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Telfs | Kultur | 15. März 2021 | Julia Hohengasser

Ein Buch geht auf Reisen

Ein Buch geht auf Reisen<br />
Elena Mizrachi ist Pastoralassistentin und Lehrerin an der Volksschule Axams. Sie hat das Projekt ins Leben gerufen. RS-Fotos: Hohengasser
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Wanderbuch westlichen Mittelgebirge Elena Mizrachi
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„Wanderbuch“ schenkt Kindern aus dem westlichen Mittelgebirge wieder mehr Spaß und bringt Freude ins Leben

Viele Kinder leiden derzeit unter der Corona Pandemie. Wenn sie sich nicht mit ihren Freunden zum Spielen treffen können und stattdessen fast nur zuhause sind, kommt schnell Langeweile auf. Um dem wenigstens ein paar Tage zu entfliehen, können sie im „Wanderbuch“ kreative Bastelideen, leckere Koch- und Backrezepte sowie Spiele vermerken. Das Buch wandert von einer Familie zur nächsten und wird mit kreativen Beiträgen versehen. Die bunt gestalteten Seiten bringen dem nächsten Kind neue Ideen für die Alltagsgestaltung und das Gefühl nicht allein zu sein.
Von Julia Hohengasser

Elena Mizrachi, die Pastoralassistentin und Lehrerin an der Volksschule Axams ist, hat dieses Projekt ins Leben gerufen, um der Langeweile entgegen zu wirken. Viele der bereits geplanten Schulprojekte konnten aufgrund der Pandemiesituation nicht durchgeführt werden. Besonders in der Schule machte es sich bemerkbar, dass die Kinder unter der derzeitigen Situation leiden: „Mir fiel auf, dass den Kindern die Interaktionen untereinander sehr fehlen“, berichtet Mizrachi von ihren Erfahrungen bei den Volksschulkindern. 

Inspiration schenken und sich Ideen holen. Zu ihrer Freude wurde ihre Idee mit dem „Wanderbuch“ mit Begeisterung aufgenommen. Insbesondere während des Lockdowns im Dezember wanderte das Buch zu vielen Familien. Nach einer Pause, die im Jänner und Februar stattfand, lief das Projekt im März wieder an. Auch die Religionslehrer der Volksschulen haben das Projekt tatkräftig unterstützt. Um auf diese Aktion aufmerksam zu machen, haben sie in den Klassen entsprechende Flyer verteilt. Interessierte können sich bei Frau Mizrachi per Mail melden, und sie bringt das Buch dann sowohl frisch desinfiziert als auch kontaktlos bis vor die Haustür. Das „Wanderbuch“ dürfen die Familien drei Tage lang behalten. In dieser Zeit wird es von der Familie mit Beiträgen versehen und neue Ideen, die sich im Buch finden, können ausprobiert werden. Am Tag der Abholung wird es von der Familie wieder vor die Haustüre gelegt, und Elena Mizrachi holt es dort ab. In das Buch können Spiel-, Rezept- und Bastelideen eingetragen werden. Jeder, der an dem Projekt teilnimmt, hält einen Vorschlag für die Freizeitgestaltung fest und holt sich wiederum selbst neue Inspirationen. Von Scherenschnittbasteleien bis zu Kuchenrezepten findet sich mittlerweile schon allerhand im „Wanderbuch“, und es wartet nur darauf, mit neuen Ideen versehen zu werden.

Ein neuer Hoffnungsschimmer. Das „Wanderbuch“ richtet sich primär an Kinder im Volksschulalter, jedoch sind alle jungen Dorfbewohner, egal welcher Altersklasse, dazu eingeladen, sich an dieser Aktion zu beteiligen. Selbst wenn sich die Kinder, die sich an diesem Projekt beteiligen, nicht persönlich kennen, kann ihnen dadurch ein Gefühl der Gemeinschaft und Zugehörigkeit vermittelt werden. Laut Mizrachi bestünde das Ziel des Wanderbuchs darin, die Kinder miteinander in Verbindung zu bringen und miteinander kommunizieren zu lassen. Es geht darum, sich gegenseitig Mut zu machen, Ideen zum Zeitvertreib miteinander zu teilen und gemeinsam etwas entstehen zu lassen, wovon die Kinder auch nach der Pandemie noch profitieren können. Durch dieses gemeinsame Dorfprojekt entsteht eine einzigartige Sammlung an Spielen, Rezepten und weiteren Ideen. Sobald es die Pandemie zulässt, würde Mizrachi gerne ein Treffen mit allen teilnehmenden Kindern und Familien organisieren. „Im Buch finden sich derzeit hauptsächlich Rezeptideen für Muffins und Kuchen, sowie Bastelanleitungen von Sternen. Auch einige Spiele finden sich darin, die man bei so einem Treffen ausprobieren könnte. Auch die vermerkten Rezepte könnte man gemeinsam ausprobieren“, so Elena Mizrachi. Die Familien der Dörfer zeigen sich von diesem Projekt begeistert, und dementsprechend groß ist die Beteiligung.
Ein Buch geht auf Reisen<br />
Mia und ihre Mutter Christina freuen sich schon, das „Wanderbuch“ mit neuen Ideen zu füllen. 
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Besonders viele Koch- und Backrezepte finden sich im Buch und warten darauf ausprobiert zu werden.
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