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Landeck | Politik | 31. Jänner 2022 | Von Herbert Tiefenbacher

Alle Kandidaten stehen fest

Alle Kandidaten stehen fest<br />
Mit Sarah Raich (Tochter von Bgm. Pepi Raich) führt eine Frau die „Kaunertaler Heimatliste“ in die Wahl. Foto: Pepi Raich
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Landeck  Von Herbert Tiefenbacher
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GR-Wahlen: Einreichungsfrist endete – gesonderter Blick auf jene Gemeinden, die fix neuen Dorfchef bekommen

Dieser Bericht der RUNDSCHAU wirft einen gesonderten Blick auf jene sechs Gemeinden im Bezirk Landeck, in denen sich der amtierende Bürgermeister geplanterweise für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung stellt. Demnach wartet in Schönwies, See, Kaunertal, Fendels, Fiss und Pfunds der Chefsessel darauf, neu besetzt zu werden.
Von Herbert Tiefenbacher

Am 27. Februar 2022 sind in Tirol die Wahlen für die Kommunalparlamente. Gewählt werden der Gemeinderat sowie die Bürgermeister. Vergangenen Freitag um 17 Uhr endete die Einreichungsfrist für die Wahlvorschläge. Im Vorfeld herrschte wie üblich eine gewisse Angespanntheit, ist doch immer mit Überraschungen zu rechnen.

FISS. Eine Überraschung blieb in Fiss nicht aus: Dort wurden die beiden bisherigen Listen zu einer Liste zusammengeführt und trotzdem sind wieder zwei Listen am Start. Der aktuelle Fisser Gemeinderat setzt sich aus acht Mandataren der „Fisser Gemeinderatsliste“ und drei Mitgliedern der Wählergruppe „Für unser Fiss“ zusammen. Nach guten Gesprächen entschied man sich aus zwei Listen eine zu machen. Mit Abgabeschluss stellte sich nun das Gerücht, dass dennoch eine zweite Liste zur Wahl antritt, als wahr heraus. Mehr war dazu von behördlicher Seite nicht zu erfahren, da die Listendaten für die Wahlzulassung zuerst noch überprüft werden müssen. Diese Überprüfung wird im Laufe des Montags (also nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe) erfolgen. Die neue Liste nominierte laut den Informationen der Behörde aber keinen eigenen Bürgermeisterkandidaten. Somit darf sich Simon Schwendinger, er wurde von der Liste „Fisser Gemeinderatsliste“ zum Nachfolger von Bgm. Markus Pale nominiert, auf seine erste Amtszeit als Bürgermeister einstellen. Es ist ja unwahrscheinlich, dass die dafür geforderte Hürde nicht genommen wird. Die Tiroler Gemeindewahlordnung sagt: Gibt es nur einen Kandidaten, ist dieser automatisch Bürgermeister, wenn auf seine wahlwerbende Gruppe ein Mandat zum Gemeinderat entfällt.

KAUNERTAL. Auf seine erste Amtszeit als Gemeindeoberhaupt vorbereiten kann sich auch Christian Kalsberger. Er wurde von der Liste Tourismus und Wirtschaft fürs Kaunertal nominiert. Ansonsten wurde kein weiterer Kandidaten-Vorschlag eingereicht. Die Heimatliste als Nachfolgeliste (Heimat Kaunertal) des bisherigen Ortschefs Pepi Raich schickt keinen Bürgermeister-Kandidaten in die Wahl. „Wir unterstützen Christian Kalsberger“, teilte die Listenspitze mit. Man hatte aber dann doch eine Überraschung im Talon. Der Spruch „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm“ ist hier zutreffend. Sarah Raich, die Tochter von Bgm. Pepi Raich, tritt nämlich als Listenerste der Heimatliste an. Damit sind alle Listen aufgezählt, die sich im Kaunertal der Wahl stellen. Die Liste Lebenswertes Kaunertal, die bis 2016 im Gemeinderat vertreten war, hat kein Interesse daran, die Liste wieder zu aktivieren. „Dieses Thema ist ad acta gelegt. Aber wir sind nicht untätig. Im Fokus unseres jetzigen Engagemensts steht der Schutz der Natur und der Erhalt der Lebensqualität im Kaunertal“, sagte die Obfrau des Vereins „Lebenswertes Kaunertal“ Anita Hofmann.

SEE. Mit keinem Gegenkandidaten bei der Bürgermeisterwahl auseinandersetzen muss sich auch der aktuelle Vizebürgermeister von See Michael Zangerl. Er kann davon ausgehen, dass er nun Langzeit-Bgm. Anton Mallaun beerben und nun für sechs Jahre den Bürgermeistersessel einnehmen wird. Michael Zangerl hat auch Mallauns Liste „Für See“ übernommen. Neben dieser Liste kandidieren in See noch weitere zwei Listen, die bei den Gemeinderatswahlen um Mandate rittern: GV Hubert Zangerl geht mit der neuen Liste „See aktiv“ in die Wahlauseinandersetzung und der Neueinsteiger Stefan Juen, der von Beruf Tischler und Bildhauermeister ist, mit der Liste „Heimat See“. Die Liste „Starke Seaberinnen und Seaber“ (Lucia Schmid) wurde aufgelöst.

PFUNDS. In Pfunds rittern im erwarteten Geschlchterduell Peter Wille und Melanie Zerlauth um den Bürgermeistersessel und damit um das Sagen im Dorf. VBgm. Wille will unter dem Motto „Gemeinsam für Pfunds“ an die Erfolge seines Förderers und Mentors Bgm. Rupert Schuchter anknüpfen. Und Zerlauth wiederum ist gewillt mit Unterstützung ihres Listenteams als erste Frau für die Gemeinde die Hauptverantwortung zu übernehmen. Bei der Gemeinderatswahl nicht mehr ins Rennen gehen wird Ingo Schaffenrath mit seiner Liste „Junges Pfunds“.

SCHÖNWIES. In Schönwies zieht sich der amtierende Bürgermeister Wilfied Fink mit Ende der Amtsperiode aus der Politik zurück. Wie am Freitag bekannt wurde, bleibt es bei den erwarteten zwei Bürgermeister-Kandidaten. Das Duell um das Bürgermeisteramt lautet somit Hubert Peham gegen Reinhard Raggl. Die Roten sehen mit GV Peham die Chance das Bürgermeisteramt, das die SPÖ seit Jahrzehnten inne hat, behalten zu können. „Den Bürgermeistersessel endlich erobern“ lautet die Zielvorgabe von VBgm. Raggl. Beide bewerben sich mit ihren Listen. Zum einen ist es die „Bürgermeisterliste - SPÖ Schönwies“, zum anderen die Liste „Für Schönwies, Team Reinhard Raggl“. Bei den Listen heißt es „aus drei werden zwei“ - denn im Gemeinderat nicht mehr vertreten sein wird die Bürgerliste, bei der Peter Bartl an der Spitze stand.

FENDELS. Auch in Fendels werden die bevorstehenden Gemeinderatswahlen auf jeden Fall einen Wechsel bringen. Bgm. Heinrich Scherl tritt nicht mehr an. Mit dem Musiklehrer Stefan Köhle geht Scherls „Allgemeinen Dorfliste Fendels“ mit einem politischen Quereinsteiger an der Spitze in die Gemeinderatswahl. Köhle kandidiert auch für das Bürgermeisteramt. Doch für Köhle gibt es Konkurrenz. Auch Gottlieb Mark bewarb sich um den Bürgermeistersessel. Und er führt die neue Liste „Wir für Fendels“ als Listenführer in die Wahl – natürlich mit der Hoffnung ein gutes Ergebnis einzufahren.
 
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Quereinsteiger Stefan Köhle kandidiert um den Chefsessel im Gemeindeamt Fendels. Foto: Reini Walch
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