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Telfs | Kultur | 5. Oktober 2020 | Agnes Dorn

Gipfeltreffen der „W.O.R.K.er“

Gipfeltreffen der „W.O.R.K.er“
Anfangs arbeiteten die beiden noch parallel, wie bei diesem 2003 entstandenen Bild der Lechtaler Alpen.
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Künstlerduo Walter Resch und Otmar Kröll laden in den „Kunst-Werk-Raum“

Seit 22 Jahren arbeiten die beiden bekannten Oberländer Künstler Walter Resch und Otmar Kröll schon gemeinsam. Eine Retrospektive dieser Kooperation ist derzeit im Mesnerhaus Mieming zu sehen, die besonders jene Gebirgsbilder ins Rampenlicht rückt, die die beiden miteinander geschaffen haben. Durch die Beigabe der beiden jeweils individuellen Stile wird jene harmonische Einzigartigkeit der Bilder geschaffen, die schlussendlich wie aus einem Guss gemacht wirken. Dieses und das nächste Wochenende steht das Duo von 16 bis 20 Uhr (Samstag und Sonntag) im Mesnerhaus bereit, die einzelnen abgebildeten Berggipfel den Besuchern zu erklären.
Von Agnes Dorn

Betritt man die Galerieräume des Mesnerhauses in Untermieming, wird man rechts von jenem Werk begrüßt, das wohl als Ursprungsbild der „W.O.R.K“-Gruppe (Walter.Otmar.Resch.Köll) herangezogen werden kann: Es ist die Gebirgsgruppe der Lechtaler Alpen, die sich die beiden geteilt haben: Links die Hälfte des Gebirges gemalt von Walter Resch in Ölpastell, rechts die andere Hälfte von Otmar Kröll verewigt in Aquarell. Zwei Formate, zwei Techniken, zwei Rahmen und doch bereits die Andeutung einer Zusammenarbeit, die langjährig gemeinsame Früchte tragen wird. Denn schon die nächsten Bilder, die in den anderen Räumen folgen, sind großteils Symbiosen der beiden künstlerischen Weisen und tragen gerade durch diese Vereinigung einzigartige Züge: Die Verbindung des Perfektionismus von Walter Resch mit dem stellenweise fast schon impressionistischen Stil von Otmar Kröll gibt Blicke auf Berglandschaften frei, in denen die Schönheit des alpinen Raums einen neuen Glanz erhält.

Symbiose. „Wir halten uns exakt an die Konturen, denn wenn ein Bergsteiger kommt, der jeden Gipfel kennt, wäre das sonst peinlich“, schmunzelt Resch über die eigene Perfektion. Dass die beiden, die sich durch ihre frühere Lehrtätigkeit an der HTL Bau und Design in Innsbruck kennengelernt haben, ihr Handwerk verstehen, sieht man auf den ersten Blick. Dass hinter der Routine dieses Handwerks aber noch etwas kommt, ist ebenso offensichtlich. Dass sich die beiden – wie sie beschreiben – ohne strenge Regeln oder klare Absprache in der Zusammenarbeit dermaßen gut verstehen, lässt einen frei nach Aristoteles glauben, dass wirklich in jedem Stein schon die Skulptur vorhanden ist, die der Künstler nur noch befreien muss. Im Falle des „W.O.R.K“-Künstlerduos gelingt ja auch die Kooperation der beiden dadurch so vortrefflich, dass jeder weiß, wann er den Stift oder den Pinsel aus der eigenen und die Leinwand in die Hand des anderen legen muss, um genau solche wie von innen heraus strahlende Gebirgslandschaften zu erschaffen.
 
Gipfeltreffen der „W.O.R.K.er“
Bis zur Fertigstellung haben die beiden Künstler Walter Resch und Otmar Kröll (hier mit selbstgeschaffenen Babyelefantenabstand) ihr 5,6 Meter langes Gemälde des Kaunergrats nie im Ganzen gesehen.
Gipfeltreffen der „W.O.R.K.er“
Auch die Porträts der beiden entstanden in wechselseitiger Gemeinschaftsarbeit.
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