Neuer Diamant der Alpen in Obergurgl

Ein Diamant der Alpen. Der neue Piccardsaal in Obergurgl soll über seinen Platz schweben und durch die variable Raumkonfiguration vielfältig genutzt werden können.Visualisierung: superwien architektur

Der Piccardsaal im Zentrum des Ortes soll einem neuen Veranstaltungszentrum weichen

Mit Hilfe des neuen Veranstaltungszentrums möchte der Tourismusverband Ötztal Obergurgl als Tagungsort etablieren. Zudem sollten die diverse Kongresse, Konferenzen und Tagungen dazu führen, dass auch während der Zwischensaison zahlreiche Gäste in den kleinen Ort pilgern und dort übernachten.

Von Martin Grüneis

Der alte Piccardsaal hat ausgedient. Sowohl innere als auch äußere Umstände waren laut Philipp Ribis, Destinationsleiter Ötztal Tourismus Obergurgl, dafür verantwortlich, dass ein neues Zentrum geplant werden musste. So wird der Piccardsaal zwar sehr oft angefragt, doch aufgrund der veralteten Technik und der geringen Kapazität von maximal 250 Personen konnten viele der Veranstaltungen nicht angenommen werden. Nichts-des-to-trotz darf sich der derzeit bestehende Piccardsaal aber über eine gute Auslastung freuen.

Das neue Zentrum

Alles begann vor circa zwei Jahren mit einem Architektenwettbewerb. Gewinnen konnten diesen die Architekten von „superwien architektur“ aus Wien. Durch seine Kanten und durch das viele Glas wird der neue Saal dem optischen Gedanken „Diamant der Alpen“ eindeutig gerecht. Zudem soll der neue „Diamant“ von Obergurgl über einen Multifunktionsraum verfügen und bis zu 600 Personen einen Platz bieten. Der derzeit bestehende Piccardsaal wird für das neu geplante Kongresszentrum den Erdboden gleich gemacht. Sollten alle Voraussetzungen erfüllt werden, so beginnen die Abrissarbeiten vermutlich Anfang Mai. Das neue Zentrum wird dann voraussichtlich Ende November fertiggestellt.

Kosten

Schlüsselfertig, samt Abriss des alten Saals, sollte der neue Piccardsaal nicht mehr als sieben Millionen Euro kosten. Den größten Teil der Kosten wird dabei der Tourismusverband selbst übernehmen. Aber auch die Gemeinde wird rund zwei Millionen Euro beisteuern. Außerdem dürfte noch eine Förderung vom Land Tirol hinzukommen.

Derzeitiger Stand

Ob das Projekt nun tatsächlich verwirklicht wird, ist bis Redaktionsschluss noch nicht bekannt, denn augenblicklich läuft die Ausschreibung für den Bau des neuen Piccardsaals noch. Laut Philipp Ribis vom Ötztal Tourismus sieht die Situation derzeit aber nicht schlecht aus und so könnte im Zentrum von Obergurgl bald eine etwas größere Baustelle entstehen.

Universität Innsbruck als Partner

In Obergurgl befindet sich ein Universitätszentrum, in dem Wissenschaftler aus den Bereichen Biologie, Geologie und Atmosphärenwissenschaften forschen. Dieses Zentrum verfügt über eigene Tagungsräume, die jedoch nur für kleinere Tagungen geeignet sind. Für größere Konferenzen in Obergurgl würde man entsprechende Räumlichkeiten benötigen und somit interessiert sich auch die Universität Innsbruck für den neuen Piccardsaal. Aus diesem Grund wird die Universität ein Teil der Betreibergesellschaft, in der ebenso die Gemeinde Sölden und der Ötztal Tourismusverband vertreten sind. Die Universität wird sich dabei vor allem mit Know-How und Kontakten in das Projekt mit einbringen.

Der Piccardsaal beheimatet über das ganze Jahr viele touristische und dörfliche Events. Nun soll er höchstwahrscheinlich einem moderneren Saal weichen. Foto: Ötztal Tourismus

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