„Sicherheit ist oberstes Gebot“

Die Galerie soll zwischen der Ausfahrt südlich von Landeck und der Fließerau gebaut werden. RS-Foto: Wechner

Aktueller Stand Schlossgalerie Landeck

 

Die RUNDSCHAU berichtete bereits im März, dass Probebohrungen an der L76 durchgeführt wurden, um den Bau einer Galerie zu evaluieren. Nun sind die Planungen bereits weiter fortgeschritten.

 

Von Markus Wechner

 

Bereits im Dezember 2018 wurde beschlossen, einen Tunnel oder eine Galerie an der südlichen Stadtausfahrt in Landeck zu errichten. Die Probebohrungen im März diesen Jahres waren dazu da, um den Boden zu inspizieren. Ein Bau ist daher unumgänglich, da immer wieder mit Steinschlägen zu rechnen war. Entschlossen hat man sich nun für den Bau einer einseitig offenen Galerie. Diese erfülle bereits die Schutzkriterien und würde ausreichend vor den drohenden Gefahren schützen. Das fertige Projekt werde nun in nächster Zeit eingereicht, erklärte Robert Zach vom Land Tirol, Abteilung Straße und Verkehr. Um schlussendlich den Bau beginnen zu können, müssen zunächst straßenrechtliche, grundstücksrechtliche, wasserrechtliche und naturschutzrechtliche Bewilligungen eingeholt werden. In diesem Zuge werden auch lärmschutztechnische Untersuchungen durchgeführt. Sollte es nötig sein, werden an der Galerie zusätzlich Lärmschutzmodule eingebaut. Gestartet werden soll mit dem Bau, nachdem alle nötigen Verfahren abgeschlossen sind, bereits im Jahr 2020. Zach positionierte sich auch deutlich dahingehend, dass er dem Projekt Schlossgalerie eine sehr hohe Priorität zumesse, da in der Vergangenheit immer wieder Verkehrsteilnehmer durch Steinschläge gefährdet waren.

 

GROSSE FREQUENZ. Auch der Landecker Bürgermeister Wolfgang Jörg äußerte sich zum Bauprojekt. „Die letzten Jahre haben gezeigt, dass Handlungsbedarf gegeben ist“, so Jörg. Tagtäglich seien viele Pendler unterwegs. Dies betreffe Arbeiter, Schüler und Studenten. Jörg sprach in diesem Sinne von einer „riesen Frequenz“. So kam er auch zum Schluss, dass sich das Land seiner Aufgabe bewusst sei. Auch Jörg sprach von der großen Relevanz dieser Schutzmaßnahme: „Sicherheit ist oberstes Gebot.“ Zudem sprach er aber auch davon, dass man nun schauen müsse, dass der Bau eine verträgliche Sache werde, auch in wirtschaftlicher Hinsicht. So bringe der Bau auch größere logistische Herausforderungen mit sich.

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