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Landeck | Chronik | 27. April 2020 | Daniel Haueis

Stufenweise

Stufenweise
Der reguläre Betrieb im Krankenhaus Zams wird schrittweise wieder hochgefahren. Damit einher geht die Neuorganisation der Ambulanzen, die Termine ab sofort ausschließlich nach telefonischer Vereinbarung vergeben. RS-Foto: Archiv
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Krankenhaus St. Vinzenz führt Normalbetrieb wieder ein

Das Krankenhaus St. Vinzenz in Zams stellt wieder langsam um. Die verpflichtende Terminvereinbarung ist ein wichtiger Punkt auf dem Weg zurück zum Normalbetrieb.
Von Daniel Haueis

„Der ,Corona-Betrieb‘ läuft. Auch hinsichtlich der Schutzausrüstung haben wird derzeit kein Problem. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind nach wie vor sehr motiviert und mit großem Einsatz bei der Arbeit“, fasst Dipl.-KH-Bw. Bernhard Guggenbichler, Geschäftsführer des Krankenhauses St. Vinzenz in Zams, zusammen. Akute Operationen und Chemotherapie wurden in „St. Vinzenz“ jederzeit durchgeführt, wobei etliche Maßnahmen getroffen wurden, um ein Infektionsrisiko für diese Patienten bestmöglich zu minimieren. Es wurde z. B. die onkologische Tagesklinik in den Bereich der geschlossenen psychiatrischen Tagesklinik verlegt, um onkologische Patienten von Covid-Patienten möglichst fernzuhalten. Einige Patienten haben aber eine Operation oder Therapie von sich aus verschoben, da sie sich nicht dem geringsten Infektionsrisiko aussetzen wollten, berichtet Bernhard Guggenbicher. Der Corona-Sonderbetrieb wird in „Zams“ nun aber wie in ganz Tirol stufenweise in einen Normalbetrieb übergeführt.

BESCHWERDEN ERNST NEHMEN. „Die Verschiebungen bzw. das Aussetzen von nicht akuten Untersuchungen und Behandlungen waren unerlässlich. Wir können und wollen nun wieder eine allgemeine medizinische Versorgung sicherstellen. Allerdings erfordert dies, einige Abläufe und Prozesse neu zu organisieren, gerade im Ambulanzbereich“, erklärt der Ärztliche Direktor Univ.-Prof. Primar Dr. Ewald Wöll. Im Krankenhaus Zams geht auch die Neuorganisation der Ambulanzen damit einher: Termine sind ab sofort ausschließlich nach vorheriger telefonischer Vereinbarung möglich. Dicht besetzte Wartebereiche sollen dadurch ausgeschlossen und das Infektionsrisiko minimiert werden. Notfälle finden natürlich weiterhin unangemeldet Aufnahme. Das Risiko einer Ansteckung durch medizinisches Personal bewerten die Verantwortlichen als äußerst gering. Aus Furcht vor einer Erkrankung den Krankenhaus-Besuch zu vermeiden, sei nicht ratsam. „Sämtliche Covid-Behandlungsstationen sind strikt von den übrigen Spitalsbereichen isoliert. Wir rufen die Bevölkerung dazu auf, etwaige Beschwerden ernst zu nehmen und sich damit an ihre Vertrauensärzte oder mit bereits bestehenden Überweisungen an uns zu wenden. Wir empfehlen, ambulante Routine- und Planuntersuchungen nicht länger aufzuschieben“, so Wöll. Die Krankenhausleitung hat sämtliche niedergelassenen Mediziner in den Bezirken Landeck und Imst über die Neuorganisation informiert. An die Zuweiser erging auch die Bitte, gleich direkt aus den Ordinationen die entsprechenden Anmeldungen für ihre Patienten vorzunehmen. Patienten können unter Tel. 05442/600-0 einen Termin für eine Untersuchung in einer Krankenhausambulanz vereinbaren.

ZENTRALER ZUTRITT, BEGLEITUNG NUR BEI KINDERN UND GEBRECHLICHEN. Der Zutritt zum Krankenhaus kann nur über den Haupteingang beim Portier erfolgen. Außerdem ist im Ambulanzbereich eine Nasen-Mund-Schutzmaske zu tragen. Ausgenommen von der Terminregelung sind Notfälle, welche über die zentrale Notaufnahme erfolgen. Eine Begleitperson im Rahmen von Ambulanzbesuchen ist nur bei Kindern sowie Menschen mit Behinderung und Gebrechen erlaubt.


Lob der Hausärzte
Geschäftsführer Bernhard Guggenbichler wie auch Ärztlicher Direktor Ewald Wöll heben hervor, wie entscheidend die gute Zusammenarbeit mit den Hausärzten bei der Eindämmung der Covid-19-Epidemie war: „Die aktuellen Zahlen zeigen nicht zuletzt dank des großen Engagements der niedergelassenen Mediziner in die richtige Richtung. Viele leisten schier Übermenschliches und unterstützen das Krankenhaus dabei, Betten für Notfälle verfügbar zu halten.“
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