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Reutte | Chronik | 21. Juni 2021 | Sabine Schretter

Auf zwei Rädern die Grenzregion erkunden

Auf zwei Rädern die Grenzregion erkunden
Freuen sich über das grenzüberschreitende Angebot Naturbiken Allgäu/Tirol: Michael Keller (Geschäftsführer TVB Tannheimer Tal), Walter Barbist (Obmann TVB Tannheimer Tal), Landrätin Ostallgäu und Aufsichtsratsvorsitzende Allgäu GmbH Maria Rita Zinnecker, Landrätin Oberallgäu und EUREGIO Präsidentin Indra Baier-Müller und Bernhard Joachim (Geschäftsführer Allgäu GmbH) (v.l.). Foto: Wolfgang Kleiner/ Allgäu GmbH
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Reutte  Sabine Schretter
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Tourismusverband Tannheimer Tal Allgäu GmbH Naturbiken Allgäu/Tirol
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Naturbiken Allgäu/Tirol-Routen führen auf 750 Kilometern durch Tirol und die angrenzende Region Allgäu

Je 30 Gemeinden aus Tirol und dem bayerischen und württembergischen Allgäu haben unter der Federführung des Tourismusverbands Tannheimer Tal und der Allgäu GmbH ein neues Angebot für gemäßigte Mountainbiker geschaffen: Naturbiken Allgäu/Tirol.
Von Sabine Schretter.
Zwei Hauptrouten sowie 24 gut ausgeschilderte Routen leiten Mountainbiker auf rund 750 Kilometern durchs Allgäu und grenzüberschreitend nach Tirol. Die Strecken verlaufen vorwiegend auf Forst- und Alpwegen und richten sich an Genuss-Biker, die auch einmal mit dem E-Bike unterwegs sind. Daher finden sich – je nach Relief und Topographie – sowohl kurze Strecken mit rund 11 Kilometern als auch Touren mit über 40 Kilometern. Sie führen auf Höhenzüge, zu Seen und zu genussversprechenden  Einkehrzielen. Die Routen verlaufen größtenteils in einer Höhenlage zwischen 800 und 1.500 Metern. In einer Übersichtskarte sind die Strecken mit Höhenprofil und Kurzbeschreibung sowie Schwierigkeitsgrad verzeichnet. Auf www.naturbiken.tirol finden sich alle Strecken mit detaillierter Beschreibung und stehen zum Download bereit. Auch an die Erreichbarkeit haben die Planer gedacht: Die Naturbiken-Hauptrouten sind an die Bahn in Deutschland und Tirol (Postbus-Netz) angebunden.

Zinkenrunde.
Am Freitag, dem 11. Juni, wurde das Projekt nach fünfjähriger Planung offiziell mit der Befahrung der Zinkenrunde eröffnet. Vertreter der beteiligten Kommunen, der Belangträger aus dem Allgäu und dem angrenzenden Tirol sowie Tourismusverantwortliche ließen das viel diskutierte Projekt noch einmal Revue passieren. Landrätin Maria Rita Zinnecker, zugleich Aufsichtsratsvorsitzende der Allgäu GmbH, bedankte sich bei allen Beteiligten, die im Laufe der Jahre von den ers-ten Tourenvorschlägen in diversen Karten bis hin zu den tatsächlich ausgeschilderten Naturbiken-Routen an diesem Projekt mitgearbeitet haben. Ihr Dank galt insbesondere den Vertretern der Belangträger aus der Alp-, Forst- und Landwirtschaft, der Jagd, dem Naturschutz und allen engagierten Verantwortlichen vor Ort. Alle Projektverantwortlichen stellten die gute gemeinschaftliche, grenzüberschreitende Zusammenarbeit heraus. So konnte die Expertise auf beiden Seiten der Grenze genutzt werden. Ein besonderer Dank galt auch den Förderstellen, die das Projekt erst möglich gemacht haben. Damit konnte beispielsweise nicht nur die Beschilderung realisiert werden, sondern auch die Flow-Gates und Weidetore. „Mit dem neuen Wegenetz Naturbiken Allgäu/Tirol ist nicht nur ein neues Angebot für Radler und Radlerinnen geschaffen worden. Mit dem Wegenetz einher geht eine Lenkung, denn gerade Auswärtige freuen sich über ausgewiesene Strecken, auf denen sie sicher sein können, dort auch unterwegs sein zu dürfen“, sagt Stefan Storf, Projektleiter bei der Allgäu GmbH. Alle Beteiligten erhoffen sich durch das neue Wegenetz unter anderem, dass es weniger Konflikte zwischen Radlern und Alpwirten, Jägern und Grundeigentümern gibt. Für die Tiroler Seite sprach Michal Keller, Geschäftsführer TVB Tann-heimer Tal, den Dank für die gute Zusammenarbeit an das Land Tirol, Landschaftsdienst sowie die Wegeerhalter im Tannheimer Tal, Reutte und Lechtal aus. Das Interreg-Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Etwa 840.000 Euro sind in das Projekt geflossen. 75 Prozent der Netto-Kosten hat der Europäische Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) übernommen.
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