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Landeck | Wirtschaft | 12. November 2019 | Klara Fritz

Bergbahnen verzichten auf eine Berufung

Bergbahnen verzichten auf eine Berufung
Bgm. Helmut Ladner: „Die außerordentliche Revision hätte keine Aussichten auf Erfolg.“ RS-Foto: Tiefenbacher
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Kappler Bergbahnen prüfen nun Alternativvariante


 

Ist das Skiverbindungsprojekt Kappl-St. Anton der Bergbahnen Kappl und der Arlberger Bergbahnen genehmigungswürdig? Nein, urteilte das Bundesverwaltungsgericht (BvWG) im Berufungsverfahren – und damit war eine lange Auseinandersetzung über den Bau entschieden. Die beiden Projektwerber streben kein höchstgerichtliches Urteil an.

 

Von Herbert Tiefenbacher

 

Wie die RUNDSCHAU berichtet hat, gab das BvWG der Berufung des Landesumweltanwalts und des Alpenvereins Folge und hob die drei Jahre zuvor von der Landesbehörde erteilte Genehmigung für den Zusammenschluss der Skigebieten „Rendl“ und „Dias“ auf. Damit wird der Bau des lange vorbereiteten skitechnischen Verbindungsprojektes untersagt. Es bleibt nur mehr der Verwaltungsgerichtshof (VwGH) als höchste Instanz. Beim VwGH könnte diese Entscheidung mit einer außerordentlichen Revision bekämpft werden. Die Projektwerber (Bergbahnen Kappl und Arlberger Bergbahnen) prüften mit ihren Rechtsberatern alle Details und gaben am Ende der Vorwoche die weitere Vorgangsweise bekannt. Man entschied sich dazu, vom letztmöglichen Schritt Abstand zu nehmen. Bgm. und Aufsichtsratsvorsitzender der Kappler Bergbahnen Helmut Lader begründetet die Entscheidung wie folgt: „Wir sind der Meinung, dass die außerordentliche Revision keine Aussichten auf Erfolg haben wird.“

 

GESPRÄCHE MIT SSAG. Das Projekt wird laut Bgm. Ladner von den Arlberger Bergbahnen ad acta gelegt. Auch für die Kappler Bergbahnen ist dieses Projekt somit einmal abgeschlossen. Jetzt geht man daran, einen Masterplan zu erarbeiten, der die Aufgaben skizzieren soll, die dem Seilbahn-Unternehmen bevorstehen, und wo es in Zukunft hingeht. Klar ist, dass nachdem kräftig in die Beschneiung investiert wurde und noch große Investitionen (in die Jahre gekommene Liftanlagen, neue Projekte) anstehen, es neue Investoren braucht, die einen Teil der finanziellen Mittel dazu aufbringen. Bgm. Ladner spricht offen darüber, dass es diesbezüglich Gespräche mit der Silvrettaseilbahn AG (SSAG) in Ischgl gibt, die nun intensiviert werden. Über eine allfällige Beteiligung der SSAG an den Kappler Bergbahnen wird man zum gegebenen Zeitpunkt reden.

 

ALTERNATIV-VARIANTE. Konkret geht es um eine Alternative zum abgelehnten Skiverbindungsprojekt. „Wir sind dabei uns anzuschauen, ob es eine Möglichkeit für eine genehmigungsfähige Variante gibt“, sagte Ladner. Ins Auge gefasst hat man eine „Peak to Peak“ -Lösung (Überspannung des Malfontales), da diese ohne Erschließung der Geländekammer auskommen würde. Das war im Verfahren einer der Knackpunkte. Über diese Variante fanden laut Bgm. Ladner vorab Gespräche mit dem Landesumweltanwalt (LUA) statt. Geplant war auch eine Begehung, die „aber wegen der jetzigen Schneefälle kurzfristig verschoben werden musste“. Man ist auch dabei einige Dinge abzuklären und zu einigen Fragen genauere Unterlagen zu beschaffen. „Wir haben Studien angefertigt, die reichen aber nicht aus und müssen in den verschiedensten Bereichen noch ergänzt werden“, sagte Ladner.
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