Rundschau - Oberländer Wochenzeitung
Reutte | Chronik | 17. März 2020 | Sabine Schretter

Wir fürchten uns nicht vor Wachstum!

Wir fürchten uns nicht  vor Wachstum!
So soll das neue Ärztehaus im Pflacher Gewerbegebiet aussehen. Der Baubeginn soll Mitte des Jahres erfolgen. Visualisierung: Gemeinde Pflach
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Pflach soll sich als Gemeinde weiterentwickeln und wachsen – die Voraussetzungen werden erweitert


Pflach ist eine Wachstumsgemeinde, sogar eine der am schnellsten wachsenden Gemeinden im Außerfern. Pflach ist ein attraktiver Wohnort, das zeigt die große Zahl von Jungfamilien, die die Säulinggemeinde zu ihrem Lebensmittelpunkt machten.

Von Sabine Schretter

„Wir haben aktuell 1.500 Einwohner und es können gerne noch mehr werden. Ich bin überzeugt, dass eine Gemeinde sich entwickeln und wachsen muss. Wichtig ist, dass sich vor allem junge Leute bei uns in Pflach ansiedeln“, ist Bürgermeister Helmut Schönherr überzeugt. Dass dies in Pflach der Fall ist, spiegelt sich im sehr regen Vereinsleben der Gemeinde wieder. „Wir haben diesbezüglich keine Nachwuchssorgen“, freut sich auch Bgm.-Stv. Reinhild Astl. Leben findet in größeren Gmeinden statt, ist die Meinung der Gemeindeführung. Pflach hat seine Infrastruktur sukkzessiv nachgerüstet, etwa Kindergarten und Volksschule erweitert. 20 Babies pro Jahr ist die Durchschnittszahl, die zeigt, dass diese beiden Einrichtungen für die nächsten Jahre voll ausgelastet sein werden. Gerade das flexible Angebot des Kindergartens – gleitende Hol- und Bringzeiten, Mittagstisch – führen auch zu vielen Anfragen aus anderen Gemeinden.
Auch der Wohnungsmarkt prosperiert: Im Ortsteil Wiesbichl realisiert die gemeinnützige Wohnbaugesellschaft „Wohnungseigentum“ aktuell die Baustufe 3, 30 Mietkaufwohnungen. Bei der Projektvorstellung Mitte Februar habe es einen regelrechten Run auf die Wohnungen gegeben, berichtet Reinhild Astl. Der Großteil der Antragssteller sind junge Familien aus dem Bezirk.
Als zweites großes Wohbauprojekt errichtet die „Tigewosi“ am Kniepass eine Anlage mit 17 Mietkaufwohnungen. Dieses Projekt wird in ca. einem Jahr fertiggestellt sein.
Für die Vereine.

Das erwähnte rege Pflacher Dorfleben braucht eine angemessenes Ambiente für Veranstaltungen. Noch ist erst die Bodenplatte zu sehen, aber in der Nähe des Fußballplatzes wird im Juli das erste Platzkonzert der Musikkapelle Pflach am neuen Dorfplatz stattfinden. Herzstück des neuen Dorfplatzes ist eine offene Halle, die für 400 Personen Platz unter Dach bietet und für alle Vereine nutzbar ist. Dann wird Pflach auch ausreichend Raum für Events wie Flohmärkte, einen Weihnachtsmarkt oder Kastanienstand haben. „So etwas kann man nur realisieren, wenn das Vereinsleben in einer Gemeinde stimmt. Das passt bei uns alles. Wir brauchen diesen Dorfplatz mit der Halle, denn dann können wir endlich auch größere Veranstaltungen realisieren, für die uns immer der nötige Raum fehlte“, erklärt Helmut Schönherr.
Für die Bevölkerung.

Einfacher hatte sich der Dorfchef die Umsetzung des Projekts „Ärztehaus“ vorgestellt. Im Vorfeld waren etliche Behördengänge nötig, der härteste Brocken war die Raumordnung. Das Gebäude, in dem sechs Arztpraxen und 23 barreierefreie Wohnungen untergebracht werden, grenzt an ein Gewerbegebiet. An der diesem Gewerbegebiet zugewandten Seite werden nun die Ordinationen eingerichtet, auf der vorderen Seite entsteht der Wohnungsbereich. Jetzt muss noch die Flächenwidmung über die Bühne gehen, dann sollte – so ist es der Wunsch der Gemeindeführung – Mitte 2020 mit dem Bau begonnen werden. Mit verschiedenen Ärzten ist man bereits in Verhandlung getreten. Noch werden aber keine Fachbereiche genannt, um einem etwaigen Voranmeldeansturm entgegenzuwirken. Wenn notwendig, kann die Gmeinde für Ärzte Übergangslösungen schaffen. Entsprechende Flächen werden bereits reserviert. Dass der Bedarf an Ärzten, vor allem an Fachärzten, im Bezirk groß ist, ist hinlänglich bekannt. Das Ärztehaus in Pflach mit mindestens sechs Medizinern wird hier Entlastung für das Außerfern bringen.
Für Einheimische und Gäste.

Im bestehenden Innovationszentrum steht seit einiger Zeit ein Restaurantbetrieb, das Cafe Restaurant zum Vogelturm, leer. Das wird sich bald ändern, denn der Betrieb soll zum Beginn der Sommersaison wieder aufgenommen werden. Wünschenswert ist ein Betrieb, der Mittagstisch anbietet. Die Lage mitten im Gewergegebiet, bald mit Ärztehaus und Wohnungen bietet beste Voraussetzungen dafür. Bewerber gibt es auch. Mit ihnen werden Gespräche geführt und bald startet die Sommersaison ...
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