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Telfs | Sport | 26. Mai 2020 | Alex Dosch

Der Transfermarkt im Wechselbad der Gefühle

Der Transfermarkt im Wechselbad der Gefühle
Miroslav Rikanovic (M.) geht künftig für Oberhofen auf Torejagd. Der FC Seefelder Plateau (Christoph Pock l., Sebastian Kollegger r.) erlebt einen personellen Aderlass. Foto: sportszene.tirol
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Während vielerorts vermehrt auf die eigene Jugend gesetzt wird, greift manch Club ordentlich in die Schatulle

„Lieber gehe ich künftig nach einem Spiel mit der Mannschaft etwas essen, als dass ich teure Spieler von überall her hole.“ So wie FCSP-Obmann Ernst Meier denken derzeit viele Funktionäre. Die ausgeprägte Zurückhaltung am sommerlichen Transfermarkt ist daher nicht weiter verwunderlich. Doch nicht überall hat Corona das Konto leergeräumt. Manch Club dürfte das Geldbörserl ziemlich weit geöffnet haben.
Von Alex Dosch

In der Landesliga ist man von einem etwaigen Wettrüsten weit entfernt. Im Gegenteil: Der FC Seefelder Plateau muss künftig auf zahlreiche namhafte Spieler verzichten. So beenden unter anderem Christof Albrecht, Martin Schennach, Rainer Bode und Josef Angerer ihre Karrieren. Neben Martin Kleinhans (Zukunft noch offen) zieht auch Alois Schöpf das FCSP-Trikot aus. Der schnürt seine Fußballschuhe künftig für Gebietsligist Rietz. „Wir bauen in Zukunft vermehrt auf Spieler vom Plateau“, bastelt Obmann-Stellvertreter Florian Meier an der Rückkehr von Felix Neuner (Telfs), Mario Gottwald (Zirl), Daniel Nairz und Raphael Chrysochoidis (beide Hatting/Pettnau). Der Trainer heißt auch in der Saison 2020/21 Farid Lener. 

Auch in Oberperfuss bleibt der Übungsleiter derselbe. Helmut Lorenz kann auf altbewährtes Spielermaterial zurückgreifen. Lediglich auf die Dienste des spielenden Co-Trainers Johannes Eichinger muss Lorenz verzichten. Dieser bildet künftig gemeinsam mit „Alt-Coach“ Helmut Bratusek – „Nach so einer Saison wollte ich nicht aufhören“ – das Betreuerduo in Inzing. Apropos Inzing: Rund ums Enterbachstadion ranken sich die heißesten Gerüchte. So soll der Bezirksligist mächtig investieren. Neben Eichinger stehen mit Raphael Wendl (Stams) und Marco Pittracher (Rum) zwei weitere Neuzugänge bereits fest. Die Verhandlungen mit Johannes Kirchebner (Zirl) befinden sich auf der Zielgeraden. Zudem werden intensive Gespräche mit den bei Völs tätigen Inzingern geführt. „Grundsätzlich ist es unser Ziel, die verlorenen Söhne zurückzuholen. Dabei geht es aber nicht nur um Spieler, die in Völs tätig sind“, will der sportliche Leiter, Benjamin Nicka, die Kaderplanung bis Anfang Juni abgeschlossen haben. 

Weitaus gemächlicher präsentiert sich die Situation in der Gebietsliga. In Götzens bat Trainer Thomas Pichlmann am Montag zum Trainingsstart. Mit dabei die bereits im Winter verpflichteten Marcel Oberschmid (Thaur), Nico Strobl (Fritzens) und der Spanier Guillermo Simo Forment. „Damit sollte es auch getan sein“, weiß Obmann Armin Singer. Weniger gesprächig gibt man sich bei Lokalrivalen Axams/Grinzens. „Wir reden laufend mit Spielern. Und vielleicht ist die eine oder andere Überraschung dabei. Aber noch gibt es nichts zu vermelden“, so Obmann Michael Kirchmair.

Nicht mehr zu überraschen vermag das mittlerweile schon traditionelle Bäumchen-Wechsle-Dich-Spiel zwischen Oberhofen und Stams. Die Hauptakteure sind diesmal Christian Bucher (Stams) und Ugur Akmese. Neben Akmese kann FCO-Coach Christian Mautner künftig auch auf die Dienste von Ex-Silz/Mötz-Kapitän Miroslav Rikanovic (spielender Co-Trainer) und Fabian Hupfauf (Mieders) bauen. Ob eines Auslandsstudium vorerst nicht mehr mit dabei ist Benedikt Kapferer.    
Der Transfermarkt im Wechselbad der Gefühle
Johannes Eichinger wechselt von Oberperfuss nach Inzing, fungiert dort in Doppelfunktion als Spieler und Teil des Trainerteams. Foto: sportszene.tirol
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