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Entsteht am ehemaligen Billa-Areal der angestrebte Handwerkerparks oder wird die Fläche anderweitig verwertet? RS-Foto: Tiefenbacher

Landeck: Bis zum Jahresende soll Entscheidung über Verwertung des ehemaligen Billa-Areals fallen

 

Bis zum Jahresende soll eine Entscheidung über die Verwertung des ehemaligen Billa-Areals im Landecker Stadtteil Bruggen fallen.

 

Von Herbert Tiefenbacher

 

Seit fast neun Jahren fristet das ehemalige Billa-Gebäude im Landecker Stadtteil Bruggen, das sich auf einem 5427 Quadratmeter großen Grundstück befindet, ungenutzt vor sich hin. Die Projekt- und Strukturentwicklungsgenossenschaft (PSG), an der die Stadtgemeinde Landeck und die Gemeinde Zams mit je 35 Prozent und die Raiffeisenbank Oberland mit 30 Prozent beteiligt sind, kaufte die Liegenschaft im Jahr 2015, um knapp 1,8 Mio. Euro (327 Euro/m2). Eine entsprechende bauliche Entwicklung der Fläche konnte bisher nicht umgesetzt werden. Nachdem man zur Kenntnis nehmen musste, dass die Idee, auf diesem Areal einen Universitäts- und Schulcampus zu errichten, bei allen zuständigen Stellen des Bundes, des Landes und der Universitäten kein Gehör gefunden hatte und für das universitäre Bachelorstudium „Wirtschaft, Gesundheits- und Sporttourismus“ längerfristig neue Räumlichkeiten in M-Preis-Gebäuden angemietet wurden, musste die Stadtgemeinde Landeck eine Entscheidung treffen, ob diese Fläche zur Entwicklung eines Schulcampus-Projektes oder für gewerbliche Zwecke bereit gestellt werden soll. Der Stadtrat Landeck fasste im Dezember 2018 den mehrheitlichen Beschluss, dass das Grundstück einer gewerblichen Nutzung zugeführt werden soll. Anderenfalls hätte die Stadtgemeinde Landeck das Grundstück kaufen müssen. Darauf hatten sich die drei Partner der PSG verständigt.

 

HANDWERKERPARK. Entstehen soll eine Art Handwerkerpark, bestehend aus einem Gebäude, das Handwerks-, Büro- und Dienstleistungsflächen bietet. Die Überlegung dahinter ist, dass ein diesbezügliches Angebot in der Region noch fehlt. Dieses Projekt sollte die vorhandene Lücke schließen. Die PSG beauftragte ihren Geschäftsführer Mag. Marco Fehr die Umsetzungsmöglichkeiten auszuloten. Zeitlimit wurde keines definitiv gesetzt. Auf Nachfrage sagte Bgm. Dr. Wolfgang Jörg damals, dass Ergebnisse zeitnah geliefert werden sollten. Die RUNDSCHAU erkundigte sich bei GF Fehr nach dem Stand der Arbeit. Er sagte im RUNDSCHAU-Gespräch, dass derzeit noch keine entscheidungsreifen Resultate geben würde. „Ich bin mit möglichen Interessenten im Gespräch. Aber es wird noch bis Jahresende dauern, bis Ergebnisse vorliegen werden, die erkennen lassen, in welche Richtung es bei der Verwertung des Grundstückes geht.“ In einem Nachsatz erläuterte er, dass sich dann sagen lässt, ob das angestrebte Handwerkerparks-Projekt weiter zu verfolgen oder eine andere Verwertungsmöglichkeit ins Auge zu fassen ist.

 

KEINE GUTEN KARTEN. Zum Handwerkerpark-Projekt gibt es im Landecker Gemeinderat konträre Meinungen. Wie berichtet äußerte sich SPÖ-Fraktionssprecher Manfred Jenewein dazu skeptisch, weil gute Karte anders aussehen würden. „Es ist von Anfang an einiges falsch gelaufen. Das Grundstück ist ohne Plan und mit 327 Euro pro Quadratmeter zu teuer gekauft worden. Der Preis wird sich aufgrund der Nebenkosten weiter erhöhen. Man kann jetzt nur hoffen, dass sich genügend Betriebe ansiedeln“, sagte Jenewein. StR Roland König (FPÖ) hingegen zeigte sich in seiner Stellungnahme grundsätzlich nicht abgeneigt. „Es zu versuchen, ist nicht unvernünftig.“

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