In Zirl heulen die Motorsägen auf

Informierten über die Baumschlägerungen: V.l. Alexander Spechtenhauser, David Grißmann, Michael Neuner und Bürgermeister Thomas Öfner. RS-Foto: Schnöll

Etwa 30 instabile Bäume müssen vom Kinderspielplatz im „Äuele“ entfernt werden

In Zirl werden voraussichtlich noch diese Woche am Spielplatz im „Äuele“ die Motorsägen angeworfen. Etwa 30 schadhafte Föhren müssen aus Sicherheitsgründen geschlägert werden. „Uns ist die Sicherheit  der Kinder und Begleitpersonen ein Anliegen“, erklärte Bürgermeister Thomas Öfner am Freitag bei einem Lokalaugenschein. 

„Bäume zu fällen ist zur heutigen Zeit fast ein No-Go. Der Lokalaugenschein mit der Presse dient dazu, die Holzschlägerungen am Kinderspielplatz über die Medien publik zu machen. Die Zirler Bürger sollen wissen, warum hier am Kinderspielplatz 30 Bäume geschlägert werden müssen. Es geht uns um die Sicherheit, die vom Gesetz her für die Besucher unbedingt gegeben sein muss. Hier gibt es etliche Bäume, die nicht mehr erhalten werden können und deshalb entfernt werden müssen“, brachte es Marktgemeindechef Thomas Öfner eingangs des Lokalaugenscheins auf den Punkt. Mit dabei waren auch David Grißmann, der in Zirl unter anderem auch für die Infrastruktur zuständig ist, Bauhof-Vorarbeiter Martin Neuner und der zertifizierte  Baumkontrolleur Alexander Spechtenhauser. Letzter erläuterte, dass jeder Grundbesitzer, und das betrifft auch die Marktgemeinde Zirl, laut bürgerlichem Gesetzbuch verpflichtet ist, für die Verkehrssicherheit auf seinem Grundstück Sorge zu tragen. „Wenn ich als Sachverständiger einen Baum beurteile, lege ich zu 51 Prozent das Augenmerk auf die Sicherheit und zu 49 Prozent auf die Möglichkeiten zur Erhaltung des Baumes“, so Spechtenhauser. 

BAUMSPENDEN ERBETEN. David Grißmann berichtete, dass auch im Bereich des Kinderspielplatzes am Kalvarienberg zwei von Stammfäule betroffene  Föhren beseitigt werden mussten. Bei zwei weiteren Bäumen sei man noch unschlüssig, ob sie erhalten oder gefällt werden sollen. Grißmann und Spechtenhauser weisen auch darauf hin, dass etliche der nun zur Schlägerung ausgewiesenen Föhren von ektoparasitischen Misteln befallen sind, die den Wurzeln und dem Baum das ganze Jahr über das Wasser entziehen. Spechtenhauser empfielt dazu: „Eine Baumpflege sollte man nur von einer professionellen Firma durchführen lassen. Nur so kann mit einer Baumpflege Nachhaltigkeit geschaffen werden!“ Im Bereich des Kinderspielplatzes „Äuele“, der in den nächsten Tagen gesperrt sein wird, wurden bereits einige Jungbäume gepflanzt. „Wir werden natürlich noch mehr kleine Bäume pflanzen.Wenn jemand einen kleinen Baum spendieren will, wäre das eine nette Geste“, sagt Bürgermeister Thomas Öfner. Der Kostenpunkt liegt bei rund 100 Euro. 

Vom Föhrenwald am Kinderspielplatz geht Gefahr aus, etwa 30 Bäume müssen entfernt werden. RS-Foto: Schnöll