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Reutte | Chronik | 17. Mai 2021 | Sonja Kofelenz

Gemeinde Breitenwang gegen Logistikcenter

Gemeinde Breitenwang gegen Logistikcenter
Hier soll nach Plänen der Gebr. Weiss ein Logistikzentrum entstehen.
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Reutte  Sonja Kofelenz
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Logistikzentrum Gebrüder Weiss Bürgermeister Hanspeter Wagner Gemeinde Breitenwang
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Erhöhtes Verkehrsaufkommen, Staubildung und Lärm- und Luftemissionen sind zu erwarten

"Natürlich ist das geplante Logistikcenter der Gebr. Weiss im Kreckelmoos in der KG Reutte Thema in der Gemeinde. Es wird niemand „Hurra“ schreien, wenn sich ein Logistikcenter in der unmittelbaren Nähe eines Wohngebietes ansiedelt", sagt Bürgermeister Hanspeter Wagner. Und es gibt einige Punkte, die sich mit Sicherheit nachteilig für die Gemeinde und die dort wohnende Bevölkerung auswirken.
Von Sonja Kofelenz.
Die jeweiligen Flächenwidmungen auf beiden Seiten (auf Breitenwanger Seite vorwiegend Wohngebiet – auf Reuttener Seite Gewerbegebiet) wurden bereits vor mehr als 40 Jahren nach den damaligen Gesetzmäßigkeiten getätigt und sind seither in den jeweiligen Raumordnungskonzepten so ausgezeichnet. Dass das zu Problemen führt, zeigte sich schon beim Bau der Tankstelle. Schon damals wurde von der Gemeinde Breitenwang immer wieder auf die Erschließungsproblematik hingewiesen. Ebenfalls wurde auch schon damals die Belastung durch ein steigendes Verkehrsaufkommen erwähnt. Das geplante Logistikcenter wird die Situation nun noch um ein Vielfaches verschärfen. 
Die Belastung auf der L255 im Bereich Neumühle ist dem Verkehr teilweise jetzt schon nicht mehr gewachsen. Gerade im Steigungsbereich in der Neumühle kann es bei steigendem LKW-Verkehr zu Stausituationen kommen, die dann schließlich bis in die Innsbrucker Straße reichen könnten. Diese Situation kann und wird sich durch hängengebliebene LKW´s in den Wintermonaten sogar noch verstärken. Weiters wird es zu vermehrten Lärm- und Luftemissionen kommen.
„Ich verstehe nicht, dass man dieser Betriebsansiedelung ohne Bedenken zustimmen konnte“, meint Wagner. Bei vielen Demoveranstaltungen gegen das Verkehrsaufkommen auf der B 179 standen doch immer führende Persönlichkeiten aus dem Reuttener Gemeinderat an vorderster Front, und jetzt wird der Verkehr dadurch sogar noch angezogen.
Eine mögliche Lösung wurde bei einem gemeinsamen Gespräch am vergangenen Mittwoch mit LH-Stellv. Josef Geisler und dem Leiter der Abteilung Straßenbau und Verkehr Dr. Christian Molzer in Innsbruck diskutiert. Mit dabei waren Bürgermeister Günter Salchner und sein Vize Klaus Schimana. Von Seite der Gemeinde Breitenwang waren Vizebürgermeister Christian Angerer und Bürgermeister Hanspeter Wagner vor Ort. 
Dabei wurde besprochen, dass in einem ersten Schritt eine Zu- und Abfahrtvariante aus beiden Richtungen von der B 179 in das Gewerbegebiet geprüft werden soll. Bis ein Planungsvorschlag vorliegt, sollte eigentlich das Projekt der Gebr. Weiss ruhend gestellt werden. Das würde zwar den Verkehr auf der Bundesstraße nicht verringern, aber die Bewohner der Ortsteile Kreckelmoos und Neumühle teilweise sehr entlasten. Darüber hinaus braucht es, nach Meinung von Bürgermeister Wagner, aber noch mehrere Schritte, um die L 255 vom Verkehr zu entlasten. Dazu wurde bereits von einer Mehrheit im Gemeindevorstand ein Antrag bei LH-Stellvertreter Geisler eingebracht.
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