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Reutte | Kultur | 5. Juli 2021 | Johannes Pirchner

Ein eindrucksvolles Lebenszeichen der Höfener Bühne

V.l. Obmann Wolfgang Knapp, LR Beate Palfrader und BGM Heiner Ginter. RS-Foto: Pirchner
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Kulturwerkstätte Höfen Dorfbühne LR Beate Palfrader Eröffnung Musikkapelle Höfen
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Feierliche Eröffnung der Kulturwerkstätte

Generalsaniert und mit einer grandiosen Eröffnungsfeier präsentierte sich die Kulturwerkstätte in Höfen in neuem Glanz am vergangenen Samstag. In Anwesenheit von Tirols Kulturlandesrätin Dr. Beate Palfrader, Höfens Bürgermeister Vinzenz Knapp und Pfarrkurator Dr. Patrick Gleffe wurde die neue Höfner Bühne feierlich eingeweiht. Viele Bühnen- und Theatergruppen aus dem Bezirk, Tirol und aus dem Allgäu sind angereist, um der Einweihung der Kulturwerkstätte beizuwohnen und brachten ebenfalls eine Darbietung dar. Eine Freude für alle Kulturbegeisterten und Freunde des Theaters. Die erste Premiere der Postcornazeit soll in Höfen im Oktober 2021 stattfinden.
Von Johannes Pirchner.
Mit Blasmusik der Musikkapelle Höfen, kühlen Getränken und jeder Menge guter Stimmung begrüßten die Mitglieder der Dorfbühne Höfen Gäste und Besucher am Vorplatz der Dorfbühne und luden anschließend zur Eröffnung ein. Unter strenger Einhaltung der Drei G-Regeln war es eine unbeschwerte und gelungene Eröffnung.

Die Festreden.
Die erste Festrede hielt der Obmann der Dorfbühne Höfen Wolfgang Knapp und legte den Werdegang der neun Bühne dar. Als die alte Bühne am 18. August 2018 abgerissen wurde, hatte der ganze Verein und er ein mulmiges Gefühl, da so viele schöne Erinnerungen an dieser lagen. Ohne die Hilfe der vielen ehrenamtlichen Hände, welche eine Arbeitsleistung von unglaublichen 600 Stunden erbrachten, wäre die neue Höfner Bühne nicht möglich gewesen! Er dankte allen voran seinen Vereinsmitgliedern und den Powerfrauen der Höfner Dorfbühne. Ohne diese Mitarbeit wäre diese neue Bühne in diesem tollen Ausmaß nicht möglich gewesen. Ebenfalls besonderer Dank galt LR Beate Pallfrader und dem Land Tirol für die tolle Förderung, genauso wie BGM Vinzenz Knapp, den Gemeindevorständen und dem Gemeinderat für die volle Unterstützung der Gemeinde. Auch den vielen Firmen und Unterstützern überbrachte obmann Wolfgang Knapp seinen aufrichtigen Dank. Zwischen den Festreden sorgten Heinz Strele und Andy Ruepp für einen schwungvollen musikalischen Übergang. Der nächste Redner war Bürgermeister Vinzenz Knapp. Höfens Bürgermeister betonte die Bedeutung der Theaterbühne und die essenziele Wichtigkeit für Höfen. Die Gemeinde Höfen steht hinter ihren Vereinen und so war es eine Selbstverständlichkeit, dass Höfen von Anfang an hinter diesem Projekt stand. Auch BGM Knapp dankte dem Land Tirol für die Unterstützung. Scherzhaft und lachend macht er LR Palfrader aufmerksam, dass er noch einige Rechnungen auf der Gemeinde habe, die sie gerne noch mitnehmen könne für die zwischen 300 und 600 gearbeiteten Stunden.

Solche Aktionen unterstützt das Land.
Ebenfalls begeistert in ihren Ausführungen von der neuen Bühne zeigte sich LR. Beate Palfrader. Ein Theater wie die Heimatbühne Höfen sind Orte der Begegnung und Grundnahrung für Geist und Seele. Solchen Initiativen und solchen Einsatz unterstützt das Land Tirol mit Freunde. Gerade für ländliche Regionen sind Bühnen und Kultureinrichtungen ein wichtiges Zeichen dafür, das in den Tälern und Regionen Tirols kulturelle Vielfalt herrscht. So können auch ländliche Regionen, gemeinsam mit neuer Infrastruktur, gesunden Betrieben, einer guten Gesundheitsversorgung und guten Bildungseinrichtungen gegenüber urbanen Zentren erblühen. Auch das in der Dorfbühne Höfen gelebte Ehrenamt hob LR. Palfrader empor. Gerade in diesen Zeiten ist das nicht selbstverständlich. Ebenfalls mit Humor entgegnete LR. Palfrader BGM Knapp, die Gemeinde und die Dorfbühne mögen sich bitte noch auf die genaue Zahl der Stunden einigen, bevor abgerechnet wird.

Kirchlicher Segen u. Käskarl.
Nach den Festreden nahm der Pfarrkurator von Wängle-Höfen Diakon Dr. Patrick Gleffe die Segnung der neuen Bühne vor. In seiner Ansprache betonte Gleffe die Sehnsucht nach Kultur und den Wunsch, dem Alltag für einige Stunden entfliehen zu können. Mit einem Ausschnitt aus dem Matthäusevangelium stellte er gekonnt eine Verbindung zwischen Licht, Salz und Kultur her. Auch Diakon Gleffe wirkte schon bei der Heimatbühne mit. Er spielte 2011 die Rolle eines Heiratsschwindlers. Nach einem kurzen Gebet war die Bühne Höfen offiziell eröffnet. Den ersten Sketsch auf der Heimatbühne führten LR Beate Palfrader und Elmens BGM Heiner Ginter auf. Palfrader spielte eine Reporterin und Ginter stellte einen Universitätsprofessor für Politikwissenschaft dar, welcher etwas an Peter Filzmair erinnerte. Im Interview ging es um Fairness im nächsten Tiroler Wahlkampf zwischen den Parteien. So dürfen Politiker keine strafbaren Handlungen vornehmen, jedoch stellten Reporterin und Univ-Prof. fest, dass dies den Wahlkampf sehr einschränken würde. Duelle zwischen Hrn. „Kurzmann“ und Frau „Rendl“ seinen weiterhin vorprogrammiert. Einen weiteren tollen Sketsch führte der „Käskarl alias Karl Poppler“ auf Hopferau auf, welcher auf unterschiedlichste Themen humorvoll präsentierte. Auch die aus dem Pitztal angereiste Dorfbühne Jerzens führten eine künstlerische Darbietung über den langen Weg in Außerfern, gepaart mit weiblicher Eitelkeit auf. Als letzte Gruppe trat noch die Heimatbühne Schattwald, welche einen italienischen Priester und einen deutschsprachigen Übersetzer darstellte, welche durch Übersetzungsfehler das Gelächter des Publikums aufführten. Für Speis und Trank beim gemütlichen Ausklang war ebenfalls gesorgt. Nur das Thema für das Oktober geplante Stück wollte die Bühne Höfen noch nicht bekanntgeben. Eine gelungener Auftakt!
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