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Reutte | So war es früher | 31. August 2020 | Peter Linser

So war es früher ...

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Madau mit Seekogel und Seekopf. Foto: A. Kohlbauer
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Da steppt der Bär

„Da steppt der Bär!“ (Notizen in den „Innsbrucker Nachrichten“) „Aus dem Grißelthal (Zweig des Lechthales) wird gemeldet, daß daselbst ein Bär sein ständiges Hauptquartier aufgeschlagen habe und von den Schaf-Heerden des Thales sein Leben friste, ohne daß man seiner bisher habhaft werden konnte.“ (5.4.1859) Doch schon fünf Monate später errreichte die Redaktion die Erfolgsmeldung: „In der Gemeinde Gramais, Bezirksgerichts Imst, wurde am 10. d. Mts. ein Bär geschossen, welcher vielen Schaden unter den dortigen Heerden anrichtete.“ (14.9.1859) 14 Jahre später herrschte wieder Alarmstimmung: „Ein Bär treibt seit einigen Tagen auf dem drei Stunden von Reutte entlegenen Harlanderberge sein Unwesen und hat bereits mehrere Stück Rindvieh getödtet. Den Spuren nach, welche derselbe zurückließ, scheint der Bär von gewaltiger Größe zu sein. Eine bereits angestellte Jagd blieb fruchtlos.“ (12.8.1973) Und schon sechs Jahre danach gab es erneut Ärger: „Ein Bär treibt gegenwärtig sein Unwesen im Lechthale. Am 30. Juni überfiel er in Bach eine Kalbin auf der Weide, wurde aber durch das Geschrei von Leuten, welche auf der gegenüberliegenden Seite Vieh auf die Alpe trieben, erschreckt, daß er seine Beute fahren ließ und die Flucht ergriff. Auf der veranstalteten Treibjagd auf das Raubthier fand man das todte Kalb einer Witwe, welchem die Eingeweide herausgefressen waren. Zwei Tage darauf zerriß der schonungslose Meister Petz in Griesbach mitten aus der Heerde heraus eine Ziege, welcher er ebenfalls die Eingeweide auffraß. Man verfolgt nun den Feind der Viehheerden in Elbigenalp; der scheint aber das Weite gesucht zu haben, um sein Glück anderswo zu versuchen. Die Bewohner der Gegend wagen seit dem Besuch des unwillkommenen Gastes nicht mehr, ihr Vieh über Nacht auf der Weide zu lassen.“ (9.7.1879)
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