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Telfs | Chronik | 7. Dezember 2020 | Beatrice Hackl

Landwirtschaft für ein besseres Leben

Landwirtschaft für ein besseres Leben<br />
„Faith Farm Children‘s Home“: Die Farm mit Tierhaltung und Gemüseanbau konnte bereits aufgebaut werden. Die Familie des Bauern Sixtus betreut die „Faith Farm“ und baut mittlerweile sowohl Gemüse als auch Obst an und hütet 30 Ziegen.
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Der Verein „Kurima – neues Leben für Simbabwe“ wurde von zwei Wahl-Pollingern gegründet

Martin Karombe aus Mutare (Simbabwe) und Nicole Karombe-Rott leben mit ihren zwei Kindern in Polling. Ende 2017 haben sie den Verein „Kurima – neues Leben für Simbabwe“ gegründet. Mit dem Verein wollen sie Menschen, aber vor allem Waisenkindern in Simbabwe ein neues und besseres Leben ermöglichen und zwar mittels landwirtschaftlicher Projekte.
Von Beatrice Hackl

„Das Wort ‚Kurima‘ ist Shona und bedeutet ‚Landwirtschaft betreiben‘. Für das Projekt ‚Faith Farm Children‘s Home‘ haben wir vom Staat Simbabwe 18 Hektar Land, nahe Chegutu, zur Verfügung gestellt bekommen, berichtet Nicole Karombe-Rott: „Unser Ziel ist es, eine Farm und ein Kinderheim für 30 Kinder aufzubauen, das sich durch Viehzucht und Gemüseanbau selbst versorgen und auch Einnahmen durch diese landwirtschaftlichen Tätigkeiten erzielen kann.“ Mindestens einmal im Jahr reist die Familie nach Simbabwe, so auch 2019. Innerhalb eines Monats baute Martin Karombe auf dem Grundstück eine Rundhütte für den Bauern Sixtus und seine Familie. Die Hütte wurde zum Lebensmittelpunkt der Familie, die mittlerweile sowohl Gemüse als auch Obst anbaut und 30 Ziegen hütet. „Da die Arbeitslosenrate in Simbabwe bei über 90 Prozent liegt, ist es uns besonders wichtig, dass vor allem die Kinder viel über Landwirtschaft lernen, und somit ihre Familie später durch Eigenanbau ernähren können, wodurch Armut und die Anzahl künftiger Waisenkinder reduziert werden können“, verdeutlicht Martin Karombe. 2019 konnte auch das Grundstück eingezäunt und ein Brunnen gebaut werden. Das Kinderheim bzw. das Kinderdorf „Faith Farm Children’s Home“ wird aus mehreren Rundhütten bestehen und wie ein kleines Dorf aufgebaut werden, in dem zehn Kinder, von null bis 18 Jahren mit einer Betreuungsperson leben können. Das Ziel der Vereinsgründer besteht darin, in Zukunft drei derartige Dörfer aufzubauen.

Motivation und Beweggründe. „Wir haben fünf Jahre lang in einem Waisenhaus rund 50 Kilometer außerhalb von Mutare im Busch gelebt und gearbeitet. In diesem Heim mit 50 Kinder, haben wir viel erlebt, gelernt und verstanden. Wir haben damals mitbekommen, was für Waisenkinder wirklich notwendig ist, um im Leben Erfolg bzw. überhaupt eine Chance in einem Entwicklungsland wie Simbawe zu haben: Und zwar sich selbst versorgen zu können“, davon ist Nicole Karombe-Rott überzeugt. „Der Gedanke an die Hilflosigkeit der Kinder lässt uns seither nicht mehr los, und wir können sie nicht einfach ihrem Schicksal überlassen. In Simbabwe leben Schätzungen zufolge 1,3 Millionen Aids-Waisenkinder. Diese Zahl beinhaltet nicht die Kinder, die aus anderen Ursachen verwaisen. Unsere ergreifenden und dramatischen Erfahrungen in Simbabwe haben uns dazu bewogen, den Verein zu gründen, um möglichst vielen Kindern zu einem neuen, besseren Leben in Simbabwe zu verhelfen“, verdeutlicht das Ehepaar. 

Ziegen und Ziegelsteine. Spenden können auf der Homepage des Vereins auch zweckgebunden werden. Mit dem Erwerb eines oder mehrerer Ziegelsteine kann man beispeilsweise gezielt den Aufbau des ersten Kinderdorfes unterstützen. Eine Ziege kostet 30 Euro und trägt zum Aufbau der Ziegenherde des Kurima-Kinderdorfes „Faith Farm Children’s Home“ bei. Weitere Infos zum Verein unter: http://kurima-zimbabwe.com. Spendenkonto: Kurima – Neues Leben für Simbabwe IBAN: AT94 3633 6000 0490 6251 BIC: RZTIAT22336.
Landwirtschaft für ein besseres Leben<br />
Der Vorstand des Vereins hat es sich zum Ziel gesetzt, in Simbabwe nachhaltige Entwicklungen anzustoßen.
Landwirtschaft für ein besseres Leben<br />
Martin Karombe gelang es innerhalb eines Monats eine Rundhütte zu errichten. Fotos: „Kurima – neues Leben für Simbabwe.
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