser für die nächsten Jahre. Für Bezirksobmann Josef Huber sind es die Themen Verkehr und der Gletscherzusammenschluss Pitztal-Ötztal, die die Tiroler Wirtschaft fordern werden und auch beim vergangenen Neujahrsempfang in der Bezirksstelle Imst heiße Themen waren. Von Barbara Heiss Anhaltende Wirtschaftsdynamik, gute wirtschaftliche Voraussetzungen und eine positive Stimmung: Zufrieden zeigte sich die Wirtschaftskammer beim traditionellen Neujahrsempfang. „Die Wirtschaft ist in ständiger Bewegung“, erklärt Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Walser und lobte gleichzeitig die heimischen Betriebe. Diese haben die Herausforderungen in der Vergangenheit ausgezeichnet bewältigt und so Tirol Platz 30 unter den 281 EU-Regionen beschert. „Dieser Spitzenplatz ist keine Erbpacht und muss alljährlich neu verdient werden“, so Walser.

Weniger Problem- und mehr Lösungsdenken

„In vielen Bereichen wird derzeit versucht, mit einzelnen Ge- und Verboten lenkend einzugreifen“, so Walser und verweist auf die Themen Wohnen und Verkehr, die „innovative Ansätze und mutige Reformen verlangen“. Höchste Priorität habe dabei für die Wirtschaftskammer-Bezirksstelle Imst der Zusammenschluss der beiden Gletscherskigebiete Pitztal-Ötztal. Für Bezirksobmann Josef Huber steht dabei außer Frage, dass „die Notwendigkeit dieser Verbindung für beide Täler in gleichem Ausmaß gegeben ist“.

„Tourismus einzige sinvolle Option“

„Die Vorgenerationen haben eine klare Entscheidung für den Tourismus getroffen. Wir müssen daran arbeiten, dass diese Entscheidung auch von künftigen Generationen mitgetragen wird“, weist Josef Huber auf die schlechte Tourismusgesinnung hin: „Durch Initiativen, wie jenen von Herrn Estermann, dem Alpenverein oder dem WWF ist in unserer Region ein größeres Problem entstanden, als es der Klimawandel je sein wird – es herrscht tiefe Uneinigkeit in der Bevölkerung, eine Spaltung der Gesellschaft hat stattgefunden.“ Auch der Ausbau des Fernpassscheitel- und des Tschirganttunnels sei unerlässlich und die Diskussion darüber mit ein Grund für die schlechte Stimmung im Tourismus und Verkehr. „Die Fernpass-Route ist ein Nadelöhr, das beinahe wöchentlich für massive Verkehrsbehinderungen sorgt, wovon die Oberländer Bewohner, die regionalen Betriebe und die Gäste gleichermaßen betroffen sind“, so Huber. Gerade die diskutierte Maut-Regelung sei nicht zielführend: „Dies würde für die Bezirke Imst, Landeck und Reutte eine massive Benachteiligung bedeuten“, erklärt Fachgruppenobmann Ulf Schmid.

Die Nadel im Heuhaufen?

Es ist ein Problem mit dem die Region schon seit Jahren zu kämpfen hat, denn passende Fachkräfte zu finden, wird immer mehr zum Fluch. „Vor allem im Tourismus kämpft der Bezirk mit fehlenden Saisonkontingenten. Qualifizierte Mitarbeiter sind rar und gerade für die Wintersaison gab und gibt es viel zu wenig Arbeitskräfte. Wir vertrauen auf die neue Regierung, dass der Zugang qualifizierter Kräfte aus Drittstaaten endlich erleichtert wird“, appelliert Huber.

In die Jahre gekommen

Das mittlerweile fast 50 Jahre alte Gebäude, in dem die Bezirksstelle Imst untergebracht ist, soll nun einem Neubau weichen. „Wir haben nun endlich ein Ja aus dem Präsidium erhalten und hoffen Anfang nächsten Jahres, einen gültigen Baubescheid zu haben“, so der Bezirksobmann. Dabei bleiben die Bezirksstellen in Imst und Landeck erhalten. Zudem soll im neuen Gebäude auch Platz für einen Wifi-Campus geschaffen werden.
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