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Imst | Wirtschaft | 7. Dezember 2021 | Barbara Heiss

Vielversprechende Chance für Imster Innenstadt

Vielversprechende Chance für Imster Innenstadt
Der straßenseitige Gebäudeteil öffnet sich rückseitig hin zu einem großzügigen Innenhof, den Architekt Severin Hamberger vom „Renderwerk“ bewusst als innerstädtischen Aufenthalts- und Begegnungsbereich mit vielen Grünelementen anlegt. Visualisierung: Renderwerk/Severin Hamberger
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Revitalisierungsprojekt der Strobl Group am Decorona Quartier nimmt weiter Formen an

Schon lange erhitzt die Imster Innenstadt die heimischen Gemüter: Schwindende Geschäfte und Lokale, eine trostlose Kramergasse, kein klassisches Lebensmittelgeschäft in der Innenstadt. Nun scheint Schwung in die Situation zu kommen: Die Strobl Group plant als Bauträger ein weitreichendes Revitalisierungsprojekt, beginnend mit dem Neubau des Decorona Quartiers – das mit einem Investitionsvolumen von rund 20 Millionen Euro veranschlagt wird – sowie dem erklärten Ziel eine „fundamentale Trendumkehr“ in der Kramergasse zu ermöglichen.
Von Barbara Heiss

Er habe nicht gedacht, dass es so schwierig wird und es massiv unterschätzt – gemeint ist damit die von vielen geforderte Trendumkehr in der Imster Innenstadt, wie Imsts Bürgermeister Stefan Weirather bestätigt. „Es ist ein langer Prozess und es braucht Willige, die mitmachen. Eine Gemeinde kann die Rahmenbedingungen für das Aufleben einer Innenstadt schaffen, braucht aber auch Partner, die konkrete Projekte schaffen, damit das auch gelingt“, so der Stadtchef. Gemeinsam mit der Imster Strobl Group sei nun endlich ein Projekt gefunden worden, das „einen guten Anlass bietet, damit der jahrelange Niedergang der Kramergasse aufgehalten werden kann“, so der Grundtenor der Projektbeteiligten. Insgesamt umfasst das geplante Projekt im Wesentlichen zwei Elemente mit rund 4500 Quadratmetern: Das Decorona-Haus sowie die dazugehörige große Einzelhandelsfläche. In dieser war bis zur Schließung im vergangenen Jahr das Lebensmittelgeschäft der Firma MPreis beheimatet. „Wir wissen, dass vor allem das Fehlen eines Supermarkts für Unmut in der Bevölkerung sorgt“, so Weirather. Deshalb wolle man dies auch wieder – „zwar kleiner als zuvor“ – im neuen Gebäudekomplex integrieren, erklärt Michael Stobl. Auch der neben dem Decorona-Areal befindlich „Lebensmittelpunkt“ möchte sich dabei zukünftig mehr in Richtung Lebensmittelgeschäft orientieren. 

„EIN LEUCHTTURMPROJEKT“. Vor rund einem Jahr habe man begonnen, das Projekt in der Kramergasse genauer ins Auge zu fassen. Nach intensiven Gesprächen stellte man das Vorhaben nun dem Stadt- und Gemeinderat vor, die „durchaus positiv auf die Pläne reagiert haben“, so der Bürgermeister. Mehreren raumplanerischen und baulichen Anliegen soll das neue Ensemble gerecht werden: Dabei wird die ursprüngliche Charakteristik der Kramergasse-Vorderansicht mit den einst typischen Satteldächern aufgegriffen. Zudem ist auf der Rückseite des Gebäudes ein innerstädtischer Aufenthalts- und Begegnungsort mit vielen Grünflächen geplant, wie Architekt Severin Hamberger verdeutlicht. In Richtung Mühlenweg und Schinderbach wird das Projekt durch einen quaderförmigen Gebäudekörper samt lichtdurchfluteten Räumen für moderne Büro-, Gastronomie- und Wohnflächen abgeschlossen. Zudem ist eine ausreichende Anzahl von Auto-Abstellplätzen, eventuell auch in Form einer öffentlichen Tiefgarage, von bis zu 170 Parkplätzen geplant. „Für uns bedeutet das Decorona-Quartier weit mehr als nur ein Bauvorhaben. Die Imsterinnen und Imster sollen irgendwann wieder stolz auf ihre Innenstadt sein und hier gerne Zeit verbringen“, so Strobl. Der Präsentation folgen muss nun ein Beschluss der Stadt Imst über einen neuen Bebauungsplan. „Bis dahin haben wir die Liegenschaft von der Leasing Unterland GmbH zwar noch nicht übernommen, aber bereits gesichert. Die Vorprojektierung wird noch rund ein Jahr Zeit in Anspruch nehmen. Baubeginn ist für 2023 mit einer Bauzeit von rund eineinhalb Jahren geplant“, erklärt der Strobl Group-Geschäftsführer. Mit dem Neubau des Decorona-Areals soll die Trendumkehr in der Imster Innenstadt aber noch nicht abgeschlossen sein: Wie auch das Strobl Group-Projekt in der Imster Pfarrgasse, das künftig als Wohn- und Geschäftshaus genutzt wird, oder das bereits vor sechs Jahren geschaffene Areal beim Imster Sonnenparkplatz, soll auch die Sanierung des Würtenberger-Areals ein nachfolgendes Projekt werden.
Vielversprechende Chance für Imster Innenstadt
Bürgermeister Stefan Weirather und Michael Strobl (v.l.) von der Strobl Group stellten in der vergangenen Woche erste konkrete Pläne für den Neubau des Decorona-Areals vor. RS-Fotos: Heiss
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