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Landeck | Wirtschaft | 21. Juni 2021 | Daniel Haueis

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Bgm. Paul Greiter (Serfaus; l.): „Der Bär ist ja nicht sesshaft.“ Bgm. Markus Pale (Fiss; M.): junges Männchen, das durchzieht. Bgm. Martin Auer (Tobadill): Thema Wolf präsenter als Thema Bär RS-Fotos: Archiv
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Bär in Fiss gesichtet, Wolf in Nauders nachgewiesen

Am 14. Juni wurde im Gemeindegebiet von Fiss ein Bär durch ein Spektiv gefilmt, und die toten Schafe in Nauders gehen nachweislich auf das Konto eines Wolfes. Am Lader Heuberg, wo mehr als zehn Schafe getötet wurden, wurde inzwischen der Nachtpferch in Betrieb genommen.
Von Daniel Haueis

Anhand von Spuren im Schnee wurde bereits Mitte Mai sowohl in Serfaus als auch in Tobadill ein Bär nachgewiesen. Einen genetischen Nachweis gab es anhand eines am 28. Mai in Umhausen tot aufgefundenen Schafs. Nun wurde ein Bär in Fiss gefilmt. Wolfs-Nachweise gingen vergangene Woche aus drei Ötztaler Gemeinden (DNA eines Wolfs aus der italienischen Population) und aus Nauders ein: Auch die hier am 31. Mai gerissenen/verletzten Tiere wurden Opfer eines Wolfs aus der italienischen Population. „Im heurigen Jahr wurde in Tirol bislang 17 Mal ein Wolf und viermal ein Bär nachgewiesen. Bei derzeit 17 gerissenen Schafen im Ötztal, im Obersten Gericht, im Wipptal, im Außerfern und im Zillertal wurde die DNA von einem Wolf gefunden. Ein Schaf wurde bislang von einem Bären gerissen“, teilte das Land Mitte Juni mit. Noch ausständig sind die Ergebnisse der genetischen Untersuchung von elf gerissenen Schafen am Lader Heuberg im Oberen Gericht vom 8. Juni. Dort hat man in der Zwischenzeit den wolfsabweisenden Nachtpferch in Betrieb genommen – er war vor den Rissen noch nicht in Betrieb. Weiterführende Informationen gibt’s auf www.tirol.gv.at/baer_wolf_luchs.

„NOCH GELASSEN“. Das Thema Bär ist in Tobadill nicht so präsent wie das Thema Wolf, auch wenn „Meister Petz“ im Schnee im Giggler Tobel Spuren hinterlassen hat, die Mitte Mai gefunden wurden. „Man hat Spuren im Schnee gesehen, sonst nichts … Es sind auch keine Schäden bekannt“, sagt Bgm. Martin Auer über den Bären. Thema sei im Dorf viel mehr der Wolf. Schafbauern gibt es in Tobadill zwar nicht viele, aber irgendwann wende sich der Wolf auch anderen Tieren als Beute zu, befürchtet der Dorfchef. Der Wolf löse jedenfalls mehr Bedenken aus als der Bär. In Serfaus ist man „derzeit noch recht beruhigt … Wir sehen es noch gelassen“, sagte Bgm. Mag. Paul Greiter vergangene Woche, denn: „Der Bär ist ja nicht sesshaft.“ Auch Bgm. Mag. Markus Pale in Fiss denkt, dass der in seinem Gemeindegebiet gefilmte Bär nur vorbeigeschaut hat: „Ich gehe davon aus, dass er beim Durchziehen ist.“ Es dürfte sich um ein junges Männchen handeln, das in Fiss unterwegs war, sagt der Bürgermeister, der auch in dieser Sache Kontakt zum Land hält. In touristischer Hinsicht haben die Wolfrisse am Sonnenplateau, konkret am Lader Heuberg, auch noch keine besonderen Auswirkungen: „Der Heuberg ist abseits der touristischen Nutzung“, sagt Bgm. Paul Greiter. Die Landwirte freilich seien angesichts des Wolfs „eher niedergeschlagen“, man müsse „abwarten, wie es sich entwickelt“, sagt der Dorfchef.
 
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Am 14. Juni wurde im Gemeindegebiet von Fiss ein Bär aufgenommen. Foto: privat
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