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Reutte | Chronik | 27. Oktober 2020 | von Regina Hohengasser

Es gibt nichts Gutes, außer: Man tut es!

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Stefanie Gartlacher erklärt, wie das IKRK vor Ort dringend benötigte Erstversorgung leistet. RS-Fotos: Hohengasser
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Stefanie Gartlacher leistet humanitäre Hilfe in mehreren krisengeschüttelten Ländern der Welt

Schon seit fünfeinhalb Jahren ist Stefanie Gartlacher als Delegierte für das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) tätig. Das IKRK bietet Unterstützung und Schutz für Opfer von bewaffneten Konflikten und Kämpfen in der ganzen Welt. Dazu gab es am Donnerstag einen interessanten Vortrag im VZ Breitenwang. Auf großer Kinoleinwand gab Stefanie Einblicke in ihre nicht ungefährlichen Einsätze in Kongo, Südsudan, Myanmar und Irak.
von Regina Hohengasser

Haftbedingungen in Gefängnissen überprüfen, Familien wieder zusammenführen, Lebensmittel- und Wasserverteilung sicherstellen, Evakuierung von Kriegsverletzten koordinieren, Feldspitäler aufstellen, Ärzte ohne Grenzen unterstützen, Einheimische zu Hebammen ausbilden;  das sind nur einige der wertvollen Tätigkeiten des IKRK. Stefanie schilderte anschaulich, was Bürgerkrieg vor allem für die Zivilbevölkerung bedeutet, nämlich Not, Hunger, Verstümmelungen und Verzweiflung. Wie in jedem kriegerischen Konflikt sind vor allem Frauen, Kinder und alte Menschen am schwersten betroffen. 90 Prozent der Opfer sind Zivilisten! Frauen sind auch diejenigen, die mithelfen, Hilfsgüter zu verteilen. (Diese Frauen heben 50kg-Getreidesäcke).  „Es geht hauptsächlich nur mit den Frauen“, erzählt Stefanie weiter, „denn die Männer würden die notwendig zum Überleben gebrauchten Hilfsgüter irgendwo auf dem Schwarzmarkt verkaufen!“ Den Dialog mit den Konfliktparteien – mit Rebellengruppen und dem Militär – suchen, ist ebenfalls ein Herzstück der Arbeit des IKRK. Fast scheint es eine Sisyphusarbeit zu sein, denn in den meisten Ländern des Nahen Ostens herrscht ein nicht enden wollender Teufelskreis aus Vergeltung und Rache.

WAS HAT DAS ALLES MIT UNS ZU TUN?  Eine vorerst berechtigte Frage, beim näheren Hinsehen zeichnet sich ein anderes Bild. Die Republik Kongo ist eine der rohstoffreichsten Regionen der Welt, in ihrem Inneren sind wertvolle Mineralien und Metalle vorhanden. Kobalt, Zinn, Diamanten, Coltan, Tantal und Gold. Doch von den Einnahmen bleibt der Bevölkerung herzlich wenig. Der Reichtum fördert Gewalt und Korruption noch mehr. In jedem Smartphone sind Kobalt, Tantal und kleinste Mengen Gold enthalten. Teilweise wird Kobalt von Kindern unter katastrophalen Bedingungen abgebaut. Ebenso ein großes Thema sind Waffenlieferungen aus aller Herren Länder. Denkanstöße gäbe es genug. Globale Verantwortung auf nationaler Ebene wahrnehmen, das wünscht sich die Nationalratskandidatin der Grünen, Stefanie Gartlacher. Sie ist nach Österreich zurückgekehrt und möchte sich mit ihrem reichen Erfahrungsschatz fortan in der Grünen Bewegung engagieren. Ein Vortrag, der Schreckliches, aber auch viel Menschliches und Berührendes beinhaltete
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