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Imst | Wirtschaft | 6. Juli 2021 | Mel Burger

Engagement, Ideen und Neuheiten

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Hochzeiger-Geschäftsführer Thomas Fleischhacker zeigt ein amüsantes Gadget der Bergbahnen vor – einen Ticketautomaten, der vor dem Hauptgebäude in einer Gondel installiert wurde. RS-Foto: Burger
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Hochzeiger Bergbahnen: Mit Zusammenhalt und Zukunftsvisionen gegen die Pandemie

Angesichts der schlechten Wirtschaftslage durch die Corona-Pandemie versuchten die Hochzeiger Bergbahnen, durch komprimierte und effiziente Kurzarbeit ihren Personalstamm zu unterstützen und durch die schwere Zeit zu bringen. Trotz Einbußen schaut man nun positiv in die Zukunft und baut Kooperationen weiter aus, verbessert den Betrieb durch neue Projekte und erweitert vorhandene Freizeitmöglichkeiten, während die niedrigen Inzidenzen auf einen guten Sommer hoffen lassen.
Von Mel Burger

Pandemie und ein Minus von fast 90 Prozent hinsichtlich der Gästezahlen lassen die Hochzeiger Bergbahnen nicht leiser werden. Ganz im Gegenteil, will das Pitztaler Skigebiet doch nun endlich den Trott der Kurzarbeit abstreifen und voller Motivation in den Sommer 2021 starten. Ganz vorne voran ist da natürlich Geschäftsführer Thomas Fleischhacker, der von den Neuerungen und Aktionen rund um Berg, Bahn und Menschen berichtet. 

NEUE BAHN. Sicher am aktuellsten und präsentesten sind die Baumaßnahmen zur nagelneuen Achtersesselliftbahn „Hochzeiger 2.5“ aus dem Hause Doppelmayr. Wurde im vergangenem Jahr damit begonnen, so musste heuer im Frühjahr die eigentlich gewünschte gute Schneelage abgewartet werden, um wieder im Zeitplan weiter zu kommen. Die Bahn wird die 32 Jahre alte Rotmoosbahn ersetzen und verläuft nur leicht versetzt, wobei die auf 2488 Meter errichtete Bergstation neben dem traumhaften Panoramablick auch viel Reizvolles in baulicher Hinsicht verspricht. 

NACHHALTIG. Besonders ist die Holzbauweise beim Hauptgebäude und den Hallen, wobei bewusst auf die übliche (und auch günstigere) Bauweise mit Stahl verzichtet wurde. Ein Anliegen beim Bau dieser Rarität ist übrigens, dass nicht nur regionale Firmen (etwa die HTB), sondern eben auch heimische Arbeitskräfte im Einsatz sind. Kommende Woche startet dann bereits die Firma Doppelmayr mit den ersten Arbeiten an der neun Hochgeschwindigkeit-Sesselliftbahn samt Abdeckhauben und Sitzheizung, wobei im Moment davon ausgegangen werden kann, dass der Inbetriebnahme im Herbst nichts mehr im Weg stehen dürfte. Neben der zeitlichen Anpassung an die aktuellen technischen Standards wollen die Bergbahnen damit auch einen weiteren Anziehungspunkt schaffen. Neben dieser Erneuerung lebt die Freude hinsichtlich der bereits begonnenen Sommersaison. Zusätzlich zu den bekannten Aktivitäten – wie dem Zirbenpark, der Downhillcart-Strecke oder dem Abenteuerspielplatz – wird eine neue Bike-Trailstrecke mit Juli von der Mittelstation starten, die familiengerecht sein wird und über die Flächen von der Substanzagrar, aber auch private Gründe führt. 

ANGEBOTE. Der Trend und Wunsch zu einem vielfältigeren Aktivitätsprogramm seitens der Gäste ist auch am Hochzeiger spürbar – und wird Rechnung getragen, mit Ausbau des Angebots für den Winter- und Sommertourismus, um so zusätzliche Gästeschichten zu erreichen. „Als Tal haben alle eine Chance“, spielt Fleischhacker auf viele Kooperationsprodukte zwischen Hochzeiger und der Gletscherbahn, aber auch dem Pitztaler Tourismusverband an. Neben Aktionspaketen für Liftkarten über das Tal verteilt, kann der Gast auch Angebote der Sommerkarte mit den Hochzeigerbahnen verbinden. Wichtig sei es, so Fleischhacker, eine abwechslungsreiche Produktvielfalt anzubieten, um den Gast für sich zu gewinnen. Die vor drei Jahren geschlossene Kooperation mit dem Augsburger Fußballverein läuft übrigens bald aus, wird aber laut dem engagierten Geschäftsführer sicher verlängert werden.

ZUKUNFT. Noch immer nicht vergessen bleiben derweil die harten Zeiten, die mit Beginn der Pandemie angebrochen sind. Trotz des schmerzhaften Rückgangs der Gäste verfügen die Hochzeiger Bergbahnen laut Bilanz mit Stand 31. Oktober 2020 (also mitten im Corona-Jahr) noch über etwa 600.000 Euro an Gewinnrücklagen, wobei noch nicht alle Förderungen und Subventionen eingelangt sind. Ohne einen unseriösen Blick oder gar eine hellseherische Vorhersage für den kommenden Winter zu treffen, ist jedoch damit zur rechnen, dass es erneute Corona-Auflagen (oder Schlimmeres) geben könnte. Am Hochzeiger setzt man so auf positives Denken und gute Vorbereitung, um zuerst den Sommer zu stemmen und anschließend in den Winter zu starten. Das lässt sich auch in Zahlen ausdrücken, wurden doch beispielsweise in einer eigens eingerichteten Impfstraße fast 85 Prozent aller Mitarbeiter bereits geimpft. Auch Projekte wie der erst kürzlich getätigte Kauf des Sportareals Schultes mit erfahrenem und bestens eingespieltem Personal, aber auch das Langzeitprojekt hinsichtlich einer Zubringerbahn für den Hochzeiger werden weiter verfolgt – und sollen die Zukunft sichern. Der Kauf des renommierten Sportgeschäfts gegenüber der Bergbahnen war natürlich nicht nur ein strategisch bedeutender Schritt, sondern bietet weitere Möglichkeiten, das Angebot für den Gast noch großflächiger auszuweiten. Mit einem leisen Schmunzeln erklärt Fleischhacker abschließend, dass er sehr froh sei über das gute Personal des Geschäfts: Da die Modebranche für ihn ein noch unbekanntes und gänzlich anderes Gebiet sei, aber sehr interessante neue Aspekte aufzeigen würde.
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