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Imst | Wirtschaft | 27. August 2019 | Gebi G. Schnöll

Knaus nimmt „Alpin 2“ in Sölden ins Visier

Knaus nimmt „Alpin 2“ in Sölden ins Visier
80 Bäume wurden gefällt, damit die Einflugschneise die EU-Anforderungen erfüllen kann. „Alles legal“, sagt Bezirkshauptmann Raimund Waldner. Foto: Privat
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80 Bäume mussten geschlägert werden, damit der Rettungshubschrauber weiterhin starten und landen kann


Der Helikopterunternehmer Roy Knaus befindet sich mit dem ÖAMTC im Clinch. Es geht um den in Sölden stationierten Hubschrauber „Alpin 2“ der ÖAMTC-Flotte. Knaus hat die Austro Control eingeschaltet, weil am Heliport in Sölden das Flugprofil, das notwendig ist, um in der höchsten Flugleistungsklasse 1 im Rettungsflug operieren zu können, nicht erfüllt wird. Damit der „Alpin 2“-Rettungshelikopter weiterhin starten und landen darf, fanden in den vergangenen Tagen in der Nähe des Heliports massive Holzschlägerungsarbeiten statt, alleine in einem Biotop sollen 40 Bäume gefällt worden sein.


Von Gebi G. Schnöll


Roy Knaus, der Betreiber der „Martin“-Rettungshubschrauberflotte, hat wegen der Stationierung des ÖAMTC-Rettungshelikopters „Alpin 2“ im Gewerbegebiet Sölden Recherchen angestellt und dabei herausgefunden, dass das Flugprofil nicht passt. „Zweimotorige Rettungshubschrauber können am Heliport in Sölden nicht in Kategorie-A-Startverfahren betrieben werden. Das hängt mit einer seit 1995 bekannten Regelung zusammen, die 2014 zu einer EU-Verordnung wurde. Mit dem Flughandbuch wird genau geregelt, wie ein Helikopter zu starten und zu landen hat. Die im Flughandbuch angeführten Voraussetzungen können am ÖAMTC-Stützpunkt Sölden nicht erfüllt werden“, erklärt Knaus, der unter anderem auch Rettungshubschrauber-Stützpunkte in Karres und Längenfeld betreibt.



Keine illegalen Holzschlägerungen

Roy Knaus übermittelte vergangene Woche der RUNDSCHAU einige Fotos von massiven Baumschlägerungen im Bereich des Heliports Sölden. Insgesamt 80 Bäume sollen gefällt worden sein, davon 40 in einem Biotop. Die „Austro Control“, die für den sicheren und wirtschaftlichen Ablauf des Flugverkehrs im österreichischen Luftraum verantwortlich ist, soll auf die Beschwerde von Roy Knaus reagiert und die Holzschlägerungen angeregt haben, damit künftig das Flugprofil für den  „Alpin 2“-Rettungshubschrauber „flugtauglich“ ist. Der Imster Bezirkshauptmann Raimund Waldner sagt, dass es sich um von der Bezirksforstinspektion genehmigte Holzschlägerungen handelt. „Es wurden Bäume gefällt, die mehr als drei Meter hoch waren. Die im Biotop liegen gebliebenen Äste und Baumwipfel müssen händisch entfernt werden. Darauf achten wir genau. Es hat jedenfalls keine illegalen Holzschlägerungen gegeben!“

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