Ritter kämpften um zweiten Tiroler Adler-Cup

Beim Vollkontaktturnier ging es so richtig zur Sache. Es wurde mit allen möglichen Waffen reingehauen, was das Zeug hielt und bis die Verlierer alle am Boden lagen. RS-Foto: Krismer

Reger Andrang herrschte in der Tarrenzer Knappenwelt

Abermals ging letztes Wochenende in der Tarrenzer Knappenwelt „Ruperts Handwerkerey“ über die Bühne. In diesem Rahmen wurde im Bergwerksdorf zum zweiten Mal um den Tiroler Adler-Cup gekämpft. Das Vollkontaktturnier der Ritter zog wieder eine Masse Zuschauer in ihren Bann. Und wem das zu heftig schien, der konnte sich vom Bogenturnier, vom historisches Handwerk, von den Marktständen, der Kinderschlacht und von der Mittelaltermusik beeindrucken lassen.

Von Ewald Krismer

Kaiser Maximilian I, so heißt es in den Geschichtsbüchern, sei der „letzte Ritter“ und „erste Kanonier“ gewesen. Dürfte nicht ganz stimmen, denn einige geharnischte Männer kreuzten letztes Wochenende in der Tarrenzer Knappenwelt auf. Der Grund ihres Erscheinens war der vom „Verein für gerüsteten Vollkontaktkampf Innsbruck“ und dem Team der Knappenwelt heuer zum zweiten Mal in der Arena des Freilichtmuseums Knappenwelt ausgetragenen Tiroler Adler-Cup.

Der Kampf um die Kaiser-Max-Trophäe

Daran teilgenommen haben Kämpfer der „Grenzwacht“, gemischt aus Südtirol, Tirol und Bayern, der „Alpenkrieger“ aus dem Salzburger Pongau, von den „Schweinenacken“ aus Bayern, den Titelverteidigern der „Stahlstadt Linz“ und den „Tiroler Adlern“ sowie ein Schwertkämpfer aus Tschechien. Als Siegestrophäe gab es geschmiedet das Konterfei Kaiser Maximilians I. – als Huldigung an den römisch deutschen Kaiser, dessen Todestag sich ja heuer am 12. Jänner zum 500. Mal jährte. Den Sieg und somit den Kaiser Max holten sich wie im letzten Jahr die Mannen der „Stahlstadt Linz“. Wie schon im vorigen Jahr war auch heuer wieder von Weitem das Klirren der Schwerter und der Rüstungen zu hören. Um die viereckige Kampfarena herum hatten sich abermals reichlich Zuschauer versammelt, die die Kämpfer anfeuerten.

Kurzweilig

 Ansonsten gab es reichlich anderweitige Möglichkeiten, sich zu vergnügen, wie etwa beim Bogenturnier, an den verschiednen Ständen wo es allerlei zu kaufen gab, bei historischem Handwerk oder man verschrieb sich bei mittelalterlicher Musik dem Kulinarischen, das es reichlich in der Knappenküche und der Marketenderei zu erstehen gab. Davon machten aber nicht nur die Gäste Gebrauch, sondern auch die stolzen Ritter, Knappen, Knechte und tugendhafte Maiden mit schönen farbenfrohen Gewändern, die erhobenen Hauptes durch’s Knappendorf stolzierten.

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