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Landeck | Kultur | 29. März 2021 | Daniel Haueis

„Das vergessene Paradies“

„Das vergessene Paradies“<br />
Simone Krissmer Foto: Gabriel Krissmer

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Simone Krissmers zweites Buch ist erschienen

Simone Krissmer aus Landeck hat ihr zweites Buch herausgebracht: „Das vergessene Paradies“.
Von Daniel Haueis

Nach „Vater unser im Himmel –Wo bist du?“ (ISBN 978-3903321397) ist nun ebenfalls im Verlag Innsalz „Das vergessene Paradies“ erschienen (ISBN 978-3-903321-51-9, 16,90 Euro, erhältlich u.a. in der Buchhandlung Jöchler in Landeck). „Bei meinem ersten Buch habe ich die Möglichkeit in Erwägung gezogen, das Leben und das Erlebte aus einem anderen Fokus zu betrachten. Der Versuch, die Ursache unserer Probleme im Alltag und im zwischenmenschlichen Bereich in uns selbst zu suchen, oder zumindest die Möglichkeit zu erwägen, dass unser ‚so Sein‘ Anteil am Erlebten hat, ist auch für mich eine tägliche Herausforderung. Ich selbst zerbreche nur allzu oft an dieser Aufgabe, zumal mich Frustration, Ärger, Wut und Unverständnis immer wieder fest im Griff halten“, sagt Krissmer. Wenn aber Wut und Ärger verraucht sind, kann man tiefer schauen und dann löst sich das scheinbare Problem von selbst. „Streitereien sind Missverständnisse, die wir durch die Weigerung etwas anders betrachten zu wollen, aufrecht erhalten. Dadurch vergiften wir unsere Beziehungen und machen uns selbst das Leben schwer“, sagt die Landeckerin, der es ein Anliegen ist, ihre Erlebnisse mit Menschen zu teilen, die sich vielleicht im selben Dilemma befinden und keinen Ausweg finden. Das Alter macht’s anscheinend nicht besser: „Je älter wir werden, desto mehr hindern uns Erlebnisse und Erfahrungen daran, neutral auf eine Situation zwischen uns und unseren Eltern, Kindern oder Freunden zu schauen. Wir nehmen alles ‚persönlich‘ und erschaffen so unser eigenes Leid. Es ist eine Herausforderung, aus diesem Rad der Selbstverurteilung auszusteigen – man muss es sozusagen ‚lernen‘, denn dies wird uns als Kinder leider nicht beigebracht.“ Es sei ein komplexer Wirrwarr, der die Erde in Chaos und Bevormundung stürzt. Der Ursprung liege in uns selbst und nur jeder einzelne könne etwas daran ändern, indem er sich selbst erkennt. „Selbstverantwortlich leben und die Konsequenzen zu tragen wird die zukünftige Herausforderung sein, um friedlich miteinander leben zu können. Die Suche nach ‚Schuldigen‘ muss umgehend aufhören, damit sich die Spaltung in der Gesellschaft wieder schließen kann. Dies gelingt nur, wenn sich jeder um seinen eigenen Anteil am Geschehen kümmert, wenn jeder sozusagen ‚vor seiner eigenen Türe kehrt‘“, erklärt Simone Krissmer. Gibt’s ein drittes Werk? „Geplant habe ich nichts, was nicht ausschließt, dass ein weiteres Buch vielleicht irgendwann entsteht. Alles ist möglich, zumal ich nicht einmal wusste, dass ich überhaupt irgendwann ein Buch schreiben würde. Keines meiner zwei Bücher war ‚geplant‘“, sagt die Landeckerin.



 
„Das vergessene Paradies“<br />
In „Das vergessene Paradies“ geht es u.a. um Selbstverantwortung. Cover: Innsalz, Simone Krissmer
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