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Reutte | Chronik | 29. März 2021 | Sabine Schretter

Mit einem Lächeln Freude schenken!

Alle Kinder der Volksschule, des Kindergartens und Kinderhortes Nesselwängle schenkten Freude! Das zeigen sie mit ihrem Riesen-Smiley. Foto: VS Nesselwängle
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Die Schul-, Kindergarten- und Hortkinder aus Nesselwängle stellten ein tolles Fastenprojekt auf die Beine

„Schenk ein Lächeln“ – dieses Motto hatten die Schul-, Kindergarten- und Hortkinder gemeinsam mit ihren Pädagoginnen für ihr heuriges Fastenprojekt gewählt. Der gemeinsame Grundgedanke war, Menschen, die an der Armutsgrenze leben, im Bezirk Reutte zu unterstützen.
Von Sabine Schretter.
40 Tage, die gesamte Fastenzeit über, lief das gemeinsame Projekt der Volksschule, des Kindergartens und des Hortes Nesselwängle. Mit kleinen Aufmerksamkeiten und Verdiensten konnten sich die Kinder „Schenk ein Lächeln“-Münzen verdienen. Im Schul- und Kindergartengebäude war ein eigenes Geschäft mit Waren des täglichen Bedarfs eingerichtet worden, in dem die Kinder dann mit „ihrem Geld“ einkaufen gehen konnten. Sie tauschten einfach ihre bunten „Schenk ein Lächeln“-Münzen gegen Waren ihrer Wahl ein und gaben diese Waren dann in den „Paulusladen-Korb“.
Damit ist auch das Geheimnis gelüftet, wem die Fastenaktion zugutekommt: Einmal pro Woche wurde das Auto vollgepackt – und los ging die Transportfahrt hinunter über den Gaichtpass nach Reutte zum Paulusladen. Dort nahmen Klaudia Komarek und Andrea Kerber vom Paulusladen-Team die großzügigen Sachspenden entgegen. Die beiden freuten sich mit den Kindern und Pädagoginnen – den Volksschullehrerinnen Birgit Stecher, Evelyn Friedl und Carmen Eberhard sowie Kindergartenleiterin Christine Wörle, 2. Pädagogin Theresa Haid und Hortleiterin Patrizia Müller – damit vielen Menschen, denen es nicht o gut geht, ein Lächeln und Freude schenken zu können.

Alle zusammen.
Aber nicht nur die Kinder bewiesen ihr soziales Engagement und waren mit Feuereifer bei der Sache. Das ganz Dorf trug das Fastenprojekt mit! Jedes Kind bekam fünf rote „Schenk ein Lächeln“-Münzen mit nach Hause. Mit kleinen Aufmerksamkeiten, guten Taten oder Fastenvorsätzen konnten die Kinder so auch zu Hause Münzen verdienen. Die Eltern stellten haltbare Grundnahrungsmittel oder Hygieneartikel zur Verfügung, die die Kinder dann gegen Münzen eintauschen und auch in den Paulusladen-Korb in der Schule geben konnten.
Alle Nesselwängler konnten das Projekt mit Sach- oder Geldspenden unterstützen. Und sie taten es zuhauf! Der Paulusladen-Korb war stets gut gefüllt – und im Schulbriefkasten landeten sage und schreibe 400 Euro! Belohnt wurden alle großzügigen „Einkäufer“ und Spender mit einem Säckchen. Inhalt: Von den Kindern selbstgemachtes Kräu- tersalz – und natürlich ein Lächeln. Alle Kinder und Pädagoginnen bedanken sich an dieser Stelle mit einem lauten und herzlichen „Dankeschön!“ und schenken allen noch ein Lächeln obendrauf.

Große Freude.
Am 25. März war der große Tag gekommen: Noch einmal übergaben die Nesselwängler Kinder Sachspenden an den Paulusladen. Diesmal waren Klaudia Komarek und Andrea Kerber aber mit dem große Paulusladen-Auto „ins Tal“ raufgefahren und waren überwältigt, als sie die vielen Waren und den grünen Scheck mit der großen 400 darauf entgegennehmen konnten. Beide erzählten den Kindern, was denn der Paulusladen genau ist und wer dorthin zum Einkaufen kommt. „Uns gibt es seit 11 Jahren. Damals hatten viele Menschen rund um unseren Obmann Martin Storf die Idee, einen Sozialmarkt für Menschen, die an der Armutsgrenze leben, zu gründen. Unsere Waren sind alles Spenden, die wir meist von Geschäften spendiert bekommen. Wir verkaufen sehr vieles, von Blutorangen bis zu Sportgeräten und wir achten sehr darauf, dass wirklich nichts weggeworfen wird. Lebensmittel, die wir nicht mehr verkaufen können, geben wir an die Tiere im Streichelzoo weiter. Unsere Kunden haben einen Pass, der sie berechtigt, im Paulusladen einzukaufen. Wir sind aber auch ein beliebter Treffpunkt und haben immer ein offenes Ohr für die verschiedenen Anliegen der Menschen. Es ist uns wichtig zu vermitteln, dass sich niemand schämen muss, nur weil er nicht so viel Geld hat. Armut ist keine Schande.“ Das Interesse war groß. Die Kinder hatten viele Fragen, die Klaudia und Andrea sehr gerne und mit viel Geduld und kindgerecht beantworteten.Wer großzügig gibt, bekommt auch großzügig zurück! – meinte Klaudia Komarek. Das konnten die beiden Lehreinnen nur bestätigen: „Seht, ihr Kinder, das ist wie mit einem Lächeln. Wir schenken es und erhalten es mehrfach zurück!“

Paulusladen.
Der Paulusladen in Reutte wird vom Verein „Reuttener Sozialmarkt“ getragen. Im Laden werden Produkte, die von Handel, Landwirtschaft und Industrie kostenlos zur Verfügung gestellt werden, zu sehr geringen Preisen für Menschen mit nachweislich niedrigem Einkommen angeboten. Der Paulusladen am Isserplatz ist jeden Dienstag von 10 bis 13 Uhr, jeden Mittwoch von 9 bis 12 Uhr und jeden Freitag von 10 bis 12 Uhr geöffnet.



 
Mit einem Lächeln Freude schenken!
Alle Kinder der Volksschule, des Kindergartens und Kinderhortes Nesselwängle schenkten Freude! Das zeigen sie mit ihrem Riesen-Smiley. Foto: VS Nesselwängle
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