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Landeck | Wirtschaft | 29. November 2021 | Daniel Haueis

Damit der Strom fließt

Damit der Strom fließt<br />
Die Tinetz-Geschäftsführer Thomas Trattler (l.) und Thomas Rieder (r.) beim Lokalaugenschein mit LH-Stv. Josef Geisler in der rundum modernisierten Warte. Foto: Tinetz/Vandory
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Umspannwerk Fiss in Probebetrieb – etliche weitere Tinetz-Projekte im Bezirk

Das Umspannwerk in Fiss ist in Probebetrieb. „Damit ist die Stromversorgung für das Sonnenplateau für die Zukunft und auch rechtzeitig vor der kommenden Wintersaison sicher gestellt“, sagt Tinetz-Geschäftsführer DI Thomas Rieder. Auch im Kaunertal und im Paznaun gibt‘s Verbesserungen.
Von Daniel Haueis

Die Tinetz war fleißig, um die Versorgungssicherheit in Tirol zu gewährleisten: Die neue High-Tech-Zentrale zur Überwachung des Tiroler Hoch- und Mittelspannungsnetzes ist in Vollbetrieb – die Tinetz verfügt mit der upgedateten Leitstelle über eine der modernsten Warten in ganz Österreich. Herzstück der Leitstelle ist die neue Großbildanlage für die Steuerung des Netzes bzw. zur raschen Entdeckung und Behebung von Störfällen. 14 Beschäftigte sind in der Warte im Einsatz und absolvieren in 12-Stunden-Schichten ihren mitunter herausfordernden Dienst. Parallel dazu wird derzeit das gesamte Leitsystem erneuert. „Die Fertigstellung und Inbetriebnahme ist für 2022 vorgesehen. Die Tinetz investiert insgesamt 1,5 Millionen Euro“, so Tinetz-Geschäftsführer Thomas Rieder.

UMSAPANNWERK FISS IN BETRIEB. Der Bezirk Landeck profitiert nicht nur von diesem großen IT-Projekt zur Sicherstellung der Versorgungssicherheit im Tinetz-Gebiet. Das neue Umspannwerk in Fiss mit der Anbindung ans 110-kV-Netz sowie die Einbindungen ins Mittelspannungsnetz am Sonnenplateau konnten im November in Betrieb genommen werden, derzeit läuft der einmonatige Probebetrieb. „Damit ist die Stromversorgung für das Sonnenplateau für die Zukunft und auch rechtzeitig vor der kommenden Wintersaison sicher gestellt“, berichtet DI Thoams Rieder. Die Tinetz hat über zwölf Millionen Euro in den Ausbau investiert. Die offizielle Inbetriebnahme ist noch vor Weihnachten geplant. Im kommenden Jahr wird noch ein Mittelspannungskabel ins Gebiet der Komperdeller Seilbahnen verlegt.

STROM DURCH DEN BERG. Zu den größeren Projekten der Tinetz im Bezirk Landeck gehört die Verstärkung der 30-kV-Leitung ins Kaunertal und die Errichtung eines 30-kV-Kabels Kaunertal-Pitztal durch den Beileitungsstollen Taschach-Gepatsch, die bis 2023 fertiggestellt werden sollen. „Unter Berücksichtigung des Lastzuwachses für die 30-kV-Netze im Kaunertal und Pitztal wird damit ein langfristiges Netzausbaukonzept umgesetzt, das die sichere Versorgung beider Täler auch für die Zukunft gewährleistet“, erklärt der Tinetz-Chef den Hintergrund. Die Tinetz investiert hier weitere sechs Millionen Euro ins Mittelspannungsnetz der beiden Täler – bereits in den letzten Jahren wurden Mittelspanungsleitungen im Kaunertal und Pitztal umfangreich verstärkt.

ELEKTRIFIZIERTES PAZNAUN. „Und auch im Paznaun sichern wir mit einem mehrjährigen Vorhaben die Versorgung langfristig: Auch hier ertüchtigen wir in Etappen bis 2024 unser Mittelspannungsnetz für die weitere Entwicklung in den Ortszentren und Skigebieten. Für 2022 sind hier die Abstimmungen und Planungsarbeiten eingeplant. Es ist vorgesehen, unsere Kuppelstation in Ischgl auszubauen und das Kabelnetz zu erweitern“, erklärt Thomas Rieder. Die Tinetz wird in Anknüpfung an die Investitionen in den Vorjahren bis 2024 dabei weitere drei Millionen Euro im Paznaun investieren.

UMSPANNWERK AM RESCHEN. Das Umspannwerk-Projekt am Reschen wird von der „Austrian Power Grid AG“ (APG) verfolgt. Die Tinetz hat in Nauders aber die Möglichkeit, bei Bedarf eine Netzabstützung für das Mittelspannungsnetz aus der Anlage APG zu errichten. „Eine allfällige Realisierung wird bedarfsorientiert (und unabhängig von der Inbetriebnahme der APG-Anlage) durch die Tinetz bewertet und in Angriff genommen“, kann Rieder diesbezüglich noch keinen Zeitpunkt nennen.


 
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