„Marmota“ Pate für 39. Ötztaler Radmarathon

Beim 39. Ötztaler Radmarathon brach ein Vorarlberger heuer seinen eigenen und zugleich den Streckenrekord: Mit einer unglaublichen Zeit von 6:47,02 konnte der Österreicher Mathias Nothegger (2.v.r.) ins Ziel radeln. Im Bild: Die beiden Italiener Mattia De Marchi (r.) und Elettrico Tommaso (2.v.l.), die auf Podestplatz zwei und drei landeten, sowie Sarah Ennemoser vom Ötztal Tourismus. RS-Foto: Bundschuh

Traumbedingungen für anspruchsvollsten Kurs der Alpen

Über 4000 Teilnehmer aus 15000 Bewerberinnen und Bewerbern standen heuer wieder am Start zum Rundkurs über 238 Kilometer und 5500 Höhenmeter, das Murmeltier übernahm heuer die Patenschaft und auch das Wetter hatte diesmal ein Einsehen. Das Rahmenprogramm begann am Freitag mit dem „Ötztaler Sattelfest“, gefolgt vom Bergsprint und der Trial Bike Show am Samstag.

Von Friederike Bundschuh

Sonntag, 1. September, 6.45 Uhr: Über 4000 Teilnehmer starten in Sölden ihre „Vier-Pässe-Tour“ über den Kühtaisattel, Brenner- und Jaufenpass und das Timmelsjoch wieder zurück in die Sölder Zielarena. Die Schnellsten unter ihnen schafften es bisher in einer Rekordzeit von knapp sieben Stunden. Damit das überhaupt gelingen kann, steht das ganze Jahr über intensive Vorbereitung am Programm, die letzten beiden Tage vor dem Start jedoch „nur Essen, denn es müssen alle Reservedepots aufgefüllt sein vorm Start“, wie der RUNDSCHAU ein Teilnehmer verrät. Pasta Party mit Kuchen und energiereichen Getränken steht auch am Rahmenprogramm der Veranstalter, werden doch durchschnittlich 6000 Kalorien bei diesem Rennen verbrannt und die müssen erst einmal verfügbar sein.

Fröhliche Stimmung hinter den Kulissen des 39. Ötztaler Radmarathons, der Sieger wird in wenigen Minuten erwartet. Im Bild: Sepp Fiegl, Jack Falkner und Helmut Falkner (v.l.). RS-Foto: Bundschuh
Unter 6 Stunden 50 Minuten

Den Rekord von 6:47,02 heftete sich der Österreicher Mathias Nothegger auf seine Fahnen, eine Leistung, die ihresgleichen sucht. Er hatte bereits den Ötztaler Radmarathon 2018 mit einer unglaublichen Zeit von 7 Stunden und 4 Minuten für sich entschieden, heuer brach er seinen eigenen Rekord. „Die Zeit ist immer sekundär, mein Ziel über das ganze Jahr war, den Titel zu verteidigen“, so der Ausnahme-Amateur exklusiv zur RUNDSCHAU. Und weiter: „Ich hab nit gwusst, ob i das schaff, aber das war mein Traum, dafür habe ich trainiert, aber i hab nit damit grechnet. Und ob i für mich persönlich mit 8 Stunden gwinn oder mit 7 ist wurscht. Klar, wenn an Streckenrekord fahrsch, der steht dann halt für eine Zeit, der hält halt länger. In zehn Jahren wird ma vielleicht no sagen ‚Der Nothegger hat an Streckenrekord gfahren‘ aber man wird sich nimma erinnern, wer 2017 gewonnen hat.“ Den zweiten Platz holte Mattia de Marchi (Italien) mit 6:48,25. Dritter wurde Elettrico Tommaso (Italien) mit 6:54,24.

Siegerinnen des anspruchsvollsten Rad-Rundkurses von 238 Kilometern: Ils Van der Moeren (Belgien), 7:46,07, Gewinnerin Christina Rausch (Deutschland), 7:45,04 und Vorjahressiegerin Laila Orenos (Schweiz), 7:52,07 (v.l.). RS-Foto: Bundschuh
Deutscher Damensieg

Bei den Damen holte Christina Rausch (Deutschland) den Sieg mit 7:45,04, gefolgt von Ils Van der Moeren (Belgien) mit 7:46,07. Die Vorjahressiegerin Laila Orenos (Schweiz) fuhr auf den dritten Platz mit 7:52,07. Diese Spitzenzeiten sind nicht zuletzt auch den diesjährigen perfekten Wetterbedingungen zu verdanken, denn vergangenes Jahr musste Regen, Wind und Kälte nebst aller Anstrengung getrotzt werden. Ein tolles Ergebnis, ein gelungener 39. Radmarathon, der als Fest für die ganze Familie ausklang. Die Jubiläumsveranstaltung 2020 kann kommen!

Die Sieger des 39. Ötztaler Radmarathons: Zweiter De Marchi Mattia (Italien), Sieger Mathias Nothegger (Österreich), Dritter Elettrico Tommaso (Italien) mit Sarah Ennemoser (v.l.). RS-Foto: Bundschuh
Die Freude ist groß: Vorjahressieger Mathias Nothegger konnte den Titel verteidigen und stellte mit 6 Stunden 47 Minuten 5 Sekunden eine neue Rekordzeit über 238 Kilometer und 5500 Höhenmeter auf. RS-Foto: Bundschuh

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