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Landeck | Politik | 15. Feber 2021 | Daniel Haueis

Kaserne mit entscheidender Rolle

Kaserne mit entscheidender Rolle<br />
Oberst Gerhard Pfeifer ermahnt zu einem genauen und bestimmten, aber freundlichen Auftreten. Foto: Vizeleutnant Martin Hörl
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„Grenzsoldaten“ im Bezirk Landeck im Einsatz – Pontlatzkaserne wichtig

Die Einreise nach und die Ausreise aus Österreich und Tirol ist nicht ohne bürokratische Hürden und teilweise nur mit negativem Coronatest möglich. Die Einhaltung der Vorschriften wird auch im Bezirk Landeck intensiv kontrolliert. Neben der Polizei ist das Bundesheer im Einsatz.
Von Daniel Haueis

Am 9. Februar trafen 160 zusätzliche Soldaten des Bundesheeres aus Salzburg und Kärnten in Tirol ein, damit die verschärften Bestimmungen möglichst lückenlos kontrolliert werden können. Damit sind in Tirol 376 Soldaten im Einsatz. Sie wurden von Juristen der Polizei und der Behörden über Befugnisse, richtiges Auftreten und geltend gesetzliche Bestimmungen informiert. „Ich erwarte von Ihnen, dass Sie genau kontrollieren, dabei aber immer freundlich, höflich und bestimmt bleiben“, gab der stellvertretende Militärkommandant von Tirol, Oberst Gerhard Pfeifer, den Soldaten mit auf den Weg. Das Land Tirol hat die Unterstützung durch das Militär für 20 Grenzübertrittsstellen angefordert, darunter für die Bereiche Pfunds und Nauders. Neben der Kontrolle und notfalls Durchsetzung der gesundheitsbehördlichen Einreisebestimmungen spielen die Soldaten auch bei der Kontakt-Nachverfolgung des Landes eine wichtige Rolle – derzeit sind etwa 70 Soldaten und Bediens-tete beim Contact-Tracing und bei der Telefonischen Gesundheitsberatung „1450“ eingesetzt.

ZWÖLF SOLDATEN DESIGNIERT. Im Bereich Pfunds-Nauders wird die Polizei an voraussichtlich zwei Grenzübertrittsstellen vom Österreichischen Bundesheer unterstützt, berichtet Presseoffizier Major Mag. (FH) Christoph Seidner. Zudem finden Kontrollen zu Vorarlberg in den Bereichen St. Christoph, St. Anton und Steeg/Warth statt. In Erweiterung des Testangebotes sind Soldaten auch in Schnann tätig -(siehe Kästchen „Testbus in Pettneu“). Die im Bezirk eingesetzten Soldaten gehören dem Baupionier- und Katastropheneinsatzzug des Militärkommandos Tirol in Innsbruck an. „Jeweils zwei Soldaten befinden sich dabei permanent an der Grenzübertrittsstelle. Insgesamt sind zwölf Soldaten für diese Aufgabe designiert“, weiß Seidner. Sie unterstützen die Polizei bei der Kontrolle und gegebenenfalls Durchsetzung der gesundheitsbehördlichen Einreisekontrollen an den Staatsgrenzen. Die Assistenzsoldaten sind unter Bedachtnahme auf die geltenden Covid-Bestimmungen in Kasernen oder in zivilen Beherbergungsbetrieben untergebracht.

PONTLATZKASERNE SPIELT ZENTRALE ROLLE. Die Pontlatzkaserne – sie ist die westlichste Kaserne Tirols – spielt für die Einsatzführung des Militärkommandos Tirol eine entscheidende Rolle. Die Assistenzsoldaten nutzen die Kaserneninfrastruktur, um die Einsätze im Bereich Nauders und Außerfern steuern zu können. „In der Kaserne sind auch Assistenzsoldaten untergebracht und nutzen die Liegenschaft zum Schlafen, für Ausbildungen und Schulungen“, berichtet Mag. (FH) Seidner. Darüber hinaus dient die Pontlatzkaserne auch als logistische Drehscheibe für die im Oberland eingesetzten Soldaten, z.B. für das Betanken von Heereskraftfahrzeugen oder die Versorgung mit militärischer Ausrüstung und Bekleidung. Auch außerhalb von Pandemiezeiten ist die Kaserne fürs Oberland besonders relevant: In den Wintermonaten wird dort ein Lawineneinsatzzug des Bundesheeres bereit gehalten.



Testbus in Pettneu
An vier innerösterreichischen Grenzstandorten, nämlich Waidring, Hochfilzen und am Pass Thurn sowie in Pettneu werden mobile Testbusse rund um die Uhr stationiert. „Damit können wir jenen Personen, die kein aktuelles Testergebnis für die Ausreise aus Tirol in ein Nachbarbundesland vorweisen können, noch unmittelbar vor dem gewünschten Grenzübertritt eine Testmöglichkeit bieten“, erklärt Elmar Rizzoli, Leiter des Corona-Einsatzstabes des Landes Tirol. Die Testbusse werden von Soldaten betreut. Im Fall eines positiven Antigen-Testergebnisses wird vor Ort eine PCR-Testung durchgeführt. Eine Weiterfahrt ist dann nicht mehr möglich. Die betroffene Person muss sich in Heimquarantäne begeben, bis das Ergebnis des PCR-Tests vorliegt. Personen, die keinen Wohnsitz in Tirol haben, steht eine von der Gesundheitsbehörde zur Verfügung gestellte Quarantäneunterkunft in Innsbruck zur Verfügung. Eine Voranmeldung für die Testungen in einem der Testbusse ist nicht erforderlich, sie sind aber keine reguläre Testmöglichkeit, sondern ein Serviceangebot für Ausnahmefälle. Antigen-Testungen sind bei über 600 niedergelassenen Ärzten und auch in vielen Apotheken möglich.



Grenzübergang Spiss von 7.30 bis 17 Uhr geöffnet
Ein RUNDSCHAU-Leser kritisiert, „wie chaotisch der Grenzübergang in Spiss“ ist, der derzeit von 7.30 bis 17 Uhr für die Ein- und Ausreise geöffnet hat. „Sämtliche Grenzgänger von Spiss sind erst um ca. 17.15 beim Grenzübergang und müssen wegen 15 Minuten ihre Heimreise über einen 20 km langen Umweg über Schweizer Seite nach Pfunds-Spiss antreten.“ BH-Stv. Siegmund Geiger bestätigt dies und merkt an, dass es immer jemanden geben werde, der eben außerhalb der Öffnungszeiten die Grenze überqueren will. Die nunmehrige Lösung sei mit den Gemeinden Spiss und Samnaun abgesprochen, auch mit der Polizei. Bgm. Alois Jäger hatte bereits eine Verlängerung ausgehandelt – zuerst war nämlich geplant, den Grenzübergang von 7.30 bis 11 Uhr offen zu halten. Geiger appelliert an betroffene Pendler, Vereinbarungen mit den Betrieben zu treffen.
 
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Bgm. Alois Jäger: Zuvor war 7.30 bis 11 Uhr geplant. RS-Foto: Archiv
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