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Telfs | Politik | 25. Mai 2021 | Gebi G. Schnöll

Wohnbauträger liebäugeln mit Grinzens

Wohnbauträger liebäugeln mit Grinzens<br />
Grinzens bietet Lebensqualität. Viele Menschen wollen sich dort wegen der Stadtnähe ansiedeln, die Gemeinde schränkt den Zuzug allerdings ein. RS-Fotos: Schnöll
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Großflächige Grundstücke stechen Wohnbauträgern ins Auge - Gemeinde will aus Kostengründen keine Wohnblöcke

In Grinzens gibt es nur eine Handvoll Gewerbebetriebe, der Gemeinde fehlen deshalb wichtige Einnahmen aus Kommunalsteuern. Bürgermeister Anton Bucher und der Gemeinderat müssen bei wichtigen Projekten die finanziellen Möglichkeiten genau abwägen. Heuer rührt sich im Dorf einiges, weil man Mittel aus dem Covid-Förderungsprogramm des Bundes in Anspruch nehmen konnte. Sorge bereiten dem Dorfchef die „Gemeinnützigen“, die sich für großflächige Grundstücke in Grinzens interessieren.
Von Gebi G. Schnöll

Bürgermeister Anton Bucher berichtete beim RUNDSCHAU-Gespräch von Straßensanierungen, die derzeit durchgeführt werden, von Erneuerungsmaßnahmen bei Trinkwasserleitungen, die in den 50er- und 60er-Jahren verlegt wurden, und vom Breitbandausbau. „Die angeführten Investitionen wurden heuer durch das Covid-Förderprogramm des Bundes ermöglicht, das Drei-Millionen-Euro-Budget würde die Realisierung mehrerer kostspieliger Projekte innerhalb eines Haushaltsjahres kaum erlauben. Was in Grinzens fehlt, sind Gewerbebetriebe mit mehreren Beschäftigten. „Wir haben nur wenige Kleinbetriebe, seit Kurzem haben wir nicht einmal mehr ein Gasthaus, weil das Sportcafé zugesperrt hat. Wohl eine Folge der Lockdowns. Die Kommunaleinnahmen sind spärlich, große Sprünge kann sich die Gemeinde nicht leisten“, gibt Bucher Einblick in die triste Finanzlage.

Günstiger Baugrund. Wenn auch der Säckel der 1.400-Seelen-Gemeinde fast ständig strapaziert ist, Lebensqualität bietet die Mittelgebirgsgemeinde allemal. Das haben auch die gemeinnützigen Wohnbauträger längst erkannt. „Es gibt bei uns einige großflächige Grundstücke, die für Wohnbaugesellschaften interessant sind. Der Druck der Wohnbauträger auf die Gemeinde ist groß. Dem Zuzug von außen stellen wir uns allerdings entgegen, weil mit ihm auch die Infrastruktur erweitert werden müsste. Und das kostet viel Geld, Geld das wir einfach nicht haben“, so Bucher. Eine Absiedelung von jungen Grinznern will die Gemeinde verhindern, indem man in Sportplatznähe leistbare Baugründe erschließt. „Wir haben dort einen Hektar Grund, der parzelliert und günstig an junge Dorfbewohner vergeben wird. Wir schauen, dass die Einheimischen im Dorf bleiben können!“  
 
Wohnbauträger liebäugeln mit Grinzens<br />
Bürgermeister Anton Bucher fürchtet hohe Kosten durch Zuzug.
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