Rundschau - Oberländer Wochenzeitung
Telfs | Sport | 21. März 2022 | Albert Unterpirker

„Das haben sich die Mädchen verdient!“

„Das haben sich die Mädchen verdient!“
„Inzingvolley“ zog mit einer Top-Leistung in der 2. Bundesliga in das Aufstiegs-Playoff ein. RS-Fotos: Unterpirker
Feedback geben
REDAKTION
Telfs  Albert Unterpirker
TAGS
inzingvolley Trainer Roland Gattermayr 2. österreichischen Volleyball-Bundesliga Volleyball Volleyball-Bundesliga Inzing Kapitänin Raffaela Graf
Artikel teilen
Artikel teilen >

Top-Leistung: „Inzingvolley“ spielt wieder im Bundesliga-Aufstiegs-Playoff

Stark, stärker, „inzingvolley“! Auch in dieser Meisterschaft zeigt das Team von Trainer Roland Gattermayr in der 2. österreichischen Volleyball-Bundesliga nachhaltig auf und zog ins Aufstiegs-Playoff ein. Die RUNDSCHAU besuchte die Mädchen bei einem Training in der Zirler Sporthalle – und durfte sich vom vorbildhaften Zusammenhalt überzeugen.
Von Albert Unterpirker

Klar, „inzingvolley“ ist nicht nur in Tirol ein Begriff beim Smashen und Baggern, die kleine Oberländer Gemeinde sorgt in der zweithöchsten rot-weiß-roten Spielklasse immer wieder für Furore. So auch diesmal, als man im letzten Spiel des Grunddurchgangs noch den Sprung ins Aufstiegs-Playoff schaffte. Ein Hauptgrund dafür ist neben einer hochqualitativen Leistung am Parkett der Zusammenhalt in der Mannschaft. „Die Stimmung im Team ist super, wir unternehmen auch privat Vieles gemeinsam“, erzählt Raffaela Graf, und die Kapitänin bedankt sich sogleich bei ihren Mitspielerinnen. „Es sind Freundschaften entstanden, das ist das A und O beim Volleyball – wir ziehen an einem Strang.“ Mitverantwortlich für den sportlichen Höhenflug in den vergangenen Jahren ist freilich auch Trainer Roland Gattermayr, der die Truppe in der – mittlerweile sehr stark besetzten – 2. Bundesliga nun schon seit rund zehn Jahren betreut. „Wir haben mit dem Playoff-Einzug unser Saisonziel erreicht“, sagt Gattermayr, wobei frau dann gleich im ersten Spiel die Wildcats Klagenfurt II mit 3:1 besiegte. Einem etwaigen möglichen Aufstieg in die 1. Bundesliga erteilt Gattermayr (eher) eine Absage. „Das ist eigentlich nicht unser Ziel, weil wir dafür nicht die Infrastruktur haben.“ Zukünftig wolle man aber die Qualität im Kader noch weiter steigern, „und in der Breite wachsen, damit wir von der Grundsechs nicht so abhängig sind“.

Hervorragend. Generell freue er sich über eine super Mischung aus routinierten und jungen Spielerinnen. „Das ist ein tolles Kollektiv“, sagt der Coach, „und sie ergänzen sich am Spielfeld gut“. Doch nicht nur das: Viele Dinge (wie etwa Organisatorisches, Anm.) habe die Mannschaft übernommen. „Es bildeten sich kleine Arbeitsgruppen, die mir die Arbeit als Trainer erleichtern.“ Leider würden beim Verein für gewisse Aufgabenbereiche die Ressourcen bzw. die Man-Power fehlen. Dafür sei die Kooperation mit der Silzer Volleyball-Sektion eine „spitzen Sache“, denn bekanntlich werken mit Eva Neururer und Julie Pohl zwei Akteurinnen von dort auch bei „inzingvolley“. Außerdem kehrte mit Jana Graf inzwischen eine große Stütze wieder in die Mannschaft zurück. Ein Hauptaugenmerk soll weiterhin auf die Arbeit mit den Youngsters gelegt werden. „Es ist wichtig, den eigenen Nachwuchs in die Liga zu bringen. Wir sehen, dass wir bei den jungen Spielerinnen einen hervorragenden Stamm haben (s. Erfolge im Kasten) – sowas gibt es nicht alle Tage“, führt der 41-Jährige aus. Groß ist die Freude außerdem, dass es heuer nach zwei Jahren endlich wieder ein (gemeinsames) Trainingslager (in Bibione) gibt. Dieses soll Ende August stattfinden. „Das ist super, denn da ist ein großer Teil des Vereins dabei“, so Gattermayr, der sich bei seinem Team bedankt: „Die Mädchen haben viel investiert und sich diesen Erfolg absolut verdient!“

Umdenken. Einen Wermutstropfen stellt nach wie vor die Hallensituation dar. „Für uns als Verein wäre wichtig, dass man bessere Hallen-Ressourcen schafft, und wir bräuchten auch für unseren Nachwuchs in Inzing mehr Hallenzeiten“, so Gattermayr. Übrigens: Die Inzinger Halle ist nicht für die 2. Bundesliga geeignet, deshalb muss die Mannschaft immer wieder nach Innsbruck zu den Spielen auswandern. „Super wäre deshalb schon, wenn wir in Zirl am Sonntag die Heimspiele machen könnten“, hofft der Trainer auf ein Umdenken.

Erfolge/Tabellensituation. 2. DBL: Vizemeister 2. Bundesliga Nord, Aufstiegs-Playoff. Damen Landesliga A: mit zwei Teams im mittleren Playoff (Plätze 5, 6, 7). U20 weiblich Tiroler Vizemeister & 5. Platz österreichische Meisterschaften. Nachwuchs derzeit, U16 weiblich: momentan Tabellenführer. U15w: oberes Playoff. U14w: oberes Playoff. U15männlich: 3. Platz.
„Das haben sich die Mädchen verdient!“
Roland Gattermayr: „Die Mädchen haben viel investiert!“
„Das haben sich die Mädchen verdient!“
Kapitänin Raffaela Graf: „Wir ziehen an einem Strang!“
„Das haben sich die Mädchen verdient!“
„Inzingvolley“ ist auch beim Block eine Macht: Im Bild die Spielerinnen Emilia Lamprecht (l.) und Jana Graf.
Feedback geben

Weitere Artikel zu diesem Thema

Die OBERLÄNDER RUNDSCHAU

Die führende Wochenzeitung im Oberland und Außerfern!
Über 92.000 Haushalte erhalten wöchentlich die aktuellsten News!
Gegründet wurde das Familienunternehmen im Jahr 1978.
 jobs.rundschau.at

jobs.rundschau.at

DIE Jobplattform im Tiroler Oberland und Außerfern Helle Köpfe aufgepasst!
Tag cloud
Haiming Mieming Landeck bühne.oberperfuss Rundgang Wirtschaftsbund Ausgabe Imst Über die Alpen: Entdecken. Schätzen. Leben! Andreas Einberger Werner Friedle Ausgabe Reutte Paul Flora Villa Schindler medienfrische Zirl zerstört Ausgabe Telfs Zams ÖFB-Cup Seefeld Anton Mattle rauschender Wildbach Telfs So war es früher Ötztaler Wasserkraft GmbH
Nach oben