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Telfs | Chronik | 26. Feber 2019 | Gebi G. Schnöll

„Kemater Formel“ gegen Umwelteinflüsse

„Kemater Formel“ gegen Umwelteinflüsse
Kematen ist vielen Umweltbelastungen ausgesetzt. Die Bevölkerung soll künftig aber weniger unter Lärm und schlechter Luft leiden. Foto: Archiv/Schnöll
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Daten aus Luft- und Lärmmessungen sowie aus Verkehrszählungen sollen der Bevölkerung die Lebensqualität erhalten


Der Durchzugsverkehr zu den Skigebieten in Kühtai und Axamer Lizum sorgt insbesondere an den Winterwochenenden in Kematen für Schadstoffbelastungen und Lärm. Mit zwei Luftgütemessstationen und Verkehrszählstellen soll in den nächsten sechs Monaten erhoben werden, welchen Belastungen die Kemater Bevölkerung ausgesetzt ist. 

Bürgermeister Rudolf Häusler erklärt in einem Rundschreiben an die Bevölkerung, dass er mit den beiden Messstationen und den Verkehrszählungen eine genaue Bestandaufnahme aller Belastungen im Dorf erarbeiten will. Das betreffe nicht nur die Belastungen durch den Verkehr im und außerhalb des Dorfes, sondern auch die durch den Flugverkehr und die ÖBB-Westbahnstrecke. Ein Messcontainer wird im Dorf aufgestellt, einer nördlich der Gemeinde. Sechs Monate lang sollen Daten erfasst und am Ende analysiert werden. Gleichzeitig werden alle Zufahrtsstraßen des Dorfes mit fixen Zählstellen ausgestattet. „Wichtig ist es mir, in diesen Umweltprozess auch die Bevölkerung einzubinden. Mir geht es bei diesem wichtigen und umfassenden Projekt um größtmögliche Transparenz sowie um eine offene und offensive Kommunikation“, erklärt Häusler.

„GEMALTER FORMEL“. Nach Abschluss der Messungen sollen die konkreten Ergebnisse in eine so genannte „Kemater Formel“ einfließen. „Mit der Formel soll es dann möglich sein, unsere Entscheidungen sehr genau mit möglichen Umweltauswirkungen abzustimmen“, so der Kemater Dorfchef. Die „Kemater Formel“ wird künftig auch bei Betriebsansiedlungen herangezogen. „Nur wenn es die vom Unternehmen in der Formel angegebenen Parameter zulassen, wird eine Niederlassung in unserer Gemeinde möglich sein“, klärt Bürgermeister Rudolf Häusler auf. Das Projekt wird von drei Zivilingenieuren und auch medizinisch begleitet. Die Kosten werden auf etwa 100.000 Euro geschätzt. „Die Gesundheit unserer Dorfbewohner ist wichtig. Beim Verkehr, beim Lärm und den Luftschadstoffen sind wir an der Grenze angelangt“, so Häusler, der nach Ausarbeitung die „Kemater Formel“ auch anderen Gemeinden zur Verfügung stellen will.

 
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