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Reutte | Sport | 14. April 2020 | Sabine Schretter

Jetzt wird trainiert!

Jetzt wird trainiert!
Gegen den Corona-Blues helfen die Trainingseinheiten mit Thomas Steurer. Ganz einfach zu Hause, ohne Geräte und mit Videoanleitung. Foto: Steurer
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Fit während der Corona-Krise mit Thomas Steurer

Ausgangsbeschränkungen, Home-Office und Home-Schooling sind Herausforderungen, die mit der Zeit auch an den Nerven zerren und das Durchhaltevermögen auf eine harte Probe stellen. Mit Bewegung kann dem Lagerkoller effektiv entgegengewirkt werden. Die RUNDSCHAU holte sich Tipps bei einem, der es wissen muss.
Von Sabine Schretter

„Eigentlich bin ich ja bis April auf Schnee unterwegs – versuche, die Wintersaison so lange wie möglich hinauszuziehen. Heuer brachte Corona meine Pläne ganz schön durcheinander“, erzählt Thomas Steurer, Außerferner Langlauf-Aushängeschild. Der Ausbruch des Coronavirus setzte der Wettkampfsaison ein abruptes Ende. „Schade, aber was mich sehr freut, ist, dass ich in dieser Saison einen neuen Rekord aufstellen konnte und es bei allen Rennen, bei denen ich am Start war, in der AK auf das  Podest schaffte. Das ist mir vorher noch nie gelungen!“, erzählt Thomas Steurer der RUNDSCHAU. Er wäre gerne noch ein paar Skitouren gegangen oder hätte den ein oder anderen Skitag auf seiner Liste gehabt. Die Ausgangssperre hat’s vereitelt. „Aber die Vorgaben, die im Freizeitbereich gelten, sind wichtig und gehören eingehalten. Die Rettungskräfte werden derzeit dringend an anderer Stelle gebraucht und nicht, um sich um verletzte Freizeitsportler zu kümmern“, weiß der Leistungssportler.

KEIN CORONA-BLUES. Auch wenn das Leben gerade in anderen Bahnen verläuft, gibt es keine Ausrede, sich fit zu halten und für den Körper etwas Gutes zu tun. „Das geht auch zu Hause und ohne Geräte. Gerade wenn man man im Home-Office arbeitet oder die Kinder beim Home-Schooling unterstützt, braucht man zwischendurch eine Einheit, die dem Körper und damit auch dem Geist guttut“, motiviert der ausgebildete Trainer. Für zwischendurch rät er, immer wieder eine Pause zu machen. Ähnlich dem Schulstundenprinzip, wo auf eine Unterrichtseinheit immer eine kurze Pause folgt, sollte man es beim Home-Office halten. „Es ist wichtig, Nacken und Rücken immer wieder zu entlasten“, empfiehlt Thomas Steurer. Es bieten sich ein paar Kniebeugen, Ausfallschritte oder Dehnübungen an. „Immer wieder ein bisschen durch die Wohnung laufen, die Arme kreisen, einfach ein wenig lüften – und schon fühlt man sich besser“, zeigt er auf. Mit diesen einfachen Tipps kommt man gut durch den Home-Office-Tag. Effektiver sind die Trainingseinheiten, die Thomas Steurer in kurzen Videos auf seiner Homepage zeigt. Der Fokus liegt bei diesen Einheiten auf der Stärkung und der Stabilisierung der Rumpfkraft, von Bauch und Rückenmuskulatur. „Die Energie geht durch die Körpermitte. Wenn hier die Stabilität fehlt, verpufft diese Energie. Daher ist die Stabilisierung enorm wichtig“, erklärt der Trainer und Sportler. Er rät, die Trainingseinheiten zwei- bis dreimal pro Woche jeweils für 20 bis 30 Minuten zu absolvieren. Wichtig ist, langsam und „gechillt“ damit zu beginnen. Die Übungen lassen sich perfekt mit den möglichen, der aktuellen Situation angepassten Outdoor-Aktivitäten – joggen, Rad fahren, walken – kombinieren. 

NICHT ÜBERTREIBEN. Um einem drohenden Muskelkater entgegenzuwirken, sollte man gemütlich auslaufen oder leicht ausradeln. „Ganz gechillt, ohne Widerstand und mit etwa 40 Prozent des Maximalpuls. Wem das zu anstrengend ist, gönnt sich ein warmes Bad. Stretching ist bei der ohnehin schon belasteten Muskulatur nicht empfehlenswert“, lautet ein wichtiger Tipp des Experten. Hat man sich wirklich übernommen oder verspürt Schmerzen, sind Ruhe und pausieren die richtigen Maßnahmen. 

DURCHSTARTEN IM JUNI. Als Leistungssportler hat Thomas Steurer mit seinem Training heuer früher begonnen. „Ich habe mein Grundlagen- und Stoffwechseltraining aufgenommen und werde jetzt auch mit dem Lauftraining starten. Das Krafttraining mache ich zu Hause. Was mir total getaugt hat, war meine erste Ausfahrt auf dem Rennrad vor ein paar Tagen. Es war so entspannt, weil wenig Verkehr war und die Leute, die mir begegnet sind, so freundlich waren. Einfach ein Genuss!“, erzählt Thomas Steurer abschließend. Voll durchstarten mit dem Training für die kommende Wettkampfsaison wird er im Juni.

INFO. Die Trainingsvideos von Thomas Steurer findet man auf seiner Homepage http://www.thomas-steurer.at/ oder auf Facebook. 
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