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Telfs | Chronik | 16. April 2019 | Klara Fritz

„Für WM-Bundesgeld braucht es Unterlagen!“

„Für WM-Bundesgeld braucht es Unterlagen!“
Vizekanzler HC Strache soll nach der Flower-Zeremonie der Nordischen Kombi-nierern mit Seefelds Bgm. Frießer zusammen getroffen sein. Foto: Holzknecht
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Straches Sport-Sektionschef Philipp Trattner ist über die Subventionskritik aus Seefeld verwundert


„Wie im Fördervertrag vom August 2018 vereinbart, hat das Sportministerium der Gemeinde Seefeld für die FIS-Nordische WM in zwei Tranchen 8,8 Millionen Euro überwiesen“, erklärte Sport-Sektionschef Philipp Trattner, der vergangenen Freitag auf Einladung von „Starmaker“ beim FPÖ-Landesparteitag in Igls zu Gast war. „Obwohl die Seefelder meine Handynummer haben, über die ich stets erreichbar bin, habe ich weder einen Antrag noch eine Begründung dafür erhalten, warum diese Summe jetzt nicht ausreichen soll. Es ist verwunderlich, wenn ich aus mehreren Regionalzeitungen erfahren muss, dass Land und Bund mit den Zahlungen in Verzug seien.“

Trattner ist aber keinesfalls mit Seefeld beleidigt bzw. „verschließt“ er deshalb irgendwelche Subventionstöpfe: „Entscheidend für Bundesförderungen ist, ob sie bundesrelevant sind oder nicht. Die Seefelder sollen ihre Unterlagen zusammenpacken, zum neuen Bahnhof gehen, der sich während der WM so wunderbar als Verkehrsdrehscheibe bewährt hat und zu mir nach Wien fahren, damit wir prüfen können, ob wir da noch was tun können oder nicht. Nur weil weiter gebaut wurde, obwohl das vereinbarte Geld bereits überzogen war, reicht als Begründung für eine Bundessubvention nicht aus. Wir bewerten jeden Einzelfall separat und müssen auch Anliegen anderer Subventionswerber nach den gleichen Kriterien bewerten, die auch für die WM in Seefeld gelten!“

TRATTNER GRATULIERT ZU GROSSARTIGER WM. Trattner selbst war in den vergangenen zwei Jahren mehrfach in Seefeld und hat auch während der WM den Mannschaftsbewerb der Nordischen Kombinierer mit dem Bronzeerfolg von Bernhard Gruber, Mario Seidl, Franz-Josef Rehrl und Schlussläufer Lukas Klapfer im WM-Stadion gemeinsam mit Vizekanzler Heinz-Christian Strache miterlebt: „Nach der Flower-Zeremonie sind wir am Weg zur WM-Meile kurz mit Bürgermeister Werner Frießer, dem ich zu seiner perfekten Organisationsarbeit herzlich gratulieren möchte, zusammengetroffen, und haben uns bei einem Smalltalk kurz ausgetauscht. Da wurden natürlich keine Subventionsgespräche geführt. Für solche Gespräche benötigen wir in Wien die entsprechenden Unterlagen!“ Für Trattner war die WM jedenfalls ein voller Erfolg: „Auch das Wetterglück und die Erfolge der Österreicher haben der Region einen medialen und internationalen Auftritt ermöglicht. Das Verkehrskonzept, die gute Zusammenarbeit mit Exekutive und Bundesheer, alles was wir inspiziert haben, war wirklich wunderbar. Sogar der Doping-skandal, der die Stimmung vor Ort kaum getrübt hat, wurde in einer Form abgehandelt, wie man ihn nur in wenigen Staaten abzuwickeln im Stande ist!“

Von Bernhard Rangger
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