Starkbieranstich in der Stadt Vils – immer ein Erlebnis

Europa-Diplomat Clemens Fischer war es vorbehalten, das vom Bräu Hiby-Durst spendierte Fass Starkbier anzustechen – aufmerksam beobachtet vom Vilser Stadtchef. RS-Fotos: Claus

Der amtierende Bürgermeister als Theaterspieler mit dabei

Der traditionelle Starkbieranstich im Vilser Stadtsaal war auch in diesem Jahr wieder ein festlicher Anlass, Politik, Wirtschaft und Bevölkerung bei einem gesellschaftlichen Ereignis zu vereinen. Die Gäste im bis auf den letzten Platz gefüllten Saal wurden von der heimischen „Romanes Musig“ bestens musikalisch unterhalten.

Von Uwe Claus

Für Bürgermeister Manfred Immler war es eine Premiere als Stadtoberhaupt, neben einigen Außerferner Bürgermeisterkollegen konnte er mit Clemens Fischer sogar einen österreichischen EU-Diplomaten aus Brüssel begrüßen. Vor Ort war auch Landtagspräsidentin Sonja Ledl-Rossmann, Nationalrätin Elisabeth Pfurtscheller sowie die Tiroler Kandidatin für die Europawahl am 26. Mai, Barbara Thaler. Natürlich war auch wieder die prominente „Putzfrau“ Elvira alias Renate Thurner mit von der Partie, die in bewährter Weise nicht nur dem Bürgermeister den einen oder anderen „wohlgemeinten Rat“ bei der Geschäftsführung der Stadt erteilte, sondern auch auf verschiedene innerörtliche Ereignisse Bezug nahm.
Den Theaterspielern von Skiclub und Fußballverein, bestens bekannt von ihren alljährlichen Auftritten zum Jahreswechsel, gelang es auch dieses Mal, mit ihren Sketchen das Publikum zu begeistern. Carolin Immler, Monika Megele, Elmar Triendl und Hannes Hassa verstanden es, mit ihren kurzweiligen Stücken aus der „Computerschule“, einem besonderen „Himmelstreff“, einer „Autokontrolle mit Hindernissen“ und einem „ominösen Telefongespräch in der Sauna“ ihr theatralisches Können zu zeigen. Als begeisterter Theaterspieler ließ es sich auch Bürgermeister Immler nicht nehmen, dabei mitzuwirken.

Hannes Hassa als Engel bei einem der Sketche der Vilser Theaterspieler.

Und dann zog unter dem Beifall des Publikums Putzfrau Elvira als „qualifiziertes Fachpersonal“ ein, um am neuen Rednerpult, wie sie sofort bemerkte, ihre wohldosierten Anmerkungen zur Stadtpolitik und das ein oder andere Geschehen „genüsslich“ auf die Schaufel zu nehmen. „Nix isch meahr wie es früahner war“, meinte sie und regte sich maßlos darüber auf, dass in einem Pressebericht vom Vilser „Dorfzentrum“ die Rede war, anstatt vom Stadtkern. „Schließlich sind wir eine City, mit Kontakt ins Allgäu.” Natürlich war das geplante „Logischtiszentrum“ ein Thema – nach ihrer Meinung „viel Lärm um nichts“, bei dem viele Gräben aufgerissen wurden. Sie erwähnte auch die vorbildliche Taktik von Bürgermeister Immler, der mit dem Ausstreuen von „Hydromus“ Gras über manche Sachen wachsen lässt – vorbildlich meinte sie. Ein weiteres Thema, das sie unter anderen anschnitt, war der nun in Besitz der Gemeinde befindliche „Grüne Baum“ und dessen unklare Verwendung. „Jetzt deand doch mit der Hütte da endlich was“, mahnte sie – „ma könnt es ja als Ledigenheim umfunktionieren“, schlug sie vor. Und so schnürte sie ein ganzes Paket an Internas, die innerhalb der Stadtmauern das Jahr über passierten. Alles in allem ein Vortrag, der es nicht an Witz und Posse fehlen ließ und vom Publikum mit mehr als verdientem Beifall quittiert wurde. So war es ein vergnüglicher Abend, für dessen Gelingen sich Bürgermeister Immler sehr herzlich bei den Organisatoren bedankte.

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