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Landeck | Wirtschaft | 14. Dezember 2020 | Von Alois Pircher

Landecks Industrie

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Das Werk der Donau-Chemie in Landeck RS-Foto: Pircher
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Landeck  Von Alois Pircher
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Ein Garant für sichere Arbeitsplätze

Die Industrie im Landecker Talkessel konnte sich auch in der heurigen schwierigen „Corona-Situation“ als starker Arbeitgeber beweisen, wie die RUNDSCHAU in einer Umfrage bei -Betrieben in der Region feststellen konnte.
Von Alois Pircher

Bei Thöni Industriebetriebe in Landeck/Perjen kann Betriebsleiter Ing. Thomas Lang recht zufrieden auf das abgelaufene Jahr 2020 zurückblicken. Zwar war auch im Landecker Werk von April bis September die Belegschaft in Kurzarbeit, diese musste aber nur teilweise genutzt werden. Ja im Gegenteil, es konnte der Mitarbeiterstand von 60 durch drei neue Lehrlinge sogar aufgestockt werden. Die Hygienemaßnahmen wurden, unterstützt durch die Betriebsärztin und die Betriebssicherheit, rasch und problemlos umgesetzt. Man war den behördlichen Vorschriften meist einen Schritt voraus. So war bis dato nur eine einzige Mitarbeiterin vom Virus betroffen. Diese Mitarbeiterin war zum Zeitpunkt ihrer Infektion allerdings schon im Homeoffice. Der Betrieb läuft gut, Aufträge sind genügend vorhanden und so kann man optimistisch in die Zukunft blicken, so Lang.

LINZ TEXTIL. Bei der Linz Textil in Landeck wurde das „Werk 2“ im Juni und Juli geschlossen. Deshalb musste auch die Belegschaft, man zählt derzeit 91 Mitarbeiter, in Kurzarbeit. Nach dem Betriebsurlaub wurde Mitte August wieder voll durchgestartet. In der Landecker Spinnerei arbeitet man im Vierschichtbetrieb und als Sicherheitsmaßnahme wurde die Schichtübergabe getrennt. Gleichfalls bat man die Mitarbeiter nicht im Betrieb zu duschen und in die Arbeitskleidung zu wechseln. Auch an den Schleusen wird sehr auf Hygiene geachtet. Die Mitarbeiter müssen während der Arbeit keinen MN-Schutz tragen, in der Halle beträgt die Temperatur 35°. Zudem sind in der 3000 m2 großen Halle zeitgleich immer nur vier Mitarbeiter beschäftigt. Nur bei den Serviceteams – hier kann der Sicherheitsabstand nicht immer eingehalten werden – werden Schutzmasken verwendet. Auch in den Sozialräumen herrscht Maskenpflicht. Bislang sind sieben Mitarbeiter mit dem Virus infiziert worden, neun Mitarbeiter wurden als K1-Person in Quarantäne geschickt. Der Betrieb in der Spinnerei konnte aber die ganze Zeit aufrecht erhalten werden. Die Nachfrage nach dem Garn, das in Landeck produziert wird, ist sehr groß und so sieht der Betriebsleiter Christian Ascher optimistisch in die Zukunft.

DONAU CHEMIE. 80 Mitarbeiter stellen zurzeit im Werk Landeck der Donau-Chemie Karbid her. Man produziert auf Vorrat und da sich ein zu großer Lagerbestand angehäuft hat, will man im ersten Quartal 2021 auf das Kurzarbeits-Modell zurückgreifen. Diese Unterstützung der Bundesregierung werde helfen alle Mitarbeiter im Betrieb zu halten, so der Werksleiter DI Kurt Pachinger. An Personalkürzungen ist derzeit nicht gedacht, vielmehr suche man einen Betriebselektriker. Die Hygiene-Schutzmaßnahmen habe man immer umgesetzt. Aus der Erfahrung habe man immer neue Erkenntnisse gewonnen. So speist in der Kantine nur ein Mitarbeiter pro Tisch. Der Küchenbereich wurde mit Plexiglas vom Restaurant abgeteilt und nur zum Speisen nehmen die Mitarbeiter ihren MN-Schutz ab. Wo der Sicherheitsabstand nicht einzuhalten ist, wird mit MN-Schutz gearbeitet. Für betriebsfremde Personen (Zu- und Auslieferung) wurde ein eigener Sanitärcontainer aufgestellt, um eine mögliche Virusinfektion zu verhindern. Bei den Büromitarbeitern wird auf Homeoffice gesetzt. In Summe waren seit März vier Mitarbeiter an Corona erkrankt, eine Ausbreitung im Betrieb konnte aber durch die Schutzmaßnahmen verhindert werden. Nur im Frühjahr musste kurzzeitig der Ofen heruntergefahren werden, als zehn Mitarbeiter aus dem Paznaun wegen der Quarantäne nicht mehr zum Dienst erscheinen konnten. Diese kurzzeitige Stilllegung war der damaligen unsicheren Lage geschuldet. Pachinger sieht für das Werk Landeck eine erfolgreiche Zukunft.




 
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Thöni Industriebetriebe, Werk Landeck, Perjen RS-Foto: Pircher
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Linz Textil, Spinnerei Landeck RS-Foto: Pircher
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