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Telfs | Chronik | 26. Juli 2021 | Beatrice Hackl

Neue Potenziale durch Direktvermarktung

Neue Potenziale durch Direktvermarktung<br />
Die diesjährige Bezirksrunde führte die Spitze der Direkt vom Bauern: Landwirtschaftskammer nach Leutasch, zum „Wirtseppelerhof“ von Matthias und Simone Neuner. RS-Fotos: Hackl
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Im Rahmen der diesjährigen Bezirksrunde besuchte die Kammerspitze den „Wirtseppelerhof“ der Familie Neuner in Leutasch

Die Nachfrage nach regionalen Produkten ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Die Landwirte haben darauf regiert und setzen vermehrt auf Direktvermarktung. In Tirol verarbeiten mittlerweile rund 4.000 Betriebe ihre Produkte selbst und vermarkten sie unter anderem über Hofläden und Wochenmärkte. Diese Entwicklung wurde durch die Coronakrise noch einmal befeuert, weshalb die Landwirtschaftskammer die Direktvermarktung zum Jahresschwerpunkt für 2021 auserkoren hat. Im Rahmen der diesjährigen Bezirksrunde besuchte die Spitze der Landwirtschaftskammer den „Wirtseppelerhof“ von Matthias und Simone Neuner in Leutasch.
Von Beatrice Hackl

„Immer mehr Betriebe sind auf der Suche nach neuen Vermarktungswegen. Um dem gerecht zu werden, widmen wir uns als Landwirtschaftskammer heuer dem großen Themenfeld Direktvermarktung. Neben einem verstärkten Beratungs-angebot wollen wir mit ‚Best-Practice-Beispielen‘ aufzeigen, welche individuellen Möglichkeiten sich auf den Betrieben bieten“, erklärt LK-Präsident Josef Hechenberger. Der „Wirtseppelerhof“ in der Gemeinde Leutasch gilt als einer dieser „Best-Practice-Beispiele“ in puncto Direktvermarktung. Der Hof wurde vor sieben Jahren von Matthias und Simone Neuner übernommen. Die beide hatten vorerst zwar andere Berufswege eingeschlagen, haben sich aber dann ganz bewusst für die Landwirtschaft entschieden und diesen neuen Lebensweg nie bereut. „Vor allem die Wertschätzung, die unsere Kunden uns und unseren Lebensmitteln entgegenbringen, gibt uns jeden Tag neuen Antrieb. Es macht wirklich Spaß, wenn man sieht, wie sehr sich die Leute für die eigene Arbeit interessieren und wie gut die eigenen Produkte ankommen“, verdeutlicht Bäuerin und Kräuterpädagogin Simone Neuner. 

Regionale Synergien. Mit der Unterstützung von Matthias Eltern Hella und Rudi betreiben Simone und Matthias den vielseitigen Biobetrieb. Neben der bäuerlichen Vermietung bildet die Direktvermarktung inklusive eines Selbstbedienungshofladens die wichtigste Einnahmequelle. Am Hof werden Mutterkühe, Schweine, Legehennen und Mastgeflügel gehalten. Darüber hinaus werden Kräuter und Gemüse sowie Kartoffeln angebaut. „Uns ist wichtig, alle Möglichkeiten, die sich auf dem Hof bieten, zu nutzen. Jeder hat unterschiedliche Kompetenzen, Fähigkeiten und Interessen, wodurch sich dieses Angebot im Laufe der Jahre entwickelt hat“, erklärt Matthias Neuner. Besonderer Wert wird am „Wirtseppelerhof“ außerdem auf die Nutzung regionaler Synergien gelegt: „Wir arbeiten mit dem Metzger im Ort zusammen. Diese gegenseitige Unterstützung ist die Basis für den Erfolg, sichert bzw. schafft Arbeitsplätze, und die ganze Region profitiert davon.“

Landwirtschaftskammer berät. „Der Bezirk ist sehr vielseitig und verfügt über innovative und vielseitige Betriebe. 88 davon haben konkretes Interesse an einer Direktvermarktung bekundet. Die Betriebsführerfamilien machen sich ganz klar Gedanken darüber, wie sie die Landwirtschaft zukunftsfähig ausrichten und gestalten können. Wir wollen sie dahingehend unterstützen und agieren somit nicht nur als Impulsgeber, sondern beraten und informieren die Bauern und Bäuerinnen über mögliche neu Vertriebswege. In weiterer Folge begleiten wir sie dann sowohl auf fachlicher als auch auf rechtlicher Ebene“, verdeutlicht Bezirksobmann Thomas Schweigl.
Neue Potenziale durch Direktvermarktung<br />
Auf dem vielseitigen Biobetrieb „Wirtseppelerhof“ in Leutasch fanden sich LK-Funktionäre vergangenen Donnerstag ein, um sich über den Jahresschwerpunkt Direktvermarktung auszutauschen.
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Die breite Produktpalette – von Gewürzen über Gemüse bis hin zu Wurstwaren und mehr – vertreibt Familie Neuner unter anderem über den eigenen Hofladen.
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