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Imst | Wirtschaft | 19. Oktober 2021 | Agnes Dorn

Ein Öko-Hallenbad, feierlich eröffnet

Ein Öko-Hallenbad, feierlich eröffnet
Architekt Radek Hála, Josef Margreiter, LH-Stvin Ingrid Felipe, ÖVP-Tourismussprecher Mario Gerber und Sternchef René Föger (v.l.) „weihten“ das neue Schwimmbad ein. RS-Foto: Dorn
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Obsteig: Landhotel Stern lud zur Eröffnung seines neuen „Leuchtturmprojekts“

Das Hotel Stern in Obsteig setzt bekanntermaßen in vielen Bereichen auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Auch das neue Hallenbad, das neben den Urlaubern auch Einheimischen Badespaß bieten soll, wurde so konzipiert, dass es wesentlich weniger Belastung für die Umwelt bedeutet. Kürzlich wurde es im Beisein zahlreicher bekannter Personen aus Politik und Wirtschaft feierlich eingeweiht. Das anschließende Essen gab es im ebenfalls neu eröffneten Stadl, das für die jüngsten Besucher Spielespaß hoch zehn verspricht.
Von Agnes Dorn

„Der Durchschnittsösterreicher verbraucht 32 Kilogramm CO2 täglich, ein Gast im Hotel Stern nur ein Drittel. Damit wird der Urlaub in Obsteig zum aktiven Klimaschutz“, freute sich Landeshauptmann-Stellvertreterin Ingrid Felipe über diese positive Klimabilanz des derzeit „einzigen klimaneutralen Hotels Österreichs“. Der tägliche Verbrauch sei heute sogar noch besser, ergänzt indes Hotelchef René Föger, denn er konnte in den vergangenen acht Jahren auf 7,59 Kilogramm reduziert werden. „Wir wollen heute beweisen, dass Leben und Wirtschaften im Einklang mit der Natur funktioniert. Das Hotel Stern ist solch ein Gamechanger“, streut auch der Chef der Lebensraum Tirol Holding, Josef Margreiter, dem Haus am Sonnenplateau Rosen. 

ÖKOLOGISCH. Schon bei der Planung des neuen Öko-Hallenbads versuchte man den hohen Ansprüchen, die das Hotel schon seit vielen Jahren im Gästebetrieb an sich selbst stellt, gerecht zu werden: So plante man das Schwimmbad von vornherein unterirdisch, um weiterem Flächenverbrauch Einhalt zu gebieten, wie René Föger den zahlreich erschienen Gästen erklärte. „Die Idee des unterirdischen Hallenbads kommt aus dem nachhaltigen Ansatz keiner zusätzlichen Flächenversiegelung. Wenn alle anderen Sky-Pools machen, gehen wir unter die Erde. Das Hallenbad sollte neuer Standard für nachhaltige Konzepte und Architektur sein. Wir werden auch in Zukunft den Betrieb des Hallenbads genau dokumentieren und geben auch gern unser Wissen weiter“, will Föger auf keinem „Betriebsgeheimnis“ sitzen bleiben, sondern setzt auf Führungen, Austausch und Wissenstransfer an Mitbewerber, Branche und Institutionen. Im Rahmen des Hallenbadbaus wurde die komplette Haustechnik erneuert. Rund ein Viertel der Energie wird nun durch  Wärmerückgewinnung, die neue PV-Anlage und die neue thermische Solaranlage selbst produziert. 

SPARBETRIEB. Durch die ausgeklügelte Technik sei nun kein höherer Energieverbrauch als vor dem Umbau nötig und auch bei den Baumaterialien habe man größten Wert auf recycelte, ökologisch höherwertige, regionale und plastikfreie Produkte gelegt sowie bewusst beispielsweise auf zusätzliche Schichten an Wänden und Boden verzichtet, betont man beim Stern. Das Wasser benötigt durch gezielte Wasseraufbereitung weniger Chlor und die Begrünung am Schwimmbaddach erfolgte nach einem Konzept einer Fachhochschule. Zugleich mit dem Hallenbad wurde auch der alte Stadl feierlich eröffnet, der nun als Heuspielplatz nicht nur Kinderherzen höher schlagen lässt. Als „großer Spielplatz unter Dach, aber doch mit viel Naturmaterialien wie im Freien“ fügt sich auch dieser neu adaptierte Raum in das Gesamtkonzept des Hauses ein und trägt zudem zur bewusst gestalteten Markenbildung des Sterns bei, das mit seinem Slogan „I schaug auf di. Du schaugsch auf mi“ immer stärker auf Nachhaltigkeit als Alleinstellungsmerkmal im Tourismusdschungel setzt. 
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