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Reutte | Kultur | 13. Juni 2022 | Marlen Perl

Ein unterhaltsamer Spaziergang durch Elmen

Das Stück „Karla und Charlotte“ von Claudia Kumpfe, gespielt von Petra Walch und LR Beate Palfrader. RS-Foto: Perl
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Die RUNDSCHAU zu Besuch beim zweiten Lechtaler Wandertheater

Am vergangenen Sonntag, dem 12. Juni 2022 fand bereits zum zweiten Mal das Lechtaler Wandertheater, veranstaltet vom Kulturverein Elmen, bei schönster Witterung statt. Drei Jahre musste das Publikum pandemiebedingt auf die Fortsetzung der unterhaltsamen Erstaufführung im Jahr 2019 warten und kann sich nun – seit dem Pfingstwochenende – auf drei neue Einakter freuen.
Von Madlen Perl.
DER ABLAUF DES WANDERTHEATERS.
Bei Eintreffen in der „Zalma“, der am Dorfplatz gelegenen Veranstaltungshalle der Gemeinde Elmen, werden Theaterbegeisterte von den Mitgliedern des Vereins herzlich begrüßt und mit einer Auswahl an Getränken sowie kleinen Snacks verwöhnt. Pünktlich um 19 Uhr richtet sich der Obmann des Vereins, Heiner Ginther, mit Grußworten und Informationen zum bevorstehenden Ablauf an das zahlreich erschienene Publikum. Auch LR Beate Palfrader, welche die Konzept- und Programmplanung im Vorfeld übernahm, gibt nähere Details zu den Stücken und Inhalten bekannt. Um den Zuschauern bei den drei verschiedenen Spielorten eine angenehme Atmosphäre sowie gute Sicht zu bieten, erfolgt eine Aufteilung der Anwesenden in zwei Gruppen. Damit auch nicht-ortskundige Besucher, die im Dorf verteilten Schauplätze in der richtigen Reihenfolge vorfinden, werden diese von einem persönlichen Guide begleitet. An den drei Spielorten präsentieren insgesamt fünf weibliche und zwei männliche Darsteller des Kulturvereins drei unterschiedliche Stücke. Diese könnte man durchaus als anspruchsvolle „Kost“ bezeichnen: Der erste Einakter „Karla und Charlotte“ von Claudia Kampfe handelt von kritischer Selbstwahrnehmung, Frauenfreundschaften sowie weiblicher Selbstbestimmung und soll, neben humorvoller Unterhaltung, Inhalte zum Nachdenken liefern. Im zweiten Stück „Eins nach dem Anderen“ aus der Feder von Franz Molnar versucht ein Ehemann seiner Gattin zahlreiche Katastrophen, welche sich während ihrer sechswöchigen Abwesenheit ereignet haben, schonend beizubringen. Für besonders viele Lachtränen sorgte die dritte Aufführung „Die Anzeige“ von Herbert Rosendorfer. Hier werden Einblicke in den nervenaufreibenden und von Missverständnissen geprägten Arbeitsalltag eines Polizeioffiziers gewährt. Nach dem Rundgang durch Elmen treffen sich alle Gruppen zu einem netten Beisammensein am Ausgangspunkt – der „Zalma“ – wieder.

DER KULTURVEREIN ELMEN.
Zusammen mit der „Heimatbühne Elmen“ versorgen die Mitglieder von „lech.tember“, unter dem Namen „Kulturverein Elmen“, Kultur- und Theaterbegeisterte seit Mai 2022 mit verschiedenen Veranstaltungen. An vier weiteren Terminen, bis Anfang Juli, wird Interessierten die Möglichkeit geboten, sich vom Konzept des Wandertheaters zu überzeugen. Anders als die Bezeichnung zunächst vermuten lässt, ist für die Teilnahme an der Veranstaltung weder Wanderausrüstung noch Kondition erforderlich. Die Schauplätze befinden sich innerhalb des Ortes und sind über kurze Distanzen problemlos über asphaltierte Dorfstraßen erreichbar. Eines steht fest: Wer einen amüsanten und abwechslungsreichen Abend erleben möchte, ist mit dem Besuch des Wandertheaters in Elmen gut beraten. Nähere Informationen zu Terminen und Reservierungen können der Webseite des Lechtal Tourismus sowie der Facebookseite des Kulturvereins Elmen entnommen werden.
Ein unterhaltsamer Spaziergang durch Elmen
Das Stück „Die Anzeige“ von Herbert Rosendorfer, gespielt von Werner Ginther, Maria Griesser und Heidi Zangerl.
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