Rundschau - Oberländer Wochenzeitung
Telfs | Chronik | 21. April 2020 | Beatrice Hackl

Stimmungsbericht aus der „eco telfs“

Stimmungsbericht aus der „eco telfs“
Ein Bild aus unbeschwerten Tagen: Es wird wohl noch länger dauern bis die Schüler wieder gemeinsam den Schulalltag bestreiten können. Foto: eco telfs
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Unter Druck: Für Schüler und Lehrer ist es eine Zeit der Ungewissheit, besonders schwer trifft es die Maturanten

Die Klassenräume sind leer und gelernt wird seit Wochen über das Internet. Am Ende der Schullaufbahn symbolisiert die Reifeprüfung quasi den Mount Everest des Wissens. Diese ohnehin nervenaufreibende Zeit wird in diesem Jahr um einen zusätzlichen Stressfaktor – die Corona-Krise – ergänzt. Mittlerweile steht fest, dass die Zentralmatura stattfindet. Die schriftlichen Prüfungen beginnen am 25. Mai. Doch nicht nur die Maturanten, alle Schüler und Lehrer sehen sich mit einer Ausnahmesituation konfrontiert. Rund 300 Schüler tummeln sich für gewöhnlich in den Räumlichkeiten der „eco telfs“. Die RUNDSCHAU hat sich nach der aktuellen Sach- und Stimmungslage erkundigt.
Von Beatrice Hackl

„Unser Unterricht läuft derzeit ausschließlich über die digitalen Kanäle: Lernplattformen, virtuelle Klassenräume, Messenger-Apps und auch per E-Mail. Die ‚eco telfs‘ hat bereits einige Jahre an experimenteller und praktischer Erfahrung mit diesen Medien gesammelt. Die aktuelle Situation bewirkt, dass sich eine schnell wachsende Zahl an Lehrerpersonen die technischen und pädagogischen Möglichkeiten dieser digitalen Kommunikation aneignet“, berichtet Erwin Abfalterer, Lehrer an der „eco telfs“ und gibt weitere Einblicke: „Lehrkörper und Schüler stehen untereinander in sehr intensivem Online-Kontakt. Die Stimmung unter den Lehrern ist grundsätzlich optimistisch, denn der Online-Unterricht verläuft gut. Das Engagement und die Bereitschaft vieler Schüler, sich auf die neue Form des Unterrichts einzulassen, ist bewundernswert.“

KLASSENVORSTÄNDE ALS BINDEGLIED. Auch wenn bis vor Ostern nur wiederholt und vertieft werden durfte, erfahren viele Schüler aktuell, wie hilfreich Planung und Zeitmanagement sein können. Die neue Situation verlangt ein hohes Maß an Selbstdisziplin und diese an den Tag zu legen gelingt jedoch nicht allen Schülern: „Wie in anderen Schulen, gibt es auch an der ,eco telfs‘ den ein oder andern Schüler der diesen Zeitraum als Ferienverlängerung betrachtet. Hin und wieder gibt es von Schülerseite auch Rückmeldungen über diverse Schwierigkeiten sowie vereinzelte Klagen hinsichtlich einer Arbeitsüberlastung. Diesen versuchen wir mittels einer verstärkten Koordination der Online-Unterrichtsarbeit durch die Klassenvorstände entgegenzuwirken“, erläutert Abfalterer. Die Lehrer seien bemüht, die Situation für die Schüler so erträglich wie möglich zu gestalten und Kommunikationsabläufe bestmöglich zu vereinfachen. Eine wichtige Rolle spiele dabei zunehmend der Klassenvorstand als Koordinator der Unterrichtsarbeit und als Bindeglied zwischen Schüler und Lehrer. Online-Konferenzen und Messenger-Apps helfen dabei, die Zusammenarbeit unter den Kollegen auch in Zeiten von Corona aufrecht zu erhalten. 

ALLTAG WERDE VERMISST. Wie die Stimmung unter den Schülern wirklich aussehe, ließe sich nicht genau einschätzen. Das Fehlen echter sozialer Kontakte werde jedenfalls sowohl von den Schülern als auch von Lehrerseite, als äußerst schmerzlich empfunden. Die Sehnsucht nach einer baldigen Öffnung der Schulen sei deshalb in der Schulgemeinschaft sehr groß. „Ebenso spürbar ist die Enttäuschung über die Absagen diverser Schulveranstaltungen: Keine Bildungsfahrt nach Mauthausen, keine Sprachwoche in Malta und Florenz und darüber hinaus wurde unlängst auch für dieses Schuljahr die Durchführung von Sommersportwochen verboten. Auch unser Familienfest, der ,eco award‘ im April und das Sommernachtsfest im Juni anlässlich von 40 Jahren Aufbaulehrgang und 25 Jahre HAK mussten abgesagt werden. Für beide Veranstaltung wurden Projektgruppen mit den Planungen betraut und die Vorbereitung waren natürlich schon im vollen Gange“, bedauert Abfalterer.

ZENTRALMATURA FINDET STATT. Bis vor Kurzem herrschte Unsicherheit unter den Schülern und natürlich insbesondere bei den Maturanten über den weiteren Verlauf des Schuljahres. „Das belastet: Wann wird die Schule geöffnet? Wann und in welcher Form wird die Reifeprüfung durchgeführt? Bekommen wir ausreichend Zeit, um uns auf dir Prüfungen vorzubereiten? Nun steht fest: Die Zentralmatura findet statt. Der Unterricht für Maturaklassen beginnt am 4. Mai. Die Maturanten erhalten dann drei Wochen lang gezielte Vorbereitung an den Schulen. Notwendige Schularbeiten zum Abschluss der letzten Schulstufe werden in maximal drei Gegenständen geschrieben. Schularbeiten finden nur in Gegenständen statt, in denen die Schüler maturieren. Die schriftliche Matura selbst beginnt am 25. Mai. Die schriftlichen Maturaarbeiten werden im Haupttermin nur in drei Prüfungsgebieten durchgeführt. In vielen Fällen sind das Deutsch, eine Fremdsprache und (Angewandte) Mathematik. In Matura-Prüfungsgebieten, die gewählt wurden und in denen keine mündliche Prüfung abgelegt wurde, bildet die Note des letzten Schuljahres die Maturanote.
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