Schnell & unbürokratisch

Iris Steinlechner, Beate Scheiber, Manuela Lechleitner, Sabine Eder, Elfriede Knoll, Barbara Hofer, Bgm. Wolfgang Jörg, Manuela Juen und Herbert Mayer RS-Foto: Tiefenbacher

Seit Freitag gibt es auch in Landeck einen Pflegeverein

 

Es kann jeden treffen. Jeden Tag. Plötzlich und -unerwartet ist jemand mit dem Thema Rehabilitation und Pflege konfrontiert. Gerade dann ist es wichtig, eine ortsnahe und -kompetente Ansprechstelle zur Verfügung zu haben, die -umfassend beraten kann, egal ob es sich um ein Pflegebett, eine Matratze gegen Wundliegen, einen Rollstuhl, Alltagshilfen oder medizinische Hilfen handelt.

 

Von Herbert Tiefenbacher

 

In der Stadt Landeck gibt es nun einen neuen Pflegeverein, der mit viel Know-how schnell und unbürokratisch zur Seite steht. Dieser entstand nach dem Vorbild der Pflegevereine im Sprengel „St. Josef“-Grins – maßgeblicher Initiator dieses Modells war der ehemalige Heimleiter Gottlieb Sailer. Die Gründungssitzung fand vergangenen Freitag statt. Zur Obfrau wurde Elfriede Knoll gewählt. Die Funktionsperiode dauert vier Jahre. Ein halbes Jahr leistete der Vorstand des Vereins „Sorgenetzwerk Landeck“, bestehend aus Obfrau Iris Steinlechner, Manuela Juen (Mobile Sozialarbeiterin) und Beate Scheiber, Vorarbeiten.

 

LÜCKE GESCHLOSSEN. Die Vereinsgründung entspringt dem Projekt „Sorgende Gemeinde im Leben und Sterben in Landeck“, das sich auch der Frage widmete, wie das Pflege- und Sorgenetzwerk als auch die Sorgekultur in Landeck und Umgebung gestärkt werden können. Der Pflegeverein Landeck ist nach den Worten von Obfrau Knoll keine Konkurrenz zu den vielen Vereinen, Selbsthilfegruppen, engagierten Privatpersonen, Organisationen, öffentlichen Einrichtungen und Firmen, die für die Bürger die Sorgekultur stärken. „Wir wollen die noch vorhandene Lücke schließen, denn es gibt noch keine Plattform, die diese Institutionen bündelt und als Verknüpfungsstelle in diesen Themen fungiert. Wir können in Zusammenarbeit mit unseren Vereinsmitgliedern auf einfache unbürokratische Weise Hilfestellung leisten und eine schnellstmögliche Problemlösung finden. Der Bedarf ist da. Das zeigen die vielen telefonischen Anfragen und Auskunftsersuchen“, erklärte Knoll. Die Tätigkeit der Vereinsmitglieder erfolgt ehrenamtlich und unentgeltlich.

 

KOSTENLOSE LEISTUNGEN. Wer die Dienste und Angebote des Pflegevereins Landeck in Anspruch nehmen will, sollte Mitglied werden. Diese sind nämlich mit einem Jahresbeitrag von 25 Euro pro Haushalt abgegolten. Das heißt: Die im gemeinsamen Haushalt eines Mitgliedes lebenden Familienmitglieder genießen dieselben Leistungen wie das Mitglied selbst. „Das Familiäre war uns auch bei diesem Punkt wichtig“, sagte Obfrau Knoll. Stimmrecht hat jedoch nur das zahlende Mitglied. Besonders attraktiv macht eine Mitgliedschaft, dass für alle Familienmitglieder im Bedarfsfall kostenlos Pflegehilfsmittel wie Pflegebetten mit Beistelltischen, Badelifte, Haltegriffe für Bad und WC, WC-Aufsätze, Sitzringe, Rollstühle, Krücken und Gehhilfen, Rollatoren, Infusionsständer usw. kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Das Lager ist natürlich noch nicht üppig bestückt. Das soll sich schnell ändern. Obfrau Elfriede Knoll hofft, Sponsoren an Land ziehen zu können, um eine Grundausstattung anschaffen zu können, die dann nach und nach mit Hilfsmitteln je nach Bedarf ergänzt und erweitert wird. Zwischenzeitlich behilft man sich mit Ausleihungen. Weitere Informationen gibt’s auf https://sorgenetzwerk-landeck.com/pflegeverein-landeck/

 

 

Pflegeverein Landeck

Obfrau: Elfriede Knoll (06649143480)

Kassierin: Manuela Lechleitner

Schriftführerin: Barbara Hofer

Gerätewart: Mathias Niederbacher

Kassaprüfer: Albert Eder

Kassaprüferin: Sabine Eder

 

Über Oberländer Rundschau

Die Oberländer Rundschau ist die regionale Wochenzeitung für die Bezirke Imst, Landeck, Reutte und Telfs im Tiroler Oberland.