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Landeck | Chronik | 8. Oktober 2019 | Bogdan Dujic

7.640 Euro für einen guten Zweck

7.640 Euro für einen guten Zweck
Freuten sich zusammen über den tollen Erfolg der Ausstellung: Markus und Martina Öttl sowie Hans Kreuzer. RS-Foto: Unterpirker
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Ausstellung von Markus Öttl voller Erfolg – Martina Öttl zurück in Österreich


 

Es sollte schlussendlich eine Ausstellung ein, die ihresgleichen sucht. Denn 20 Bilder stellte Markus Öttl in der Rathausgalerie aus, 15 davon wurden verkauft. Alles für einen guten Zweck versteht sich, nämlich einerseits für ein Sozialprojekt in Peru, andererseits für den in Zams gegründeten Verein Ärzte in Ifakara.

 

Von Albert Unterpirker

 

Die Freude ob der großen Spendenbereitschaft steht Markus Öttl ins Gesicht geschrieben. 20 Bilder stellte er in der Rathausgalerie aus, 19 davon waren zum Verkauf bestimmt. „15 sind verkauft worden, plus zwei, die gar nicht ausgestellt waren“, strahlt der Künstler. Eingenommen wurde ein Gesamtbetrag von 7.640 Euro. „Davon gehen jeweils 3.000 Euro an die Sozialprojekte in Moro (für das dortige Modeprojekt zeichnet seine Tochter Martina verantwortlich, die RUNDSCHAU hat berichtet), andererseits an den Verein Ärzte in Ifakara. (Der Restbetrag wurde für Rahmen, Material, Farben etc. verwendet.) „Mich freut es natürlich narrisch, dass man mit dem Geld nun solche Projekte vor Ort unterstützen kann – das ist wichtig!“ Beim RUNDSCHAU-Besuch in Zams war auch Martina Öttl zugegen, die im August ihre eineinhalbjährige Reise durch Südamerika und Spanien beendet hat. In Peru arbeitete sie ein halbes Jahr an ihrem sozialen Modeprojekt, das sie nun in Wien fortsetzt. „In Wien produzieren wir mit heimischen Materialien eine limitierte Stückzahl für den Verkauf“, so die 30-Jährige. Im nächsten Frühjahr will sie in Tirol und Wien einen Vortrag und eine Ausstellung zu ihrer Arbeit halten. „Die Kollektion wird in Wien verkauft werden, den gesamten Erlös meiner Verkäufe möchte ich neben einem symbolischen Betrag für ein Umweltschutzprojekt an Kinder-, Jugend- und Frauenförderungsorganisationen in Peru spenden.“ Öttl möchte mit ihrem Modeprojekt „so viele Menschen wie möglich erreichen, um auf die massiven Probleme durch die Erzeugung von unserer Bekleidung aufmerksam zu machen – und Gegenvorschläge aufzuzeigen!“ Es fehle ihr weltweit noch das Bewusstsein, „dass jede Kaufentscheidung, die wir treffen, zum großen Teil auch eine politische wie ethische Komponente beinhaltet. Ich spreche hier vom Konsum in jeder Form. Mit jedem einzelnen Kauf, egal, um was es sich handelt, unterstütze ich diese Faktoren und die damit verbundene Entwicklung unserer Gesellschaft entscheidend in eine bestimmte Richtung. Europa stellt einen großen Hoffnungsträger dar, um die mächtige sowie höchst umweltbelastende Textilindustrie in eine vertretbare Richtung zu treiben. Es ist natürlich ein langer Prozess – aber die existierenden Ansätze sind gut und gehören unterstützt.“

 

GROSSARTIG. Ein Hauptaugenmerk werde zukünftig darauf liegen, der konventionellen Textil-industrie sowohl privat als auch beruflich „mit voller Kraft“ entgegenzusteuern, um eine faire und nachhaltige Produktion von Kleidungsstücken zu ermöglichen. Öttl: „Für die Regeneration unserer Umwelt ist das fundamental!“ Auf ihrer Reise und bei der Arbeit an ihrem Projekt ist ihr klar geworden: „Wir können polarisieren, aktivieren und dynamisieren, wenn wir für etwas brennen und an Veränderung glauben, und jeder kann in seinem Bereich einen kleinen Beitrag leisten – davon bin ich absolut überzeugt!“ Nachsatz: „Ein Ausruhen, basierend auf Ausreden und dem Abschieben von Verantwortung, ist aus meiner Sicht nicht mehr zeitgemäß und angebracht, denn neben der Industrie tragen auch wir Konsumenten – verhältnismäßig gesehen – einen gewissen Anteil am großen Ganzen.“ Anteil am Ganzen haben ebenfalls die vielen vorbildhaften Spender, die ihr Projekt unterstützt haben. „Ich möchte mich auch an dieser Stelle aus tiefstem Herzen bei allen Menschen bedanken, die mich auf meinem Weg bis hierhin begleitet haben. Ohne diese großartige Unterstützung wäre mein Projekt in dieser Form nicht umsetzbar gewesen – danke vielmals für dieses große Vertrauen!“ PS: Der Termin für die Ausstellung im Frühjahr wird, sobald er fixiert ist, bekannt gegeben. Apropos: Anwesend war an diesem Abend ebenfalls Hans Kreuzer, Kassier vom Verein Ärzte für Ifakara: „Es mangelt in der dritten Welt hinten und vorne, deshalb ist die Spende von Markus unglaublich wertvoll – und für uns Gold wert!“
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